Monatliches Archiv

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Ruth Weiss (1924-2025)

Nachruf
in (04.03.2026)

Am 5. September 2025 verstarb Ruth Weiss, sie wurde 101 Jahre alt. In ihrem langen und bewegten Leben zwischen dem südlichen Afrika und Westeuropa wirkte sie als aufmerksame Beobachterin und kluge politische Kommentatorin der Ereignisse und Umbrüche in ihrer Heimat in Franken, ihrem Exil in Johannesburg, in Salisbury (dem heutigen Harare) und Lusaka. Als Kind der jüdischen Familie Löwenthal in Fürth geboren, floh sie wegen der antisemitischen Verfolgung in der NS-Zeit mit ihrer Mutter und Schwester 1936 nach Südafrika. Dorthin war ihr Vater bereits drei Jahre zuvor emigriert.

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Das Ende der autonomen Selbstverwaltung in Rojava?

„Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor“

Die Demokratische Autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (Daanes) steht am Abgrund. Überraschend war, wie schnell es den militärischen Kräften des neuen islamistischen Gewaltregimes in Damaskus gelang, große Teile von Rojava (kurd.: Westkurdistan), dem autonomen Gebiet im Nordosten Syriens, zu besetzen. Die Schlüsselrolle hatten dabei arabische Stämme übernommen, die bis dahin mit der Daanes und deren Selbstverteidigungseinheiten, bekannt unter dem Namen „Syrian Democratic Forces“ (SDF), verbündet waren. 

 

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Wessen Schätze?

Globale Konflikte um genetische Ressourcen

Mithilfe von Biotechnologien wird das genetische Material von Pflanzen und anderen Organismen zunehmend nutzbar gemacht. Vieles davon stammt aus dem Globalen Süden, doch die Gewinne sichern sich meist Konzerne aus dem Globalen Norden. Internationale Abkommen zielen auf eine gerechtere Verteilung ab. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/276

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154 Jahre sind genug

Für das Recht auf Abtreibung!
in (24.02.2026)

Der Kampf gegen das Verbot der Abtreibung ist auch ein Kampf um globale soziale Rechte. Die feministische Forderung nach Selbstbestimmung gilt es weiterzuverfolgen.

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Gerechtigkeit wird erkämpft!

Globale soziale Rechte als Rahmen für internationalistische Forderungen
in (24.02.2026)

Aus mindestens sechs Gründen ist der Begriff der globalen sozialen Rechte nützlich für linke politische Perspektiven. Ihr Adressat sind weniger staatliche Institutionen als die Akteur*innen, die sie einfordern.

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Which Side Are You On?

Über die Schwierigkeit einer linken Position zur Sterbehilfe

Die Sterbehilfe stellt ein umstrittenes Thema in der politischen und wissenschaftlichen Debatte dar. Meike Gerber und Robin Iltzsche schreiben in ihrem Beitrag über Hintergründe der oftmals dualistisch geführten Aushandlung und skizzieren zwei dominante und widersprüchliche Positionen.

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Zur Eskalation der politischen Krise in den USA

Seit einigen Wochen eskaliert die innenpolitische Situation in US-Städten, insbesondere, nachdem die durch die Trump-Administration aufgerüstete Bundesbehörde US Immigration and Customs Enforcement bei der Verfolgung von Migrantinnen und Migranten zwei weiße Menschen mit US-Staatsbürgerschaft getötet hat. In diesem Blogbeitrag analysiert Serhat Karakayalı die aktuelle Situation. Sein Text ist ein Update der von ihm im Dezember veröffentlichten Analyse zur aktuellen Migrationspolitik in den USA.

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Humanität und Schrecken

Das moderne Individuum unter der Guillotine

Die Französische Revolution von 1789 gilt als entscheidende Wegmarke der europäischen Geschichte. Vorstellungen von Gleichheit, Demokratie und Menschenrechten wurden zur Grundlage der modernen bürgerlichen Gesellschaft. Auch das Strafrecht sollte nach Grundsätzen der Humanität neu geordnet werden. Zum bekanntesten Symbol dieses neuen juristischen Systems wurde die vereinheitlichte Methode der Hinrichtung von zum Tode Verurteilten: Die Guillotine. Ben Seel betrachtet die Ambivalenz der Guillotine zwischen Humanität und Schrecken.

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