Kultur

Künstlerische Forschung aus einer feministischen Perspektive

in (22.02.2018)

Künstlerische Forschung und Feminismus sind zwei riesige Themenfelder, so dass die Aufgabe, diese in einem kurzen Aufsatz zusammenzubringen eine Herausforderung darstellt. Zu einer feministischen Künstlerischen Forschung gibt es – soweit es mir bekannt ist – keine expliziten Publikationen. Allerdings liegt es nahe, die Relevanz der künstlerischen Forschung gerade aus einer feministischen Perspektive zu analysieren.

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Die Wissenschaften und die Künste

in (22.02.2018)

Der peruanisch-mexikanische Kunst- und Kulturwissenschaftler Juan Acha (1916-1995) beschäftigte sich bereits einige Zeit vor der Erfindung der „künstlerischen Forschung“ mit dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaften. Wir dokumentieren den Schluss eines Aufsatzes von 1990. Die Red.

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Ein Versuch über den Widerspruch im Gemeinsamen

in (29.01.2018)

Derzeit leben wir in verwirrenden und ungemütlichen Zeiten. Das dürfte auch Anlass dafür sein, dass Fragen nach neuen Konzepten über das Zusammenleben Hochkonjunktur haben. Vor diesem Hintergrund nimmt der Text aus der Sicht einer kritischen Kunst- und Kulturvermittlung die Ambivalenzen in den Blick, die dem Begriff des Gemeinsamen zugrunde liegen.

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Gemeinsamkeiten im Buch

in (07.12.2017)

Es geht um nicht weniger als darum, „unsere Zukunft neu zu denken und selbstbestimmt zu gestalten.“ Den Sinn der Commons-Debatte bringen Silke Helfrich und David Bollier schlicht auf den Punkt – in der zweifellos besten Einführung in das Thema, dem von Helfrich und der Heinrich Böll Stiftung herausgegebenen Sammelband. Darin werden sowohl theoretische Perspektiven als auch ganz praktische Projekte diskutiert, und das von AutorInnen aus 30 Ländern. Bei diesem Überblick hat das Buch die „doppelte Gefahr der Kooptierung und Domestizierung“ durchaus im Blick.

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Common Nonsense: Das Wort vom Gemeinsamen und seine Beinamen

in (20.11.2017)

Heißt Gemeinschaft, dass über allen ein Ganzes waltet, während in der Gesellschaft Individualismus regiert, wie das die frühe Soziologie unterschieden hat? Oder ist es, wie die postfundamentale Pariser Meisterdenke nahelegt? Die sagt quasi: Gesellschaft ist, wenn Leute auf Orte, Rollen, Ziele festgelegt sind, Gemeinschaft hingegen ist, wenn Identitäten bestritten werden, bzw. ist sie Mit-Sein ohne Form, Zweck, Werk.

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Warum die Frage der Klassenzugehörigkeit in Bildungsinstitutionen unbedingt wieder gestellt werden muss!

in (09.11.2017)

Über Klassenfragen zu sprechen ist eine Praxis, die heute im Vergleich zu anderen Differenzkategorien im wissenschaftlichen, aber vor allem im künstlerischen Bereich kaum mehr vorkommt. Bildungsinstitutionen determinieren durch Normierungen einerseits die Möglichkeit, dass klassenspezifische Artikulationen hörbar werden, oder sie vereinnahmen diese, sobald sie auf dem Wege der Kunst zum Ausdruck gebracht werden.

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Gracias a la Vida

Violeta Parra – Mentorin des neuen chilenischen Liedes

Die chilenische Musikerin Violeta Parra war Leitfigur der lateinamerikanischen Volksmusik. Sie hat die volkstümlichen Melodien in ihrem Land erforscht und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Später wurde sie zur Mentorin des »Nueva Canción Chilena« (Neues Chilenisches Lied).

Als eine Journalistin sie einmal fragte, welche ihrer vielen künstlerischen Ausdrucksformen sie besonders bevorzuge, antwortete sie, ihr ginge es nur um eins: »Nah bei den einfachen Leuten zu bleiben«.

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"Lieber Türke als Papist!"

Reformation, Heilsglaube und Renegatentum
in (18.10.2017)
In seinem 1995 erschienenen Buch über "Piratenutopien" fragt der anarchistische Autor Peter Lamborn Wilson alias Hakim Bey, wie es eigentlich kam, dass in der Zeit vom ausgehenden 15. bis ins 18. Jahrhundert Tausende Europäer ihre Heimat verließen, um zum Islam überzutreten und sich in den sogenannten Barbariskenstaaten Nordafrikas oder im Osmanischen Reich niederzulassen. Das erscheint umso erstaunlicher, als die Abkehr vom Christentum nicht nur als unverzeihlicher Verrat tabuisiert war. Mehr noch war über die andere Religion wenig bekannt, und die islamische Welt wurde vor allem im Bild der "Türkengefahr" wahrgenommen – das es in gewandelter Gestalt immer noch gibt: Der Alptraum vom "Renegaten" kehrt in Form der Konvertiten, die in den Jihad ziehen, aus dem Dunkel der Geschichte wieder. Wilsons Frage ist eng verbunden mit derjenigen nach den treibenden Kräften der Reformation – und dem Grund ihres Scheiterns.
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