Die Graswurzelrevolution trauert um Walther L. Bernecker
Editorial - Graswurzelrevolution Nr. 507, März 2026
Liebe Leser*innen,
Liebe Leser*innen,
Mithilfe von Biotechnologien wird das genetische Material von Pflanzen und anderen Organismen zunehmend nutzbar gemacht. Vieles davon stammt aus dem Globalen Süden, doch die Gewinne sichern sich meist Konzerne aus dem Globalen Norden. Internationale Abkommen zielen auf eine gerechtere Verteilung ab. Was sind die aktuellen Herausforderungen?
Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/276
Der Kampf gegen das Verbot der Abtreibung ist auch ein Kampf um globale soziale Rechte. Die feministische Forderung nach Selbstbestimmung gilt es weiterzuverfolgen.
Aus mindestens sechs Gründen ist der Begriff der globalen sozialen Rechte nützlich für linke politische Perspektiven. Ihr Adressat sind weniger staatliche Institutionen als die Akteur*innen, die sie einfordern.
Es ist stiller geworden um die globalen sozialen Rechte. In den 2000er-Jahren prägten sie zentrale Kämpfe um eine andere Weltordnung – etwa im Rahmen des Weltsozialforums in Porto Alegre, wo sich Gewerkschaften, feministische und bäuerliche Bewegungen, indigene Netzwerke und transnationale NGOs trafen.
Die Sterbehilfe stellt ein umstrittenes Thema in der politischen und wissenschaftlichen Debatte dar. Meike Gerber und Robin Iltzsche schreiben in ihrem Beitrag über Hintergründe der oftmals dualistisch geführten Aushandlung und skizzieren zwei dominante und widersprüchliche Positionen.
Seit einigen Wochen eskaliert die innenpolitische Situation in US-Städten, insbesondere, nachdem die durch die Trump-Administration aufgerüstete Bundesbehörde US Immigration and Customs Enforcement bei der Verfolgung von Migrantinnen und Migranten zwei weiße Menschen mit US-Staatsbürgerschaft getötet hat. In diesem Blogbeitrag analysiert Serhat Karakayalı die aktuelle Situation. Sein Text ist ein Update der von ihm im Dezember veröffentlichten Analyse zur aktuellen Migrationspolitik in den USA.
Die Französische Revolution von 1789 gilt als entscheidende Wegmarke der europäischen Geschichte. Vorstellungen von Gleichheit, Demokratie und Menschenrechten wurden zur Grundlage der modernen bürgerlichen Gesellschaft. Auch das Strafrecht sollte nach Grundsätzen der Humanität neu geordnet werden. Zum bekanntesten Symbol dieses neuen juristischen Systems wurde die vereinheitlichte Methode der Hinrichtung von zum Tode Verurteilten: Die Guillotine. Ben Seel betrachtet die Ambivalenz der Guillotine zwischen Humanität und Schrecken.
„Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen und trägt dazu bei, dass Menschen langfristig aktiv und widerständig sein können“, schreibt Clara Tempel in ihrem im Oktober 2025 im Verlag Graswurzelrevolution erschienenen Buch „Politische Geborgenheit. vor*ankommen in sozialen Bewegungen“ (1). Die Autorin wurde 1995 in eine anarchistisch-widerständige Familie im Wendland geboren und ist mit der Anti-Atomkraft-Sonne aufgewachsen.
Das Trump-Regime hat die „Antifa-Ost“ und den Antifaschismus allgemein als terroristisch eingestuft. Agieren die Postbank, die Sparkassen, aber auch die sozial-ökologische Gemeinschaftsbank GLS nun als verlängerte Arme des Trump-Regimes? Offensichtlich. Der antifaschistischen Hilfsorganisation Rote Hilfe, der DKP und dem Anarchist Black Cross wurden die Konten gekündigt. Auch die GWR ist vom Debanking betroffen. So wurden zwei Konten von Buchverlag und Zeitschrift Graswurzelrevolu-tion schon im Juli 2025 von der Postbank ohne Angabe von Gründen gekündigt. (GWR-Red.)