Medien & Internet

Presse(un)freiheit weltweit

Themenschwerpunkteditorial iz3w #365 (März/April 2018)
Im Februar 1989 rief eine BBC-Reporterin Salman Rushdie an. Sie fragte den überraschten Schriftsteller: »Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass man gerade von Ayatollah Khomeini zum Tode verurteilt wurde?« In seiner Autobiografie »Joseph Anton« schreibt Rushdie dazu: »Ohne recht zu wissen, was er redete, hat er folgendes geantwortet: ‚Man fühlt sich nicht gut.’«
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Machtkampf, Lügen und Antisemitismusvorwürfe in der britischen Labour-Partei

in (09.01.2018)
Antisemitismusvorwürfe sind auch in der britischen Politik ein beliebtes Mittel, um Machtkämpfe auszufechten. Zu welchen Auswüchsen das im Zuge der Übernahme des Parteivorsitzes der Labour-Partei durch Jeremy Corbyn geführt hat, welche Rolle dabei die Medien spielten und wie sich eine langjährige Vorkämpferin gegen die Apartheid in Südafrika, Bürgerrechtsaktivisten und Schriftstellerin plötzlich im Fokus einer Schmutzkampagne innerhalb der Labour-Partei wiederfand, bezeugt in den folgenden Ausführungen Jackie Walker.
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Entsteht der Postkapitalismus im Kapitalismus?

Eine Kritik an Masons Transformationsstrategie

Es ist verblüffend: Während linke Analysen in den letzten Jahren kritisierten, dass immer mehr Lebensbereiche zur Ware werden, ist nun vermehrt von postkapitalistischen Einstiegsprojekten die Rede. Paul Masons Buch Postkapitalismus liefert einen umfassenden strategischen Entwurf, der eine solche Perspektive begründen soll. Die breite Rezeption dieses Buches hängt nicht nur damit zusammen, dass Mason seine Ideen in einer eingängigen Sprache präsentiert, die ...

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"I didn’t break any laws"

Über die Produktion von Un-/Glaubwürdigkeit

Auseinandersetzungen um sexuelle Grenzüberschreitungen erregten in den letzten Jahren große mediale Aufmerksamkeit, beispielhaft erwähnt seien hier der Fernsehwettermoderator Jörg Kachelmann, die Auseinandersetzungen um den FDP-Politiker Rainer Brüderle und der "Fall" Gina-Lisa Lohfink. In allen Beispielen spiegeln sich gesellschaftliche Machtverhältnisse, gemischt mit Fragen nach juristisch angemessener Würdigung und dem (un)verantwortlichen medialen Umgang.

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Lizenz für staatliche Hacker

Staatstrojaner – ein Angriff auf die Grundrechte

Kurz vor Ende der Legislaturperiode startete die schwarz-rote Bundesregierung ihren finalen Angriff auf die Bürgerrechte, die vor Willkür und Überwachung durch einen übermächtigen Staatsapparat schützen sollen.

Unter dem Label »Bekämpfung des Terrorismus« verabschiedete der Gesetzgeber schon seit geraumer Zeit fast im Wochentakt neue Gesetze, mit denen die verfassungsrechtlichen Grenzen ausgedehnt sowie die Privatsphäre beeinträchtigt und Bürgerrechte eingeschränkt werden.

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Aus der Traum

Das Friedenskino von Jenin weicht einem Einkaufszentrum
in (06.06.2017)

Das Cinema Jenin war im August 2010 auf Initiative des deutschen Dokumentarfilmers Marcus Vetter in der palästinensischen Westbank mit großer westlicher Medienaufmerksamkeit als Friedenskino eröffnet worden. Anfang Januar 2011 warfen Unbekannte einen Molotowcocktail ins Büro des Kinos, was in der Presse so gut wie keine Beachtung fand, und im Dezember 2016 wurde es, begleitet von zahlreichen arabischen und manchen westlichen Medienberichten, abgerissen.

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