Geschichte

Jenseits von Suttner und Nobel

Anarchistischer Antimilitarismus – Teil 1

Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 erscheint der 600-seitige Sammelband „Anarchistische Aufbrüche. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt“ im Unrast Verlag in Münster (ISBN: 978-3-89771-664-3). Als Vorabdruck bringen wir in zwei Teilen eine gekürzte Version des Buchbeitrags von Bernd Drücke. Bei diesem Text handelt es sich um eine redigierte Abschrift eines vom A-Radio Berlin aufgezeichneten und veröffentlichten Vortrags (1) zum Thema „Anarchistischer Antimilitarismus“, den der GWR-Redakteur am 5.

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Die Mujeres Libres

Freie Frauen in der Spanischen Revolution

Im Sommer 2026 feiern wir das 90-jährige Jubiläum der Sozialen Revolution in Spanien, die auf einzigartige Weise durch die Stärke der Arbeiter*innen begonnen und knapp drei Jahre fortgeführt wurde, bis sie durch den Sieg des Faschismus zerschlagen wurde. In der Spanischen Revolution ergriffen nicht nur Männer, sondern auch Frauen die Chance, gegen den faschistischen Putsch und für eine freie Gesellschaft zu kämpfen.

 

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Zum Mitgenuss aufgerufen

Die Aktualität der Pariser Kommune von 1871

Vor 155 Jahren entstand mit der Pariser Kommune die erste Arbeiterrepublik der Welt. Zugleich herrschten in Frankreich und Deutschland Regime, die ihre Macht zum Teil mit populistischen Methoden sicherten. Florian Grams geht in seinem Beitrag den Parallelen zwischen der damaligen und der heutigen Situation nach und skizziert - mit Verweis auf die Erfahrungen der Pariser Kommune - Möglichkeiten aktuellen Eingreifens.

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90 Jahre Soziale Revolution in Spanien

1936 erhoben sich Millionen Menschen gegen den faschistischen Franco-Putsch

„Wir sind es, die wir diese Städte und Paläste – hier in Spanien und in Amerika und überall – gebaut haben. Wir Arbeiter können andere Städte und Paläste an ihrer Stelle aufrichten. Und sogar bessere. ... Wir werden die Erben dieser Erde sein ... hier in unseren Herzen tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt.“ – Buenaventura Durruti, anarchosyndikalistischer Revolutionär, 1936

 

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Die Französische Revolution und die Kriegsdienstpflicht

Deutschland will „kriegsfähig“ werden, deshalb steht auch die Wiedereinführung der Militärdienstpflicht auf dem Programm. Der Bürger (und immer mehr auch die Bürgerin) soll den Staat, „unsere Freiheit“, „unseren Wohlstand“ im Prinzip weltweit verteidigen. Für diesen Zweck werden viele Freiheiten eingeschränkt, und vom Wohlstand bleibt auch nicht mehr viel übrig, wenn immer mehr Geld in die Aufrüstung fließt. Eine „Freiheit“ gibt es zumindest für die Soldatinnen und Soldaten nicht.

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Ruth Weiss (1924-2025)

Nachruf
in (04.03.2026)

Am 5. September 2025 verstarb Ruth Weiss, sie wurde 101 Jahre alt. In ihrem langen und bewegten Leben zwischen dem südlichen Afrika und Westeuropa wirkte sie als aufmerksame Beobachterin und kluge politische Kommentatorin der Ereignisse und Umbrüche in ihrer Heimat in Franken, ihrem Exil in Johannesburg, in Salisbury (dem heutigen Harare) und Lusaka. Als Kind der jüdischen Familie Löwenthal in Fürth geboren, floh sie wegen der antisemitischen Verfolgung in der NS-Zeit mit ihrer Mutter und Schwester 1936 nach Südafrika. Dorthin war ihr Vater bereits drei Jahre zuvor emigriert.

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Humanität und Schrecken

Das moderne Individuum unter der Guillotine

Die Französische Revolution von 1789 gilt als entscheidende Wegmarke der europäischen Geschichte. Vorstellungen von Gleichheit, Demokratie und Menschenrechten wurden zur Grundlage der modernen bürgerlichen Gesellschaft. Auch das Strafrecht sollte nach Grundsätzen der Humanität neu geordnet werden. Zum bekanntesten Symbol dieses neuen juristischen Systems wurde die vereinheitlichte Methode der Hinrichtung von zum Tode Verurteilten: Die Guillotine. Ben Seel betrachtet die Ambivalenz der Guillotine zwischen Humanität und Schrecken.

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Geborgenheit und Frauenpower

Interview mit Helga, Katja und Clara Tempel über generationsübergreifende Solidarität, Utopien und Gewaltfreien Widerstand

„Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen und trägt dazu bei, dass Menschen langfristig aktiv und widerständig sein können“, schreibt Clara Tempel in ihrem im Oktober 2025 im Verlag Graswurzelrevolution erschienenen Buch „Politische Geborgenheit. vor*ankommen in sozialen Bewegungen“ (1). Die Autorin wurde 1995 in eine anarchistisch-widerständige Familie im Wendland geboren und ist mit der Anti-Atomkraft-Sonne aufgewachsen. 

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Heldentod und Massenmord

Vom Sterben im Krieg

Die Herstellung gesamtgesellschaftlicher "Kriegstüchtigkeit" ist seit der "Zeitenwende" ein zentrales Ziel der herrschenden deutschen Politik. Zur gesteigerten Bereitschaft, Krieg zu führen gehört auch eine gesteigerte Akzeptanz des eigenen Todes im Krieg. "Für das Vaterland" zu sterben ist aber keinesfalls eine neue Idee. Die Geschichte, insbesondere des 20. Jahrhunderts, ist überfüllt mit Gräbern meist junger Männer, die, als "Heldentod" verklärt, auf den Schlachtfeldern ihr Leben ließen.

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