Sloterdijks Weg vom Zynismus-Kritiker zum Herrschaftszyniker
Der 1947 geborene Peter Sloterdijk erfreut sich einer Anerkennung, die lebende Vertreter seiner Profession nur selten
Der 1947 geborene Peter Sloterdijk erfreut sich einer Anerkennung, die lebende Vertreter seiner Profession nur selten
Berlin, April 1988 – Für ein Semester bin ich nach Berlin gezogen. Als Gasthörer
wollte ich unbedingt in die Kritische Psychologie eintauchen und soviel wie möglich
Übergriffe, Bedrohungen, Morde und rechtliche Schikanierungen - das müssen etliche Bauern und Bäuerinnen auf der Halbinsel Bondoc in den Philippinen erleiden. Der Grund: Sie setzen sich für ihr Recht auf ein eigenes Stück Land ein.
Auf einmal war das Geld da: Kaum gerieten Deutschlands Banken in Bedrängnis, sprang die Bundesregierung ihnen mit Milliarden Euro bei. Bislang ist der Erfolg begrenzt.
Schon lange nicht mehr hat „BERLINS GRÖSSTE ZEITUNG" dem Thema Anarchismus soviel Platz eingeräumt wie am 9. April 2009. In gigantischen Lettern schreit die BZ-Titelseite einem Millionenpublikum ins Gesicht: „CHAOTEN-KONGRESS AN BERLINER UNI".
Im Zeichen der Finanzkrise stehen verständlicherweise soziale Themen im Vordergrund der angelaufenen Proteste. Genom- und Biotechnologie stehen da erst recht nicht oben auf der Liste linker Themen. Aber warum ist das so? Und: Muss das so sein?