Geschichte
Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus
Ein Gespräch mit dem deutsch-namibischen Politikwissenschaftler Henning Melber
Den meisten Menschen dürfte kaum bekannt sein, dass das Deutsche Kaiserreich von 1884 bis 1914 das viertgrößte überseeische Kolonialreich der Welt war. Henning Melbers Buch „Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus“ kann dazu beitragen, die Wissenslücken zu schließen. Es ist im Oktober 2025 in deutscher Übersetzung im Unrast Verlag erschienen.
Die Unversöhnlichkeit bewahren
Zur politischen Gegenwart von Malcolm X
Im Schatten Francos
Spaniens Geschichte vom Bürgerkrieg bis heute
Am 20. November 1975, vor genau 50 Jahren, starb Spaniens Diktator Francisco Franco. Seit seinem militärischen Sieg über die Zweite Republik 1939, in dessen Folge auch die von einer anarchosyndikalistischen Massenbewegung getragene soziale Revolution zerschlagen wurde, hat er das Land über fast vier Jahrzehnte hinweg mit eiserner Hand regiert. Die Historiker Walther L. Bernecker und Sören Brinkmann werfen einen Blick auf die Franco-Diktatur und die Entwicklungen seit dem Spanischen Bürgerkrieg bis heute. (GWR-Red.)
Die Utopie lebt!
Plädoyer für eine Blickerweiterung der soziologischen Zeitdiagnose und Gesellschaftstheorie
Warten auf Selbstbestimmung
Vor 50 Jahren besetzte Marokko die Westsahara
The Berm – nach der Chinesischen Mauer die zweitgrößte Mauer der Welt, ist eine 2.700 Kilometer lange hochmilitarisierte Grenzbefestigung. Sie liegt zwischen der von Marokko besetzten Westsahara und den ‚befreiten Gebieten‘ im Osten und Süden der Westsahara, die von den Sahraui kontrolliert wird. In dem Gebiet liegen sieben Millionen Antipersonenminen.
„Als zivile Gesellschaft den Finger in die Wunde legen“
Ein Gespräch mit dem Regisseur und Arzt Tuğsal Moğul über Rassismus und Rechtsruck
Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum geboren und wuchs als Sohn türkischer Migrant*in-nen im Münsterland auf. Er ist Arzt, Regisseur, Schauspieler und Theaterautor. Mit seinem Stück „Auch Deutsche unter den Opfern“ hat er auf erschütternde Weise die Geschichte der NSU-Morde nachgezeichnet. Die neofaschistische Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordete von 2000 bis 2007 neun Menschen aus rassistischen Motiven und eine Polizistin. Tuğsal Moğuls Theaterstück „And Now Hanau“ beschäftigt sich intensiv mit dem Anschlag in Hanau, bei dem am 19.
Urlaubsreisen als "Lebenswerk"
Reisen ist nicht immer gleich Reisen. War Reisen früher wenigen Privilegierten vorbehalten, so änderte sich das mit der Entwicklung des Massentourismus. Dieser wurde nur möglich infolge sozialer Errungenschaften wie gestiegener Einkommen und gesetzlichen Urlaubsanspruchs. Klassenunterschiede dokumentieren sich nun vor allem durch die Formen des Reisens. Und sie hängen - wie Gerlinde Irmscher herausarbeitet - mit geschlechtsspezifischen Differenzierungen zusammen.
Spiegel historischer Epochen und sozialer Entwicklungen
Eine kurze Geschichte des touristischen Reisens
"Tourismus" ist eine Spielart freiwilliger, geplanter und zudem zeitlich begrenzter "Migration". Im Unterschied zu anderen Formen der Migration wird Tourismus nicht durch soziales Elend, nicht durch ökonomisch erzwungene oder karrierestrategisch "notwendige" Mobilität erzwungen und ebenso wenig durch die Stigmatisierung sowie Vertreibung ethnischer, politischer oder kulturell-konfessioneller Minderheiten ausgelöst.


