Internationales
Ein weltweiter Ausnahmezustand
Hefteditorial iz3w 378 (Mai/Juni 2020)
75 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg
Gegenstand geschichtspolitischer Kontroversen
Am 8. Mai 1945 unterzeichnete das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation gegenüber den Streitkräften der Anti-Hitler-Koalition. Damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. 75 Jahre danach wird in Deutschland und Europa noch immer - bzw. wieder - darüber gestritten, ob und inwieweit es sich um "Zusammenbruch", "Niederlage" oder "Befreiung" gehandelt habe und wie das Jubiläum angemessen zu begehen sei. Ulrich Schneider plädiert für eine antifaschistische Geschichtsperspektive.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Chile kommt nicht zur Ruhe
Seit mehr als vier Monaten halten die umfangreichen sozialen Proteste in Chile an.
Gordischer Knoten Afghanistan
Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten deutet sich eine realistische, wenn politisch zumindest teilweise aber auch anrüchige Chance, den Krieg in Afghanistan auf diplomatischem Weg zu beenden, da türmen sich schon Hindernisse auf, und zwar bevor es überhaupt richtig losgegangen ist. Angesichts der Konfliktgemengelage nach über 40 Kriegsjahren ist das allerdings nicht verwunderlich.
„Defender Europe 2020“ – Säbelrasseln an der NATO-Ostflanke
„Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD)
hat die Nato-Manöver in Osteuropa kritisiert und fordert
stattdessen mehr Dialog und Kooperation mit Russland.
‚Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln
und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen‘,
sagte er der Bild am Sonntag.“
Süddeutsche Zeitung, 18.06.2016
Die Bombe und die Renitenz des SAC – oder: Make the rubble bounce!*
„In einem thermonuklearen Krieg
sind Menschen leicht zu töten.“
Carl Kaysen,
stellvertretender Sicherheitsberater
der Kennedy-Administration
„Bedrohung durch einen Atomkrieg?
Eine Schimäre!“
Lutz Kleinwächter,
WeltTrends Nr. 142 / August 2018


