Verfahren, auch ohne Krise
zu Notwendigkeit und Grenzen des "ökologischen Umbaus" der Autoindustrie
Aus Anlass und in Vorbereitung der am 27./28. August und vom 28.-30. Oktober dieses Jahres stattfindenden Konferenzen zur Automobilindustrie setzen wir hier unsere Reihe zu dieser Branche in der Krise fort. Nach den kritischen Thesen zum »Umbau der Autoindustrie« von Wolfgang Schaumberg und der Kontroverse, die sich am Offenen Brief der attac-AG ArbeitFairTeilen an den Gesamtbetriebsrat von Opel/GM und der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung statt Massenentlassungen entzündet hatte (beide Beiträge im express 2/2010), nimmt Achim Bigus im vorliegenden Beitrag die Hoffnung auf das »grüne Auto« und eine technologisch verstandene Konversion als Auswege aus der Krise unter die Lupe.
Sparen? Grundverkehrt!
„Die Griechen" sollen nicht streiken und demonstrieren, heißt es, sondern gefälligst arbeiten und ihre Schulden begleichen.
Diplomatisches Mikadospiel
Oft ist es Diplomatie, wenn mit vielen wohlklingenden Worten wenig Substantielles gesagt wird. Oft sind es Politiker, die mit langen verschwurbelten Satzungetümen wenig Konkretes sagen. Bei Großereignissen - wie dem Treffen der NATO-Außenminister der NATO am 22/23. April in Tallin - bieten Arbeitsessen die Möglichkeit, Klartext zu reden oder die eigene Fähigkeit als diplomatischer Politiker und politische Diplomatin unter Beweis zu stellen.
Wer regiert die Welt?
Kommentar
Eine Weltordnung, hinweggeschwemmt von den Stromschnellen der Geschichte", so kommentierte Phil Stephens, Kolumnist der Financial Times, das Ende des Nachkriegssystems der multilateralen Finanzorganisationen.
Phantasiewelt „EU 2020“ – Krisenrealitäten heute
Krisenreaktionen der EU
In der EU ist alles im Schatten der Krise. Das gilt auch für die jüngst präsentierte EU 2020-Strategie der Europäischen Union, welche die bisherige Lissabon-Strategie aktualisieren soll. Dies hätte ein Anlass sein können, der Frage nachzugehen, inwieweit die Lissabon-Strategie zur aktuellen Krisendynamik beigetragen hat.
„Eine andere Gesellschaft muss liebevoller sein" (Teil 2)
GWR-Redakteur Bernd Drücke und Konstantin Wecker im Gespräch (Teil 2)
Am 21. Februar 2010 trafen sich der Liedermacher, Komponist und Autor Konstantin Wecker und Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke in Kassel zu einem zweistündigen Gespräch. Anknüpfend an den im April in der Graswurzelrevolution Nr. 348 veröffentlichten ersten Teil des Interviews drucken wir nun weitere Auszüge ab. (GWR-Red.)
Renaissance der Atomkraft in Britannien?
Langsam regt sich Widerstand
Die englischen Regierungen - ob Blair, Brown, oder jetzt Cameron - forcieren einen massiven Neubau von Atomkraftwerken, um alte Atomkraftwerke zu ersetzen und - so wird behauptet - die Klimaschutzziele zu erreichen. Im letzten Jahr wurden 10 Standorte für neue Atomkraftwerke benannt. Die Konzerne - insbesondere EDF, RWE, E.on, und die spanische Iberdrola - sitzen in den Startlöchern. Doch so langsam regt sich Widerstand.
Kriegsursachen beseitigen - Abrüsten - Konflikte zivil bearbeiten
Anmerkungen zur Friedenspolitik im Programmentwurf der LINKE
Die aktuelle offizielle Friedens- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland droht vorrangig zur ausschließlichen Militärpolitik zu verkommen. Zwar ist weiterhin von internationaler Verantwortung für den Frieden, von der Notwendigkeit der Abrüstung und Rüstungskontrolle
Krise zum Zweiten
Es war wohl zu früh, daß etliche Marktschreier der Finanzbörsen, ökonomische Schriftsteller und forsche Politiker bereits das Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise verkündet hatten. Sie hat nur Atem geholt, um neuen Anlauf zu nehmen.
Alice, Amendt und die Abtreibung
Man mag es kaum glauben, aber bei allen Differenzen die es zwischen einem der populärsten Antifeministen und einer populären Feministin gemeinhin geben kann, sind sich die beiden Prototypen des polemischen Extremismus doch in einem einig: Abtreibung geht schon irgendwie in Ordnung.
Vollzugsdefizit
staatlich erzwungene Schwarzarbeit in Knästen
Zu Beginn des Jahres 2009 erhielt das Komitee für Grundrechte und Demokratie Post von einem Häftling, der über 30 Jahre im Gefängnis gearbeitet hatte. Anlässlich seiner bevorstehenden Entlassung fragte er an, was denn nun mit seiner Rente sei. Diese Anfrage offenbart einen Skandal: Der Staat bzw. die Länder als Arbeitgeber von Häftlingen verweigern ihnen elementare soziale Grundrechte. Gefangene sind aus der Kranken- und Rentenversicherung ausgeschlossen und arbeiten zudem zu einem extremen Niedriglohn.


