Gesellschaft

Commoning the City

Vom Überleben zu Widerstand und Wiederaneignung

Bilder von Frauen, deren ausgestreckte Arme um Häuser und Plätze greifen, oder deren Körper in gegenseitiger Umarmung verschlungen sind oder die Fäden um sich und ihre Städte herum weben, dies alles mag eine idealisierte matriarchale Gesellschaft evozieren.

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Björn Höcke und sein völkisches Umfeld

Zur faschistischen Agenda der AfD

Nach der Bundestagswahl im September 2017 zog die AfD mit über neunzig Abgeordneten in den Bundestag ein. Nach dem Austritt Frauke Petrys aus der AfD wird nun von einem „Comeback“ Björn Höckes in der AfD gesprochen. Höcke gilt als der rechte Rand der rechten AfD. In den Massenmedien wird aber kaum erläutert, was das heißt.

 

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Rückkehr des Hauptwiderspruchs?

Anmerkungen zur aktuellen Debatte um den Erfolg der Neuen Rechten und das Versagen der „Identitätspolitik“

Donald Trumps Wahlsieg in den USA, der relative Erfolg der AfD hierzulande, das Votum für den britischen Brexit, die Entwicklungen in Frankreich, den Niederlanden und Österreich sprechen eine deutliche Sprache: Emanzipatorische Politikmodelle und die linke Kritik neoliberaler Hegemonie sind, von Ausnahmen abgesehen, in der Defensive. Angesichts dessen stellt sich die Frage nach Erklärungen, und so tobt in Feuilletons und Zeitschriften eine Debatte darüber, warum die (neoliberalen) Verhältnisse gegenwärtig vorrangig von rechts kritisiert werden.

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Warum die Frage der Klassenzugehörigkeit in Bildungsinstitutionen unbedingt wieder gestellt werden muss!

in (09.11.2017)

Über Klassenfragen zu sprechen ist eine Praxis, die heute im Vergleich zu anderen Differenzkategorien im wissenschaftlichen, aber vor allem im künstlerischen Bereich kaum mehr vorkommt. Bildungsinstitutionen determinieren durch Normierungen einerseits die Möglichkeit, dass klassenspezifische Artikulationen hörbar werden, oder sie vereinnahmen diese, sobald sie auf dem Wege der Kunst zum Ausdruck gebracht werden.

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Freiräume im Ruhrgebiet

Der Dokumentarfilm „Das Gegenteil von Grau“ zeigt den anderen Pott. Bernd Drücke und Merlin Sandow im Gespräch mit dem Filmemacher Matthias Coers

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen, anarchistische Zentren entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinschaftlich.

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"Lieber Türke als Papist!"

Reformation, Heilsglaube und Renegatentum
in (18.10.2017)
In seinem 1995 erschienenen Buch über "Piratenutopien" fragt der anarchistische Autor Peter Lamborn Wilson alias Hakim Bey, wie es eigentlich kam, dass in der Zeit vom ausgehenden 15. bis ins 18. Jahrhundert Tausende Europäer ihre Heimat verließen, um zum Islam überzutreten und sich in den sogenannten Barbariskenstaaten Nordafrikas oder im Osmanischen Reich niederzulassen. Das erscheint umso erstaunlicher, als die Abkehr vom Christentum nicht nur als unverzeihlicher Verrat tabuisiert war. Mehr noch war über die andere Religion wenig bekannt, und die islamische Welt wurde vor allem im Bild der "Türkengefahr" wahrgenommen – das es in gewandelter Gestalt immer noch gibt: Der Alptraum vom "Renegaten" kehrt in Form der Konvertiten, die in den Jihad ziehen, aus dem Dunkel der Geschichte wieder. Wilsons Frage ist eng verbunden mit derjenigen nach den treibenden Kräften der Reformation – und dem Grund ihres Scheiterns.
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Die Kapitalrezeption der Neuen Marx-Lektüre

Der Ausdruck »Neue Marx-Lektüre« wurde von den ProtagonistInnen dieser Strömung als positive Selbstzuschreibung entwickelt. Die Gründergeneration, prominent repräsentiert durch Hans-Georg Backhaus und Helmut Reichelt, waren als Adorno-Schüler einer dialektischen Sichtweise verpflichtet. Die jüngere Generation, insbesondere Michael Heinrich, orientiert sich an Louis Althusser und dessen Bannflüchen gegen den Empirismus, Historismus und Humanismus. Ich werde mich in dieser kurzen Skizze primär mit der Kapital-Interpretation von Michael Heinrich

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