Chefdiplomat versus Missionarin
Die Frage, ob die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, seit 1998 Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), einen Sitz im Stiftungsrat des „Zentrums gegen Vertreibung“ einnehmen soll, spaltet die politische Landschaft. Die von der SPD beantragte Aktuelle Stunde des Bundestages am 26. November 2009 machte dies erneut deutlich. Auch die neue Bundesregierung ist in dieser Frage gespalten.
Der neue GID: Rassismus in den Lebenswissenschaften
Inwiefern beleben humangenetische Forschungen über menschliche Diversität Vorstellungen von „Rasse” wieder neu? Der aktuelle Schwerpunkt des GID ist dieser alten und gleichermaßen hochaktuellen Dimension der Humangenetik gewidmet.
Ungleiche Freisprüche
Zehn Jahre justizielle (Nicht-)Aufarbeitung des Jugoslawien-Kriegs
Seit dem völkerrechtswidrigen Krieg der North-Atlantic Treaty Organisation (NATO) gegen die Bundesrepublik Jugoslawien (24. März bis 10. Juni 1999) stehen strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen weiter aus. Ein juristisches Nachspiel gab es dagegen für Menschen, die öffentlich zur Befehlsverweigerung aufgefordert hatten.
Soziale Arbeit und Anerkennung
Überlegungen zu einer gerechtigkeitsorientierten Konsolidierung von Disziplin und Profession
Handlungsfähigkeit, Selbstachtung, Selbstwirksamkeit, Autonomie - diese Gehalte Sozialer Arbeitsind assoziiert mit dem Begriff Anerkennung. In intersubjektiven Beziehungen, bezogen auf materielle, soziale und politischeZugangsmöglichkeiten, gesellschaftlichen Status, Gruppendifferenzen, Zugehörigkeiten und im Recht gilt Anerkennung als wesentlicher Aspekt der Wohlfahrtsproduktion.
Piratenbekämpfung
Verfehlter Militäreinsatz am Horn von Afrika
Die Somalia-Sicherheitskonferenz brachte am 23. April 2009 VertreterInnen von 23 Staaten zusammen, um Maßnahmen zur Stabilisierung Somalias zu beraten. Zwischen den Zeilen ging es jedoch allein um die somalischen Piraten und deren Bekämpfung. Das Ergebnis der Konferenz fiel entsprechend aus: Keine einzige politische Initiative wurde beschlossen. Dafür ließen die teilnehmenden Staaten 200 Millionen Euro für die Auf- und Ausrüstung von Militär und Polizei springen, nichtmilitärische Lösungsansätze blieben hingegen auf der Strecke.
Weibliche Kultur?
Mascha Kaléko: Die Leistung der Frau in der Kultur (auf eine Rundfrage)
Minusvisionen in der Mittelklasse.
Soziale Verwundbarkeit und prekärer Wohlstand als Leitbegriffe neuer sozialer Ungleichheiten.
Die Lage und die Zukunft der Mittelklasse[1] kehren auf die Bühne der Zeitdiagnostik und in die Arena politischer Verteilungskonflikte zurück. Erworbene soziale und berufliche Positionen verlieren an Stabilität und Gewissheit.
Der Erfolg der Ganztagsschule
– reformpädagogische Ideen, pädagogische Praktiken der Individualisierung und politische Konstellationen
Im letzten Jahrzehnt ist in Deutschland ein Trend zu beobachten, die tägliche Schulzeit auszuweiten Anvielen Grundschulen wurden in den 90er Jahren zunächst sogenannte „Verlässliche Halbtagsschulen" geschaffen, in denen die Kinder verbindlich bis 13.30 Uhr betreut werden
Von der Befreiungsbewegung zur Herrschaftspartei
20 Jahre nach der Unabhängigkeit Namibias: Politische Macht für die SWAPO bis ans „Ende der Geschichte"?
Ein klösterlicher Rückzug ist nicht möglich. Zur Debatte Soziale Bewegungen
Eine Entgegnung auf Franco "Bifo" Berardis Thesen
Ein Blick in die Ausgabe von Focus on Trade (Nr. 42), die direkt nach dem Scheitern der WTO-Verhandlungen 1999 erschien, zeigt: nicht triumphierender Jubel über die Erscheinung einer Antiglobalisierungsbewegung charakterisiert Walden Bellos einleitenden Beitrag, sondern eine sorgsame Wiedergabe des Scheiterns der Gespräche an den Streitpunkten Transparenz, Umwelt- und Arbeitsstandards und einer verärgerten afrikanische Delegation.


