Empören, Okkupieren, Verweigern
Sabotage im Alltag II (1)
Warum ist es – vor allem in Deutschland – so ruhig? Wo bleiben die Proteste?
Warum ist es – vor allem in Deutschland – so ruhig? Wo bleiben die Proteste?
Als Neues Deutschland in der Wochenend-Ausgabe vom 17. / 18. Dezember 2011 in der Aufmachung einen Teil ihrer Mitarbeiter – mit Foto – als Selbststeller für „Linksextremismus“ offenbarte, gab es – zum Teil noch anhaltend – Zustimmung bei Lesern, und auch Fachkollegen fanden dies als Gag gelungen, freilich ohne Nachahmungsempfehlung.
Am 30. September jährte sich in diesem Jahr zum 75. Mal der Geburtstag von Nicos Poulantzas.
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, gewinnen evangelikale Gruppierungen wachsenden Einfluss in Bildungseinrichtungen.
Einer Darstellung über den Rechtspopulismus sollte eine Definition voranstehen, zumindest aber der Versuch einer solchen. So muss zunächst die Stellung des Phänomens "Islamophobie" geklärt werden.
In seiner berühmten Kairiner Rede sagte Barack Obama, dass die USA keinen Krieg gegen den Islam führen. Die Konsequenz daraus wäre gewesen, auch das Huntington’sche Paradigma vom Kampf der Kulturen als „Folie für politische Entscheidungsfragen“ abzuschaffen. Dies jedoch ist leichter gesagt als getan, wie Werner Ruf analysiert, geht es doch darum, ein über Jahrzehnte aufgebautes Feindbild zu demontieren. Aber was würde das für die Legitimität der NATO bedeuten, zum zweiten Mal ihren Feind zu verlieren“?
Die Marx'sche Kritik der politischen Ökonomie bietet für drängende Fragen unserer Zeit wichtige Analyseinstrumente.
Soziale Bewegungen werden nicht am Reißbrett entworfen und brechen auch nicht als rätselhafte »Ereignisse« aus dem Nichts hervor. Sie entstehen aus verschiedenen Initiativen und Dynamiken, die sich komplex überlagern und überdeterminieren.
Gesellschaftliche Genderprobleme und ungerechte Geschlechterverhältnisse weltweit sind mit verantwortlich für den Klimawandel. Dennoch wird in der Erforschung der Ursachen des Klimawandels nicht auf Geschlechterverhältnisse eingegangen und werden klimaproblematische gender-spezifische ökonomische und Entwicklungs-Paradigmen tabuisiert.
"Dabei drückt Occupy! durchaus ein politisches Selbstverständnis aus: Praktiziert wird die Besetzung öffentlicher Räume. Plätze und Straßen werden zu Foren.
In keiner Gründungserzählung der Europäischen Union fehlt berechtigterweise der Verweis auf die unermesslichen Schrecken des Zweiten Weltkriegs nach jenen des Ersten Weltkriegs.