Theorie

Die letzte Konjunktur: organische Krise und „postneoliberale" Tendenzen

Mittlerweile, mehr als zwanzig Jahre nach Reagan und Thatcher, ist weithin anerkannt, dass die Ära des Fordismus passé ist und sich - je nach theoretischem Ansatz - ein „neues Produktionsregime" (Dörre), ein finanzmarktgetriebenes Akkumulationsregime bzw. sogar ein Finanzmarktkapitalismus (Aglietta, Chesnais), eine postfordistische Gesellschaftsformation (Hirsch), ein globales Empire (Hardt/Negri) bzw. ein transnationaler Hightech-Kapitalismus (Haug) als neue Produktions- und Lebensweise herausgebildet haben

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Ein beharrlicher Säer libertärer Ideen

Horst Stowasser (geboren am 7. Januar 1951 bei Wilhelmshaven - gestorben am 30. August 2009 in Ludwigshafen) - ein Nachruf
Am 30. August ist der anarchistische Schriftsteller Horst Stowasser im Alter von 58 Jahren in einem Ludwigshafener Krankenhaus an einer Sepsis gestorben. Acht Tage später fand eine bewegende Trauerfeier statt. Anknüpfend an die Trauerreden von Bernd Elsner (Projekt A), Lutz Schulenburg (Nautilus), Andreas Hohmann (FAU/Edition AV) und Dieter vom Eilhardshof hat der GWR-Koordinationsredakteur Bernd Drücke eine Trauerrede gehalten, die zusammen mit vielen Texten, Filmen und Tondokumenten auf der Horst Stowasser-Gedenkseite dokumentiert wurde.1 In dieser GWR drucken wir neben dem folgenden Nachruf von Bernd Drücke die Trauerreden von Lutz Schulenburg und Bernd Elsner, sowie die Erinnerungen von Marianne Enckell (GWR-Red.).
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Freiheitssinn

War Arminius am Ende gar ein Linker?
„Er war unstreitig Germaniens Befreier." Diesen folgenschweren Satz formulierte vor etwa 1900 Jahren der römische Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus über einen gewissen Arminius, Spross einer cheruskischen Häuptlingsfamilie und römischer Ritter, unter dessen Führung eine germanische Koalition im Jahre 9 n. Chr. drei römische Legionen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtet hatte.
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Undoing Theory

Kuratorisches Wissen und Handeln als kritische Praxistheorie
in (30.09.2009)

„A theorist is one who is undone by theory“. Ein_e Theoretiker_in ist jemand, die durch Theorie auseinandergenommen wurde.[1] Mit diesen Worten beginnt die Kunsthistorikerin Irit Rogoff einen Text, der sich mit der Rolle von Kritik und Theorie im kulturellen Feld auseinandersetzt.

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Was ist Praxis?

Von den Marx´schen Feuerbachthesen zu Bourdieus Praxeologie
in (29.09.2009)

Das Begreifen und Verändern unserer kapitalistischen Gegenwart und ihrer eingeschränkten Gestaltungsspielräume ist keine theoretische Frage, sondern eine praktische.

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Fälschung - oder wirklich tot?

Zur Diskussion um ein Foto Robert Capas aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939)
Es ist eines der berühmtesten Fotos der Geschichte: Robert Capas „Loyalistischer Soldat im Moment des Todes", auch bekannt als „The Falling Soldier", erstmals veröffentlicht am 23. September 1936 in der französischen Illustrierten Vu, später unter anderem (am 12. Juli 1937) im US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Life, und seither eine Ikone der engagierten Kriegsfotographie. Ein republikanischer Milizionär wird in der Einöde des spanischen campo in vollem Lauf von einer tödlichen Kugel getroffen. Das Foto ist gestellt. Vermutlich.
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Die Wahl und das atomisierte Individuum

Wie das Bedürfnis nach gesellschaftlichen Alternativen wieder entstehen könnte
in (23.09.2009)
Mitte August veröffentlichte das Allensbacher Institut eine vom 1. bis 12.8.2009 durchgeführte demoskopische Umfrage zur Stimmung in der Bevölkerung im Vorfeld der Bundestagswahlen. Die Ergebnisse widersprechen allzu einfachen libertären Hoffnungen auf die Folgen einer weit verbreiteten „Politikverdrossenheit". (Red.)
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