Ökonomie

Finanzielle Unabhängigkeit

Der Wert und die verrohten Subjekte der Kulturindustrien

Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit habe ich die Möglichkeit, mein anhaltendes Interesse an künstlerischer Arbeit und der Politik ihrer „Außergewöhnlichkeit“ über einen Masterstudiengang „Kulturindustrie“ zu verfolgen, der das Genre der „Kultur- und Kreativindustrien“ als Management-Ausbildung sowohl verkörpert als auch auf den Kopf stellt. Konkret konzentriert sich der Studiengang auf die Kluft zwischen der Widerstandsfähigkeit von Ideologien der Kreativität in der Wirtschaft und der tatsächlichen Prekarität der Arbeitsbedingungen.

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Vom Putsch zum Bürgerkrieg

In Myanmar radikalisiert sich der Widerstand
Ein Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar ist es der Junta trotz brutaler Gewaltanwendung nicht gelungen, die Proteste zu beenden. Im Gegenteil: Die Reputation des Militärs im Land befindet sich im vollständigen Niedergang. Weiter hat der ein Jahr andauernde Konflikt die gesamte politische Landschaft verändert.
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Muss das wirklich sein?

Hefteditorial iz3w 389 (März/April 2022)
Sie sind wieder erreichbar, die tropischen Strände, opulenten Königspaläste, stattlichen Buddha-Figuren und reich verzierten Tempel. Thailand öffnet sich wieder dem Tourismus. Ein harter Lockdown im letzten Corona-Sommer hatte der Branche noch einmal heftig zugesetzt. Aber seit dem 1. Februar ist eine Registrierung für die Einreise wieder möglich – für vollständig Geimpfte und gemäß einem Test & Go-Programm. Bei allem Covid-19-Frust und bei aller Anteilnahme für die Beschäftigten in der thailändischen Tourismusbranche fragen wir uns: Muss das wirklich sein? Neben den vielen Problematiken, die gerade auch deutscher Tourismus nach Thailand mit sich bringt, kommen 2022 politische hinzu.
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digital arbeiten

Editorial Berliner Debatte 3/2021

Was bedeutet es, digital zu arbeiten? Wer profitiert von der "schönen neuen Arbeitswelt", die durch die Digitalisierung entstanden ist? Wer und was kommt dabei zu kurz? Im Schwerpunkt "digital arbeiten" prüfen die Autor:innen Versprechungen der digitalen Arbeitswelt. Sie bieten Einblick in den Arbeitsalltag von Fahrradkurieren und die Funktionsweise der Plattformökonomie. Und sie diskutieren gesellschaftspolitische Fragen, die aus der Digitalisierung von Arbeit resultieren.

Außerdem im neuen Heft: Birgit Dahlke nimmt den 20. Todestag von Thomas Brasch zum Anlass, sich neu mit dem Werk des Dichters und Dramatikers auseinanderzusetzen. Und Jakob Ole Lenz zeigt, welche Bedeutung der jüdische Spätaufklärer Saul Ascher für Peter Hacks’ Abrechnung mit der Romantik hatte.

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Kindergerecht oder kapitalgetrieben?

Krisenmanagement im Corona-Kapitalismus

Seit Beginn der Corona-Pandemie stehen Schulen und Kindereinrichtungen immer wieder im Fokus der öffentlichen Debatte: Mal wurden Schulen über längere Zeit geschlossen, mal blieben sie trotz rasant steigender Infektionszahlen offen. Mit den Konsequenzen der Pandemie und des Krisenmanagements für Kinder und Jugendliche setzt sich der Beitrag von Michael Klundt auseinander. Dabei werden Implikationen erörtert, Ursachen und Anlässe unterschieden sowie Alternativen skizziert.

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Kann die Subalterne zahlen?

Die kolonialen Wurzeln der Finanzialisierung sozialer Reproduktion in Indien
in (24.11.2021)
Im vergangenen Jahrzehnt hat sich unter dem Begriff der finanziellen Inklusion eine neue, wirkmächtige Entwicklungsstrategie herausgebildet, die von einer breiten Koalition vorangetrieben wird. Sie propagiert nicht weniger als die Universalisierung formaler Finanzdienstleistungen, so dass alle Erwachsenen auf diesem Planeten ein Bankkonto besitzen, Zahlungen elektronisch abwickeln sowie Kredite und Versicherungen von Banken und anderen Finanzinstitutionen erhalten können - und diese Dienste auch regelmäßig nutzen.
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Finanzialisierung und "de-risking" in Sambias Energiewende: Perspektiven für nachhaltige Entwicklung?

"Nachhaltige Investitionen", "Grüne Fonds", "Grüne Anleihen" und "de-risking-Strategien": Mit den ambitionierten Zielen der Sustainable Development Goals (SDG) gehen fundamentale Veränderungen der Strukturen in der Entwicklungsfinanzierung einher, die sich mit dem Begriff der Finanzialisierung gut beschreiben lassen. Die Finanzierung erneuerbarer Energieprojekte gibt Aufschluss über diese Prozesse und zeigt, welche neuen Abhängigkeiten und veränderten Machtstrukturen mit der wachsenden Bedeutung privater Finanzierung und öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungsfinanzierung und speziell am Energie-/Entwicklungs-Nexus einhergehen.
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Theo Müller redet Klartext

Erinnern Sie sich noch an Hilmar Kopper, „Peanuts-Kopper“? Der damalige Sprecher der Deutschen Bank hatte die 50 Millionen DM, die der Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider Anfang der neunziger Jahre vielen Handwerkern schuldig blieb, „Peanuts“, Kleinigkeiten genannt. Peanuts wurde damals zum Unwort des Jahres erklärt. Für die Zeitung, hinter der sich angeblich immer ein kluger Kopf verbirgt, ließ sich Kopper daraufhin auf Bergen von Erdnüssen abbilden. Wie amüsant.

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Die Krise ist eine Wiedergeburt

Der Libanon wird erneut von Krisen gebeutelt: Nachdem der Bankensektor 2019 zusammenbrach, kam es zu massiven Protesten, die den Rücktritt der Regierung erzwangen. Die Corona-Pandemie verstärkte die Probleme und am 4. August 2020 erschütterte eine katastrophale Explosion die Hauptstadt Beirut. Wir sprachen mit dem libanesischen Autor und Kurator Ibrahim Nehme darüber, wie Kunst und Kultur in diesem Umfeld überleben.

 

iz3w: Bevor wir über Krisen sprechen, gibt es so etwas wie die »guten alten Zeiten« in Bezug auf Kunst und Kultur im Libanon?

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Nei und Wai

China in Eigenwahrnehmung und Außensicht

In der gegenwärtigen Berichterstattung über China ist immer wieder die Rede davon, China wolle "seine Narrative" in der Welt durchsetzen und die Berichterstattung über China kontrollieren. Aber was ist eigentlich die chinesische Sicht auf sich selbst? Und wie hat sie sich entwickelt? Umgekehrt hat auch der "Westen" seine China-Narrative, die der europäischen bzw. nordamerikanischen Sicht auf die Welt entstammen. Die Narrative beider Seiten haben ihre Wurzeln weit in der Vergangenheit.

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