Kastner, Jens

Jens Kastner ist Soziologe und Kunsthistoriker und lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Aktuelle Beiträge der Autorin / des Autors

Imaginarios im Buch

in (21.01.2016)

Am Beispiel staatlicher Imageproduktion in Mexiko um 1968 zeichnet Luis M. Castañedas Studie nach, inwiefern visuelle Kultur und politökonomische Entwicklungen ineinander verwoben sind. Um sich anlässlich der Sommerolympiade als moderner Staat zu präsentieren, der gleichsam eine harmonische Gesellschaft und ein wirtschaftliches Wunder verwaltet, wurden insbesondere „design and exhibitions as tools for social control and propaganda“ eingesetzt.

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Meine erste graswurzelrevolution

Relativer Zufall, Identifizierung und Kontinuität

„Die Bajonette der napoleonischen Armee“, schrieb Antonio Gramsci, hatten ihren „Weg von einem unsichtbaren Heer von Büchern und Broschüren geebnet“ bekommen. Bedrucktes Papier matters, sollte damit gesagt sein. Es hat Auswirkungen, ohne die so mancher Kampf nicht zu gewinnen, vielleicht erst gar nicht zu führen ist.

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Demokratie im Präsens im Buch

in (15.06.2015)

Der sicherlich wiederzuentdeckende Philosoph und Psychoanalytiker Cornelius Castoriadis, Mitbegründer der Gruppe Socialisme ou barbarie, beschreibt die Demokratie in seiner wohlwollenden Auseinandersetzung mit der griechischen Polis als „tragisches System“. Es beinhalte Selbstbeschränkung und Freiheit zugleich, in der Demokratie könnten die Menschen alles tun und müssten gleichzeitig lernen, dass sie nicht alles tun dürfen.

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Staat und Konsens

Stuart Hall als Vermittler, oder: Warum AnarchistInnen die Uhr umstellen
in (11.01.2015)

Vielleicht war Stuart Hall eine Art Verstärker. Jemand, dessen Positionen bestimmte Dinge deutlicher werden ließen und diese damit zugleich vermittelten. In dem Gespräch, das neun Schwarze feministische Theoretikerinnen auf Media Diversified über Halls Einfluss auf ihre Arbeit führen, wird diese Vermittlung jedenfalls immer wieder betont.

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