Internationales

Falscher Pioniergeist: Das schwedische Anti-Freier-Gesetz

„Er könnte ihr Nachbar sein, sogar ihr bester Freund. Oder vielleicht ist er ihr Arbeitskollege, oder jemand mit dem sie letztes Wochenende auf einer Party gesprochen haben. Er führt ein normales Leben – er ist verheiratet, hat Kinder, eine gute Arbeit – mit anderen Worten er ist ein ganz normaler Mann. Aber er kauft auch sexuelle Dienstleistungen und stützt dadurch den Markt für sexuelle Ausbeutung, Prostitution und Menschenhandel.

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Kämpfe an der Krisenfront: Occupy-USA nach den Räumungen

in (16.12.2013)

Drei Jahre nach dem drohenden Zusammenbruch der Finanzmärkte bot die Occupy-Bewegung in den USA eine Chance, die Linke neu zu formieren und dem sich wieder erstarkenden Neoliberalismus etwas entgegen zu setzen. Die gewaltsame Vertreibung der AktivistInnen von den innerstädtischen Plätzen setzte dem Prozess der Herausbildung einer konstituierenden Macht, eines historischen Blocks der „99 Prozent“ jedoch kaum zwei Monate später ein jähes Ende.

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Eigentor Brasilien – vom Elend eines Global Players

Dossiereditorial iz3w 340 (Januar/Februar 2014)

»Was bedeutet es, Schriftsteller zu sein in einem Land in der Peripherie der Welt, einem Ort, wo der Begriff Raubtierkapitalismus ganz bestimmt keine Metapher ist?« Mit diesen Worten begann der brasilianische Autor Luiz Ruffato seine kritische Festrede zur Eröffnung der Buchmesse in Frankfurt. Dort sollte das Gastland Brasilien gefeiert werden, jenes schon vom Schriftsteller Stefan Zweig beschworene »Land der Zukunft«. Ein Land, in dem sich laut Ruffato der Mythos von Toleranz und einer friedlichen ‚Vermischung der Rassen’ trotz tief eingeschriebener kolonialer Gewalt immer noch hält. Ein Land, in dem Wohnen, Bildung, Gesundheit und Erholung nach wie vor ein Privileg einer Minderheit sind, das gleichzeitig aber Unsummen für sportliche Großereignisse verpulvert.

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Ein katastrophales Klima

Hefteditorial iz3w 340 (Januar/Februar 2014)

Am 8. November traf der Taifun Haiyan die Ostküste der Philippinen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 380 Kilometern pro Stunde. Zurück blieben eine zerstörte Infrastruktur, über drei Millionen Obdachlose und tausende Tote. Nicht nur auf den Philippinen, wo über die Hälfte der Menschen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen muss und die Häuser dementsprechend billig gebaut sind, hätte ein solcher Sturm verheerende Auswirkungen gehabt.

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Konfliktivität und Territorium: Reflexionen über Bergbaukonflikte in Argentinien

Große Bergbauprojekte haben in den letzten Jahren an verschiedenen Orten Argentiniens bedeutende Konflikte und Widerstände ausgelöst. Gemeinden und Städte, die innerhalb des riesigen argentinischen Territoriums bisher kaum wahrgenommen wurden, etwa Esquel, Famatina, Chilecito, Andalgalá, Tinogasta, Belén; Jachal, Valle de Uco, Gan Gan, Ingeniero Jacobacci oder Loncopue zogen plötzlich verstärkte Aufmerksamkeit auf sich. Nach Informationen des Observatorio de Conflictos Mineros en América Latina (OCMAL 2012) haben so in Argentinien in den letzten zehn Jahren mindestens 25 Konflikte im Bergbau stattgefunden. Diese Dynamik trug zu einer Ausdehnung der Konfliktlandschaft bei und lenkte das Interesse auf jene Teile des Territoriums, die bis dahin lediglich als geographische Referenzpunkte zu existieren schienen.

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