Internationales

Zum Mitgenuss aufgerufen

Die Aktualität der Pariser Kommune von 1871

Vor 155 Jahren entstand mit der Pariser Kommune die erste Arbeiterrepublik der Welt. Zugleich herrschten in Frankreich und Deutschland Regime, die ihre Macht zum Teil mit populistischen Methoden sicherten. Florian Grams geht in seinem Beitrag den Parallelen zwischen der damaligen und der heutigen Situation nach und skizziert - mit Verweis auf die Erfahrungen der Pariser Kommune - Möglichkeiten aktuellen Eingreifens.

» mehr

Energie-Geopolitik

Das fossil-nukleare Imperium schlägt zurück

Eine sichere Energieversorgung ist mit geostrategischen Interessen verbunden und beeinflusst damit auch die Frage nach Krieg oder Frieden. Zugleich ist die Energieinfrastruktur verwundbar gegen kriegerische Auseinandersetzungen oder terroristische Angriffe. Die existenziellen Gefahren des fossil-nuklearen Systems für Mensch und Umwelt sind ein Grund mehr für eine zügige und umfassende Energiewende, findet Jürgen Scheffran.

» mehr

What can an Old Mine tell us About Just Transitions?

Gendered and Intersecting Inequalities After Coal

Across the world, coal mines are closing. Shafts fall silent, conveyor belts stop running. While in the past these closures often stemmed from empty or uncompetitive pits, today closures are happening as a result of rapidly shifting geopolitics, changing markets, but also as milestones on the road to decarbonisation - often presented as signs of progress in climate action. Yet for communities living in and around former coal regions, the end of mining is not simply an environmental success story. It is a profound social rupture.

» mehr

Trumps Iran-Krieg

Mittel zur Dominanz über Rohstoff-Transportwege

Geht es im Iran-Krieg direkt um das Öl des Landes? Wohl nicht vorrangig. Das Augenmerk der Trump-Regierung dreht sich allen Aussagen nach um eine deutlich entscheidendere Schnittstelle. Ihr ultrakonservatives Programm »Make America Great Again« benötigt nach innen die Schwächung demokratischer Organe zur Konzentration auf die Präsidialmacht. Nach außen braucht es die brachiale Erneuerung globaler US-Wirtschaftshegemonie – weniger mittels der Kontrolle der Ressourcen an sich, sondern vielmehr der Ressourcen-Transportwege.

» mehr

Umkämpfter »Frieden«

Friedensvisionen feministischer Antikriegsbewegungen

Was »Frieden« in einem aktiven Krieg bedeuten kann, ist häufig umkämpft. Im Kontext des Russland-Ukraine-Krieges dominiert in öffentlichen Diskursen meist ein Verständnis von Frieden als Waffenstillstand, Ordnung oder geopolitischem Deal. Feministische Antikriegsbewegungen stellen dem andere Vorstellungen entgegen, die auch weit über die Kritik des Kriegshandelns hinausweisen. Am Beispiel des russischen Antikriegsnetzwerks »Feminist Anti-War Resistance« zeigt der Beitrag, wie dieses Frieden als soziale, demokratische, dekoloniale praktische Utopie vordenkt – und vorzuleben beginnt.

» mehr

Jünger, europäisch und auf keinem Auge blind

Voraussetzungen für ein Wiedererstarken der Friedensbewegung

Deutschland erlebt die größte und gefährlichste Aufrüstung sowie die stärkste innergesellschaftliche Militarisierung seit 1945 mit gigantischen Kosten und Folgen für die Zukunft des Landes. Ähnliches geschieht in den meisten Mitgliedsstaaten der EU. Gegen diese gefährliche Entwicklung müssten viele Menschen demonstrieren und Widerstand leisten. Doch die deutsche Friedensbewegung brachte bei Demonstrationen der letzten Jahre nur wenige zehntausend Menschen auf die Straße. Was sind die Ursachen für diese Mobilisierungspleiten?

» mehr

Anarchie bleibt unser Ziel

Editorial Graswurzelrevolution Nr. 510, Sommer 2026

Liebe Leser*innen,

 

als Graswurzelrevolution-Redakteur habe ich das Glück, Menschen kennenzulernen, die von einer freiheitlich-sozialistischen Gesellschaft jenseits von Herrschaft und Gewalt träumen. Zu meinen eindrücklichsten Begegnungen zählten die Treffen und intensiven Gespräche mit den Anarchosyndikalisten Helmut Kirschey (1913–2003) (1) und Abel Paz (1921-2009) (2), die die Soziale Revolution in Spanien 1936 erlebt und mitgestaltet haben.

 

„Anarchie ist nur gewaltfrei denkbar, sie bleibt das Fernziel der Menschheit.“
 

» mehr

Was bleibt von Rojava?

Diktatfrieden versus Emanzipation und Selbstverwaltung?

Im Januar und Februar 2026 berichteten Maria Blauwig und Robert Krieg mit mehreren Artikeln in GWR 506 und GWR 507 über die dramatischen Entwicklungen in Syrien und das drohende Ende der autonomen Selbstverwaltung in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien). Daran knüpft der folgende Beitrag von Dr. med. Michael Wilk an. Der Notarzt und Psychotherapeut reist seit 2014 nach Rojava und ist Herausgeber von „‚Erfahrung Rojava‘ Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien“ (Edition AV 2022).

» mehr

Atomwaffen stehen nicht alleine

Strukturen nuklearer Gewalt und pazifischer Widerstand

Mit verheerenden Folgen wurden im Pazifik über vier Jahrzehnte durch heutige NATO-Staaten Atomexplosionen durchgeführt. Als sogenannte »Tests« standen sie im Zeichen der Wissenschaft und dienten zugleich der gezielten politischen Darstellung von nuklearer Potenz. Die Folgen stehen in engem Zusammenhang mit sozial-­ökologischen Krisen in der Region, seien es Gesundheitskrisen, der Klimawandel, die Erosion kultureller Integrität, Naturzerstörung oder (post-)koloniale Abhängigkeiten.

» mehr

Ozean am Rande der Welt?

Westliche Kartographien zeigen die Weite Ozeaniens: schier unendliche Nu­ancen des Blau, akzentuiert mit kleinen, teils unsichtbaren Punkten, die Inseln, Inselgruppen und Eilande indizieren. Diese Perspektive als weiter, abgelegener Raum am Rande der Welt prägt das Handeln globaler Großmächte seit jeher. Doch was geschieht, wenn Ozeanien nicht mehr als verstreute Inseln in einem Meer am Ende der Welt, sondern als »Meer der Inseln« begriffen, als ein größeres Ganzes, als ein Kontinent im Wasser erkannt wird?

» mehr
Subscribe to Internationales