Internationales

Was bleibt von Rojava?

Diktatfrieden versus Emanzipation und Selbstverwaltung?

Im Januar und Februar 2026 berichteten Maria Blauwig und Robert Krieg mit mehreren Artikeln in GWR 506 und GWR 507 über die dramatischen Entwicklungen in Syrien und das drohende Ende der autonomen Selbstverwaltung in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien). Daran knüpft der folgende Beitrag von Dr. med. Michael Wilk an. Der Notarzt und Psychotherapeut reist seit 2014 nach Rojava und ist Herausgeber von „‚Erfahrung Rojava‘ Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien“ (Edition AV 2022).

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Atomwaffen stehen nicht alleine

Strukturen nuklearer Gewalt und pazifischer Widerstand

Mit verheerenden Folgen wurden im Pazifik über vier Jahrzehnte durch heutige NATO-Staaten Atomexplosionen durchgeführt. Als sogenannte »Tests« standen sie im Zeichen der Wissenschaft und dienten zugleich der gezielten politischen Darstellung von nuklearer Potenz. Die Folgen stehen in engem Zusammenhang mit sozial-­ökologischen Krisen in der Region, seien es Gesundheitskrisen, der Klimawandel, die Erosion kultureller Integrität, Naturzerstörung oder (post-)koloniale Abhängigkeiten.

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Ozean am Rande der Welt?

Westliche Kartographien zeigen die Weite Ozeaniens: schier unendliche Nu­ancen des Blau, akzentuiert mit kleinen, teils unsichtbaren Punkten, die Inseln, Inselgruppen und Eilande indizieren. Diese Perspektive als weiter, abgelegener Raum am Rande der Welt prägt das Handeln globaler Großmächte seit jeher. Doch was geschieht, wenn Ozeanien nicht mehr als verstreute Inseln in einem Meer am Ende der Welt, sondern als »Meer der Inseln« begriffen, als ein größeres Ganzes, als ein Kontinent im Wasser erkannt wird?

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Ruth Weiss (1924-2025)

Nachruf
in (04.03.2026)

Am 5. September 2025 verstarb Ruth Weiss, sie wurde 101 Jahre alt. In ihrem langen und bewegten Leben zwischen dem südlichen Afrika und Westeuropa wirkte sie als aufmerksame Beobachterin und kluge politische Kommentatorin der Ereignisse und Umbrüche in ihrer Heimat in Franken, ihrem Exil in Johannesburg, in Salisbury (dem heutigen Harare) und Lusaka. Als Kind der jüdischen Familie Löwenthal in Fürth geboren, floh sie wegen der antisemitischen Verfolgung in der NS-Zeit mit ihrer Mutter und Schwester 1936 nach Südafrika. Dorthin war ihr Vater bereits drei Jahre zuvor emigriert.

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Das Ende der autonomen Selbstverwaltung in Rojava?

„Wir bereiten uns auf alle Szenarien vor“

Die Demokratische Autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (Daanes) steht am Abgrund. Überraschend war, wie schnell es den militärischen Kräften des neuen islamistischen Gewaltregimes in Damaskus gelang, große Teile von Rojava (kurd.: Westkurdistan), dem autonomen Gebiet im Nordosten Syriens, zu besetzen. Die Schlüsselrolle hatten dabei arabische Stämme übernommen, die bis dahin mit der Daanes und deren Selbstverteidigungseinheiten, bekannt unter dem Namen „Syrian Democratic Forces“ (SDF), verbündet waren. 

 

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154 Jahre sind genug

Für das Recht auf Abtreibung!
in (24.02.2026)

Der Kampf gegen das Verbot der Abtreibung ist auch ein Kampf um globale soziale Rechte. Die feministische Forderung nach Selbstbestimmung gilt es weiterzuverfolgen.

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Gerechtigkeit wird erkämpft!

Globale soziale Rechte als Rahmen für internationalistische Forderungen
in (24.02.2026)

Aus mindestens sechs Gründen ist der Begriff der globalen sozialen Rechte nützlich für linke politische Perspektiven. Ihr Adressat sind weniger staatliche Institutionen als die Akteur*innen, die sie einfordern.

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Zur Eskalation der politischen Krise in den USA

Seit einigen Wochen eskaliert die innenpolitische Situation in US-Städten, insbesondere, nachdem die durch die Trump-Administration aufgerüstete Bundesbehörde US Immigration and Customs Enforcement bei der Verfolgung von Migrantinnen und Migranten zwei weiße Menschen mit US-Staatsbürgerschaft getötet hat. In diesem Blogbeitrag analysiert Serhat Karakayalı die aktuelle Situation. Sein Text ist ein Update der von ihm im Dezember veröffentlichten Analyse zur aktuellen Migrationspolitik in den USA.

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Debanking

Deutsche Banken und die Anti-Antifa-Politik des Trump-Regimes

Das Trump-Regime hat die „Antifa-Ost“ und den Antifaschismus allgemein als terroristisch eingestuft. Agieren die Postbank, die Sparkassen, aber auch die sozial-ökologische Gemeinschaftsbank GLS nun als verlängerte Arme des Trump-Regimes? Offensichtlich. Der antifaschistischen Hilfsorganisation Rote Hilfe, der DKP und dem Anarchist Black Cross wurden die Konten gekündigt. Auch die GWR ist vom Debanking betroffen. So wurden zwei Konten von Buchverlag und Zeitschrift Graswurzelrevolu-tion schon im Juli 2025 von der Postbank ohne Angabe von Gründen gekündigt. (GWR-Red.)

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„Wir sterben nicht für eure Kriege!“

Mit Empathie gegen Faschismus, Militarisierung, Sexismus und Rassismus

Editorial Graswurzelrevolution Nr. 505
 

Liebe Leser*innen,
 

mit einem Vermögen von rund 1.000 Milliarden US-Dollar, ist Elon Musk der erste Trillionär der Weltgeschichte. Der Rechtsextremist behauptet, dass „Empathie die grundlegende Schwäche der Zivilisation“ sei. Dazu passt als Entgegnung ein Zitat von Hannah Arendt: „Der Tod der menschlichen Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Kultur gerade in Barbarei verfällt.“

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