Internationales

Kapitalismus und Moderne

Für einige Jahre war das „K“-Wort im politischen wie auch im wissenschaftlichen Jargon ziemlich verpönt. Zumal die aktuellen Krisen der Weltwirtschaft haben Fragestellungen erneut auf die Tagesordnung gesetzt, die Kapitalismus beim Namen nennen und eine Wiederaufnahme kritischer Analyse aktuell erscheinen lassen. Eine Neubefassung steht in gewisser Weise vor einem Dilemma: zum einen sich zu hüten, das Rad neu zu erfinden, sondern sich jener Riesen zu vergewissern, auf deren Schultern wir stehen; zum andern aber jene Umbrüche zu berücksichtigen, die im Lauf der letzten zweieinhalb Jahrzehnte weltweit dem Gesellschaftssystem des Kapitalismus einmal mehr ein anderes Gepräge verliehen haben.

» mehr

Riots in Stockholm

Ein Interview mit Basar Gerecci von der Stadtteilgruppe Megafonen

Ende Mai kam es in Stockholm zu mehrtägigen Unruhen mit über hundert ausgebrannten Autos, Angriffen auf Polizeidienststellen und nächtelangen Straßenschlachten.

» mehr

Das System ILVA

Proteste im italienischen Stahlwerk
in (16.08.2013)

Mobilisiert von den großen italienischen Gewerkschaften FIM, FIOM, CGIL und UIM demonstrierten am 2. August 2012 ArbeiterInnen in Taranto unter dem Motto „Lieber Krebs als arbeitslos“.

» mehr

PERIPHERIE-Stichwort "Spielarten des Kapitalismus"

In den vergangenen zehn Jahren hat im Bereich der Vergleichenden Politischen Ökonomie der sogenannte „Spielarten des Kapitalismus“-Ansatz (Varieties of Capitalism, VoC) einen quasi kanonischen Status errungen. Die von Peter Hall und David Soskice (2001) entwickelte Gegenüberstellung von „Coordinated“ und „Liberal Market Economies“ (CMEs/LMEs) hat inzwischen eine Vielzahl akademischer Studien angeleitet und insbesondere nach der globalen Finanzkrise auch zunehmend Eingang in die öffentliche Diskussion gefunden.

» mehr

Chávez: Revolution als Spektakel

Eine kritische Bilanz des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ aus Sicht lateinamerikanischer und venezolanischer Libertärer

Zu den Trauerfällen, die weltweit viele Linke 2013 bewegen, gehört der Tod von Hugo Chávez am 5. März 2013. Noch im Oktober 2012 hatte Chávez die Präsidentenwahl gewonnen. Von vielen Linken wurde und wird sein „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ als antiimperialistisch oder sogar als beispielhaft sozialistisch dargestellt. Chávez – ein Vorbild für die Linke weltweit? Nicht so für venezolanische AnarchistInnen um deren Zeitung El Libertario, die eine qualifizierte Kritik vorgetragen haben, welche sich grundsätzlich von bürgerlich-konservativer Kritik unterscheidet. (GWR-Red.)

» mehr
Subscribe to Internationales