Bildung & Wissenschaft

Lehre im Zeitalter von KI

Antiwissenschaftlicher Habitus durch KI-gesteuerte wissenschaftliche Tätigkeiten?

Dieser Essay thematisiert, wie der unreflektierte Einsatz von KI in Studium und Lehre den mündigen Denkprozess erodiert, für den es als Produktivkraft eingesetzt wird. Ausgangspunkt sind Praxiserfahrungen, bei denen die studentische Nutzung von Large Language Models einen geradezu antiwissenschaftlichen Habitus hervorbringt, in dem die intellektuelle Aneignung und Reflexion von Gedanken eine untergeordnete Rolle spielt und so den Bildungsprozess gefährdet. Dabei werden Spannungsfelder der Studierenden in den Blick genommen, aus denen sich Motivlagen begründen lassen.

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KI als neuer Recruiter

Wie KI-Systeme Frauen im Bewerbungsverfahren benachteiligen

In der Arbeitswelt 4.0 1 werden Personalauswahlverfahren zunehmend mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI)2 durchgeführt. Die Digitalisierung des Recruitings verspricht Objektivität, doch wie der Amazon-Fall aus dem Jahre 2017/2018 zeigt, können KI-Systeme diskriminierende Züge gegenüber Frauen und gesellschaftlichen Minderheiten entwickeln. Mit dem EU AI Act, dem ersten Gesetz bezüglich KI, trat 2024 erstmals eine verbindliche Regulierung in Kraft, um fehlerhafte Informationsverarbeitung zu vermeiden. Doch reicht das aus?

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„Information ist die Grundbedingung einer lebenden Demokratie“

Eine Idee wird 40

1986 haben Gentechnikkritiker*innen, Feminist*innen und Computernerds den Aufbruch gewagt, um das Gen-ethische Netzwerk (GeN) zu gründen. Wir erinnern an ihre Ideen und blicken auf die Entwicklungen, die die Informationsarbeit des Netzwerks seitdem mitgeprägt haben.

Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/278

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Money makes the belly round

Kinderwunsch als globales Geschäft

Was kostet eine Kinderwunschbehandlung? Sollten Eizell„spender*innen“ entlohnt werden? Und was ist der Preis für eine Leihschwangerschaft? Bei Reproduktionstechnologien geht es oft um Geld. Was kaum thematisiert wird, ist die Marktlogik dahinter. Dieser Schwerpunkt bietet eine kritische Analyse.

Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/277

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Kidfluencing als digitale Kinderarbeit?

Zur Kommodifizierung und Kommerzialisierung von Kindheit im Internet
Der Begriff „Kidfluencer“ bezieht sich auf Kinder und Jugendliche, die durch das Erstellen und Teilen von Inhalten auf Social-Media-Plattformen an Popularität gewonnen haben. Kidfluencing kann stark kommerzialisiert sein und verschiedene Markenkooperationen, Sponsoring und andere kommerzielle Unternehmungen umfassen. Basierend auf einem theoretischen Rahmen, der die Perspektive von Kindern als sozialen Akteuren im digitalen Bereich mit soziologischen Ansätzen zu akzeptabler bzw. potenziell ermächtigender child work und zu schädlicher und ausbeutender child labour verbindet, analysiert dieser Beitrag das Phänomen Kidfluencing anhand von Fernseh- und Online-Dokumentationen über deutschsprachige Kidfluencer und ihre Eltern sowie einer netnografischen Analyse ihrer Social-Media-Konten. Die Analyse zeigt, dass beim Kidfluencing altersspezifische Praktiken von Freundschaften und Freizeitgestaltung digital kommerzialisiert werden, um Traffic in sozialen Medien zu generieren und Werbekontexte für Produktplatzierungen zu schaffen. Kidfluencer sind ein wichtiger Bestandteil digitaler Lieferketten und führen oft alle Aufgaben der Inhaltserstellung selbst aus. Aspekte der Kommerzialisierung werden jedoch in der Regel zwischen Eltern und Fachleuten ausgehandelt, was zu einem Risiko der Ausbeutung von Kindern führen kann.
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Die Französische Revolution und die Kriegsdienstpflicht

Deutschland will „kriegsfähig“ werden, deshalb steht auch die Wiedereinführung der Militärdienstpflicht auf dem Programm. Der Bürger (und immer mehr auch die Bürgerin) soll den Staat, „unsere Freiheit“, „unseren Wohlstand“ im Prinzip weltweit verteidigen. Für diesen Zweck werden viele Freiheiten eingeschränkt, und vom Wohlstand bleibt auch nicht mehr viel übrig, wenn immer mehr Geld in die Aufrüstung fließt. Eine „Freiheit“ gibt es zumindest für die Soldatinnen und Soldaten nicht.

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Gewalt neu denken?

Konferenz, Leibniz Zentrum Moderner Orient, Berlin, 29.-30. Oktober 2025

Die Konferenz »Rethinking the Past, Present and Future of Violence« am Leibniz Zentrum Moderner Orient brachte Ende Oktober 2025 die Arbeitsgruppen »Gewaltordnungen« und »Soziologie der internationalen Beziehungen« (IPS) der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) zusammen. Die Arbeitsgruppen näherten sich ähnlichen Themen aus unterschiedlichen Forschungsperspektiven, was zu einem fruchtbaren Austausch über die aktuelle Dynamik der internationalen Beziehungen und Gewaltordnungen führte.

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Wessen Schätze?

Globale Konflikte um genetische Ressourcen

Mithilfe von Biotechnologien wird das genetische Material von Pflanzen und anderen Organismen zunehmend nutzbar gemacht. Vieles davon stammt aus dem Globalen Süden, doch die Gewinne sichern sich meist Konzerne aus dem Globalen Norden. Internationale Abkommen zielen auf eine gerechtere Verteilung ab. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Alle Artikel im Schwerpunkt unter: https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/publikationen/gid/276

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Which Side Are You On?

Über die Schwierigkeit einer linken Position zur Sterbehilfe

Die Sterbehilfe stellt ein umstrittenes Thema in der politischen und wissenschaftlichen Debatte dar. Meike Gerber und Robin Iltzsche schreiben in ihrem Beitrag über Hintergründe der oftmals dualistisch geführten Aushandlung und skizzieren zwei dominante und widersprüchliche Positionen.

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