Internationales

Der Menschenfischer von Marseille

Varian Fry und die Rettung von Flüchtlingen 1940/41

Wenn rechte Parteien erst einmal an der Macht sind, setzen sie bald ihr politisches Programm um. Dies zeigte die NS-Diktatur ab dem 30. Januar 1933. Personen, die dieses Regime ablehnten, mussten um ihr Leben fürchten - und einige flüchteten, soweit dies noch möglich war. Flucht, aber wohin? In manchen Fällen halfen engagierte Unterstützer. Karlheinz Lipp erinnert an die Aktivitäten von Varian Fry.

» mehr

Nachgefragt: Syrien nach der Diktatur?

Interview mit Sophie Bischoff, Adopt a Revolution

Im Dezember 2024 fiel das Regime al-Assad. Eine über 50 Jahre währende Diktatur in Syrien wurde damit beendet. Zum ersten Mal seit vielen Jahren können Syrer*innen weltweit aufatmen. Viele kehren nun aus dem Exil in ihre Heimat zurück, und sei es nur für einen ersten Besuch. Aber auch solidarische Aktivist*innen, die seit über einem Jahrzehnt versuchen, die Arbeit der syrischen Zivilgesellschaft trotz Diktatur und Krieg aus dem Ausland zu unterstützen, konnten erstmals einreisen.

» mehr

Unterlassene Hilfeleistung?

Die internationale Gemeinschaft und ein möglicher Völkermord im Sudan

Vergangene Gewaltexzesse gegen einzelne Bevölkerungsgruppen machen eine Gesellschaft besonders anfällig für einen erneuten Ausbruch von Massengewalt. Dieses Risiko von Gräueltaten steigt im Kontext eines bewaffneten Konfliktes noch einmal signifikant an. Der brutale Krieg im Sudan ist vor diesem Hintergrund mehr als nur ein »vergessener Konflikt«. Die verfehlte Politik der Staatengemeinschaft hat zentral zur Konflikteskalation und humanitären Katastrophe im Sudan beigetragen – rund 20 Jahre nach dem Völkermord von Darfur drohen erneut genozidale Massenverbrechen im Westen des Landes.

» mehr

Westpapua

Am Rande Indonesiens, abseits der Nachrichten

Der Konflikt in Westpapua ist seit über 60 Jahren ein vergessener Konflikt. Eine fortgeführte Kolonialisierung, ein Versagen der internationalen Politik und geopolitische sowie ökonomische Interessen steuern die (Un-)Sichtbarkeit des Konflikts. Verbunden ist dies alles mit nationaler politischer Propaganda und der Kontrolle über Informationen, Medien und dem durch die indonesische Regierung erschwerten physischen Zugang in die Region – auch unter Anwendung von Druck und Gewalt sowie der Steuerung der lokalen Politik.

» mehr

Forest

As a result of the worsening ecological crisis, the diverse relationships between our societies and their supposedly ‘natural’ environments are increasingly being put to the test and demand a reorientation of our relationship with non-human living beings and the habitats we share. In this special issue, we would like to focus on one of these habitats, the forest.

» mehr

Call for Papers "Wald"; PERIPHERIE, Ausgabe 180 (erscheint im Winter 2025)

Infolge der sich zuspitzenden ökologischen Krise stehen die vielfältigen Beziehungen unserer Gesellschaften mit ihrer vermeintlich „natürlichen“ Umwelt zunehmend auf dem Prüfstand und verlangen eine Neuorientierung unseres Verhältnisses zu nicht-menschlichen Lebewesen sowie zu den gemeinsam genutzten Lebensräumen. Mit diesem Schwerpunktheft möchten wir einen dieser Lebensräume, den Wald, in den Blick nehmen.

» mehr

Heimat schaffen, nicht sich nehmen

Anti-Imperialismus und Anti-Zionismus, gesehen von Südafrika heute
in (21.01.2025)
South African Jews for a Free Palestine beziehen eine klare Position für eine Geschichte antiimperialer, anti-zionistischer jüdischer Visionen der Befreiung. (Dieser Text beruht auf einem Redebeitrag auf der Global Day of Action for Palestine Rally an der Sea Point Promenade, Kapstadt, Südafrika, am 13. Januar 2024. Er wurde zuerst unter dem Titel „Making Not Taking Home: Anti-Imperialism and Anti-Zionism from South Africa Today“ am 17. Februar 2024 in African Arguments veröffentlicht. Die Redaktion dankt für die Erlaubnis zur deutschen Veröffentlichung.)
» mehr

75 Jahre Grundgesetz - 75 Jahre NATO

Eine Zeitreise

2009 wagte der marxistische Historiker Eric J. Hobsbawm (1917-2012) in seinem letzten deutschen Interview eine Zukunftsprognose, die unseren Autor Gerhard Schäfer seit seiner ersten Lektüre beschäftigt: "Meine geschichtliche Erfahrung sagt mir, dass wir uns […[ auf eine Tragödie zubewegen. Es wird Blut fließen, mehr als das, viel Blut, das Leid der Menschen wird zunehmen, auch die Zahl der Flüchtlinge.

» mehr
Subscribe to Internationales