Ein Provokateur als Meinungsführer

Thilo Sarrazin treibt die politische Klasse vor sich her
Rassistische Kampagnen in Deutschland funktionieren am besten, wenn sie von echten Profis organisiert werden. Solche sitzen in der Redaktion von Bild. Mit den vorab in mehrfacher Millionenauflage verbreiteten "exklusiven Auszügen" aus Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" diktierte Kai Diekmanns Eingreiftruppe wochenlang Thema und Richtung der politischen Debatte.
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Wer ist da eigentlich nostalgisch?

in (16.09.2010)

Warum wirken die StudentInnenproteste sozialnostalgisch? Der Widerstand gegen die Unterwerfung des Bildungswesens und der allgemeinen Wissensproduktion unter die Interessen der Wirtschaft und des Marktes erweckt oft den Eindruck, und zwar nicht nur bei ihren GegnerInnen, als würden sich die Protestierenden nach dem alten Wohlfahrtsstaat sehnen;

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Politik der harten Hand

Ungleiche Sicherheit und sichere Ungleichheit in Zentralamerika
Gewalt und Kriminalität etwa durch Jugendbanden treten als drängende Probleme für die Gesellschaften der zentralamerikanischen Länder immer mehr in den Vordergrund. Doch die dominanten repressiven Strategien tragen nicht zu ihrer Eindämmung bei. Statt an den Ursachen zu rütteln, setzen die Eliten weiter auf sozialen Ausschluss benachteiligter Gruppen.
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Zur Situation in Ungarn

Karl Pfeifer im Interview
Karl Pfeifer im Interview: Karl Pfeifer, geb. am 22. August 1928 in Baden bei Wien, ist ein österreichischer Journalist. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet er als Wiener Korrespondent des israelischen Radios, als freier Journalist des monatlich erscheinenden antifaschistischen Londoner Magazins »Searchlight« und der Budapester Wochenzeitung »Hetek«. Pfeifer gehört auch dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes an. Im Jahr 2008 produzierte Mary Kreutzer für die »Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung« einen Dokumentarfilm über sein Leben: »Zwischen allen Stühlen. Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer«.
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Alles Bananenrepubliken oder was?

Themenschwerpunkteditorial iz3w 320 (September/Oktober 2010): Zentralamerika
»Korruption und Klüngel - Bananenrepublik Deutschland?« lautete der Titel der »Phoenix Runde« vom 23. Februar 2010. Die obligatorischen vier Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten über die Frage, ob man es mit einer »Bundes- oder Bananenrepublik« zu tun habe1. Was immer das eigene Urteil dazu sein mag: Momentan erinnert zumindest die Farbgebung der Regierungskoalition an die beliebteste Südfrucht, wenn diese etwas angematscht ist.
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Der Gebrauchsanleitungs-Kapitalismus

Dreimal hier geschraubt, dreimal dort gehämmert - schon wird alles gut?
in (09.09.2010)

Die Krise hat den Ruf des Kapitalismus beschädigt, auch im Mainstream häufen sich kritische Fragen. Da kommt das Buch von Dullien, Herr und Kellermann wie ein Seufzer der Erleichterung: Es geht doch, das Wirtschaftsmodell, das allen Menschen zugute kommt - wir müssen den Kapitalismus gar nicht abschaffen.

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