Theorie
Teil des Problems
Warum Linkspopulismus nicht Teil der Lösung sein kann
In Forum Wissenschaft 1/2017 widmeten wir uns ausführlich der Debatte um "Populismus". Dabei wurden auch Thesen vorgestellt, die sich für einen Populismus von links stark machten. Carsten von Wissel kritisiert diese Haltung und erläutert, warum weniger Verständnis für Populismus für die Demokratie gut wäre.
Männer und Frauen - Krieg und Frieden
Über den Zusammenhang von Geschlechterverhältnis und Krieg
Männer führen Krieg. So lautet die weithin gängige Formel, wenn es um geschlechtsspezifische Betrachtungen zu Fragen von Krieg oder Frieden geht. Bisweilen verbunden mit dem Umkehrschluss, dass es weniger Krieg gäbe, wenn Frauen die Welt regieren würden. Inwieweit aber Geschlechterfragen für Krieg oder Frieden eine Rolle spielen, hat Gert Krell untersucht.
"I didn’t break any laws"
Über die Produktion von Un-/Glaubwürdigkeit
Auseinandersetzungen um sexuelle Grenzüberschreitungen erregten in den letzten Jahren große mediale Aufmerksamkeit, beispielhaft erwähnt seien hier der Fernsehwettermoderator Jörg Kachelmann, die Auseinandersetzungen um den FDP-Politiker Rainer Brüderle und der "Fall" Gina-Lisa Lohfink. In allen Beispielen spiegeln sich gesellschaftliche Machtverhältnisse, gemischt mit Fragen nach juristisch angemessener Würdigung und dem (un)verantwortlichen medialen Umgang.
Stände, Klassen, Kunst
Zum gesellschaftlichen Status und Gebrauch symbolischer Güter.
Stände, Klassen, Kunst. [1] In seinem Essay Die künstlerische und literarische Noblesse aus dem Jahre 1863 entwirft Xaxier Heuschling das Bild einer dem Adel allein zukommenden zivilisatorischen Mission und den Adelsstand auszeichnenden Standes-Ethos: „Diese durch und durch zivilisatorische Mission besteht darin, von Generation zu Generation Traditionen von Vornehmheit, des guten Tons, der Höflichkeit im zwischenmenschlichen Umgang, des guten Geschmacks in den Künsten, d
Die Bedeutungen von tubaabité
Rassismuskritische Perspektiven auf das postkoloniale Dakar
Keywords: whiteness, racism, colonization, postcolony, Grounded Theory, toubab, Senegal, Dakar
Schlagwörter: weißsein, Rassismus, Kolonisierung, Postkolonie, Grounded Theory, tubab, Senegal, Dakar
„Wenn du in Dakar einen weißen in einem Mini-Bus siehst, denkst du dir:
Tja! Das ist wohl ein tubaab, der pleite ist [Orig.: tubaab fauché]!“
(Mohamed[1], Mai 2009)
Class Matters im Buch
Auch und gerade weil der Zusammenhang von Kunst und Klasse im Alltag des Kunstbetriebs ebenso wie in der ästhetischen Theorie so wenig thematisiert wird, betont Ben Davis: „Class is an issue of fundamental importance for art.“ Nicht bloß der gestiegene Einfluss des Marktes und die superreichen SammlerInnen sind für die immense Bedeutung von Klasse in Bezug auf Kunst zentral.
Weiblich, nützlich, gut?
Marxistisch-feministische Überlegungen zum Gebrauchswert
Im Marx’schen Hauptwerk, dem Kapital, steht die Kritik des Werts und Mehrwerts im Zentrum des Interesses. Der Gebrauchswert, als einer der zwei Faktoren der kapitalistischen Ware, gilt dementsprechend oft als das dem Wert untergeordnete, ausgeblendete und sogar aus der politischen Ökonomie herausfallende Moment der Ware.
Vorwand und Rache
Der Gebrauchswert in der bürgerlichen Gesellschaft
Gebrauchswert
Karl Marx hat in genialer Weise die kategoriale Struktur des Kapitalismus analysiert. Dennoch gibt es auch in seinem Werk deutliche Widersprüche, und einer ist die Verwendung des Begriffs Gebrauchswert. Einerseits definierte Marx Gebrauchswert als überhistorisch gültige Kategorie: „Gebrauchswerte bilden den stofflichen Inhalt des Reichtums, welches immer seine gesellschaftliche Form sei“, schrieb er gleich zu Beginn im Kapital.


