Sozialstaat
Die Schere öffnet sich weiter – Verlierer und Gewinner in der Corona-Krise
Man könnte meinen, dass vor einem Virus alle gleich sind. Bezüglich der Infektiosität von Coronaviren stimmt dies, im Hinblick auf das Infektionsrisiko allerdings nicht. So traf die Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 alle Menschen, aber keineswegs alle gleichermaßen. Je nach Arbeitsbedingungen, Wohnverhältnissen und Gesundheitszustand waren sie vielmehr ganz unterschiedlich betroffen.
Zwischen Verwertung und Abwertung von Arbeitsvermögen
Aneignung und Aushandlung von Wissen in Integrationsinfrastrukturen
Anlässe versus Ursachen von Kinderarmut
Armutsanlässe, wie Scheidung, Alleinerziehenden-Status, Migrationshintergrund oder Arbeitslosigkeit werden oft mit den zugrundeliegenden Ursachen im vorhandenen Wirtschafts- und Sozialsystem verwechselt. Denn eine sozial gerechte Familien- und Sozialpolitik und eine gute Bildungs-, Betreuungs- und Arbeitsmarktpolitik kann auch für Kinder von erwerbslosen, alleinerziehenden oder migrantischen Eltern ein armutsfreies Leben ermöglichen.
Cash-Transfers oder Staudämme?
Der Wohlfahrtsstaat in Tansania wird transnational beeinflusst
Vergeblich Erdöl säen
Der Sozialstaat in Venezuela zerbrach an inneren Widersprüchen
Sozialstaaten
Themenschwerpunkteditorial iz3w 374 (September/Oktober 2019)
Editorial
In: express 7/2019
Geneigte Leserinnen und Leser,
wenn wir letzte Hand an den express legen, dann ist üblicherweise Freitag. Geballte Umbruch-Packung, dann erschöpft, aber leidlich zufrieden ins Wochenende. Friday for Future – die Zukunft liegt im Müßiggang.
»Das Geschäftsmodell der Immobilienkonzerne basiert auf der Enteignung der Mieter*innen«
Gespräch mit Knut Unger
Immobilienriesen wie Vonovia und Deutsche Wohnen sind in aller Munde. Warum sind sie eigentlich schlimmer als andere private Wohnungsunternehmen und warum sollten wir uns gerade mit ihnen anlegen?
Zwischen Ausbeutung und Ausweisung
Migrantische Arbeitskämpfe in Ost und West
Am Donnerstag, den 15. Oktober 1975 traten elf Sprecher_innen der algerischen Arbeitsmigrant_innen vor das Verwaltungsgebäude des Gaskombinats Schwarze Pumpe. Sie forderten neben einer Lohnerhöhung für alle Arbeiter_innen, die Überarbeitung der Wohnheimordnung sowie sich selbst vertreten zu können. Alle Forderungen wurden abgelehnt oder an andere Instanzen verwiesen. Daraufhin legten alle rund 500 algerischen Arbeiter_innen ihre Arbeit nieder. Als auch am Montag niemand zur Arbeit erschien, machten die Verantwortlichen weitgehende Zugeständnisse.


