Gewalt in Syrien
Als im November 2024 die Ausgabe 4/2024 erschien, ahnten Regine Schwab und Mustafa Karahamad noch nicht, dass wenige Wochen später die Familie Assad im russischen Exil leben und sich ein Islamist an die Spitze des Staates setzen würde. Mit Blick auf die Eskalationsdynamiken in Nahost nach dem 7. Oktober 2023 schrieben sie aber: „Die politische Zukunft des Regimes von Präsident Assad ist […] keineswegs garantiert, weshalb sich derzeit erkennbar seine Bemühungen darauf richten, diese zu sichern.“ Es war nicht ausreichend – und Karahamad und Schwab skizzierten die Vorzeichen dessen, was sich dann zu einer militärischen Niederlage an vielen Fronten auswachsen würde. Eine wesentliche Beobachtung stellten sie zudem an: Die diplomatischen Rehabilitierungsversuche Assads begannen schon zu fruchten, u.a. in den Beziehungen zur EU und zu den USA – eine Linie der Öffnung, von der nun die neue Regierung in Damaskus »profitiert«, langfristig zulasten der syrischen Bevölkerung (vgl. auch Friedrich in dieser Ausgabe, S. 38ff.).
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