KunstarbeiterInnen zwischen Prekarität und Widerstand.
Eine Genealogie
Historische Einflüsse und die Gegenwart
Historische Einflüsse und die Gegenwart
Stände, Klassen, Kunst. [1] In seinem Essay Die künstlerische und literarische Noblesse aus dem Jahre 1863 entwirft Xaxier Heuschling das Bild einer dem Adel allein zukommenden zivilisatorischen Mission und den Adelsstand auszeichnenden Standes-Ethos: „Diese durch und durch zivilisatorische Mission besteht darin, von Generation zu Generation Traditionen von Vornehmheit, des guten Tons, der Höflichkeit im zwischenmenschlichen Umgang, des guten Geschmacks in den Künsten, d
Fast täglich liefern uns die Medien Informationen über China, mit Botschaften über den Aufstieg zur größten Handelsnation der Welt oder zum wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands, oder auch über die »gelbe Gefahr«. Seit Jahren kaufen wir Textilien, Elektrogeräte und Spielzeug »Made in China«. Trotzdem erschien uns China vor unserer Reise so fremd wie kaum ein anderes Land der Erde.
40 Jahre nach den dramatischen Ereignissen des „Deutschen Herbstes“ 1977 erscheint voraussichtlich zur Frankfurter Buchmesse im Oktober Thomas Nufers Buch „heim.weh – Ulrike Meinhofs letztes Interview“ (ISBN 978-3-89771-651-3, 8 Euro). Als Vorabdruck veröffentlichen wir hier das von Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke geschriebene Vorwort. (GWR-Red.)
Editorial (Graswurzelrevolution Nr. 421, September 2017)
Liebe Leserinnen und Leser,
Innerhalb von zwei Jahren hat die extrem rechte Fidesz-Regierung das ungarische Asylsystem zu einer menschenverachtenden, allumfassenden Maschinerie umgebaut. Gestützt durch Kriminalisierung von Protest, Einschränkung von Medienfreiheit, rassistische und antisemitische Propaganda hat Ministerpräsident Viktor Orbán ein System erschaffen, welches Menschen mit Stacheldraht und Foltermethoden außer Landes hält und ihnen mit eben solchen innerhalb der Grenzen gegenübertritt.
Keywords: whiteness, racism, colonization, postcolony, Grounded Theory, toubab, Senegal, Dakar
Schlagwörter: weißsein, Rassismus, Kolonisierung, Postkolonie, Grounded Theory, tubab, Senegal, Dakar
„Wenn du in Dakar einen weißen in einem Mini-Bus siehst, denkst du dir:
Tja! Das ist wohl ein tubaab, der pleite ist [Orig.: tubaab fauché]!“
(Mohamed[1], Mai 2009)
Es mehren sich Stimmen, die befürchten, dass das Polen Jarosław Kaczyńskis der EU den Rücken kehren könnte. Insofern erschienen auch die Konflikte mit der EU um die unterschiedlichen „Reformen“, zuletzt die des Justizwesens, in einem anderen Licht – als Anzeichen eines möglichen Ausstiegs aus Europas Strukturen und in Teilen auch Werten. Und, noch wichtiger, sie könnten Vorboten eines strategischen Konzepts zur Neuordnung Ostmitteleuropas sein.
An den Fingern einer Hand sind diejenigen herzuzählen, die ihn für einen der klügsten Köpfe halten, den die Arbeiterbewegung je in ihrem Schoß groß werden ließ. Die meisten, denen der Name Leo Jogiches noch geläufig ist, interessieren sich für ihn vornehmlich wegen der faszinierenden geistigen und politischen Nähe zu Rosa Luxemburg. Leo Jogiches wurde vor 150 Jahren, am 17. Juli 1867, in Wilna (Vilnius) geboren.
Auch und gerade weil der Zusammenhang von Kunst und Klasse im Alltag des Kunstbetriebs ebenso wie in der ästhetischen Theorie so wenig thematisiert wird, betont Ben Davis: „Class is an issue of fundamental importance for art.“ Nicht bloß der gestiegene Einfluss des Marktes und die superreichen SammlerInnen sind für die immense Bedeutung von Klasse in Bezug auf Kunst zentral.
Dass „Klasse“ keine zentrale Kategorie in queer-feministischen Analysen darstellt, liegt nicht etwa daran, dass der Klassenwiderspruch aufgehoben wäre oder Kapitalismuskritik im Queer-Feminismus keine Rolle spielt. Es liegt stattdessen daran, dass Ungleichheit oft als Diskriminierung kurzgeführt wird.
Rechte und populistische Bewegungen haben kein Problem mit der Frage nach dem Vorhandensein von sozialen Klassen. Solche sind ihnen schlicht nicht existent.