Organisierung Prekärer in den USA - Gewerkschaft als Handlungsplattform

Das Argument 284 "Gewerkschaftsmacht. In der Krise" (6/2009), S. 905-15
Gemessen an den Forschungsarbeiten, die sich mit dem Niedergang von Gewerkschaften beschäftigen, stehen die Labor Revitalization Studies, die gewerkschaftliche Handlungsoptionen zum Gegenstand ihrer Untersuchungen machen, noch am Anfang. In diesem Zusammenhang ist eine viel diskutierte Frage, ob und inwiefern Strategien der US-Gewerkschaften eine Vorbildfunktion zukommen kann.
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Gewerkschaftsmacht. In der Krise

Editorial - Das Argument 284, 6/2009
In den letzten 50 Jahren arbeiteten empirische Gewerkschaftsforschung und kritische Gesellschaftstheorie nur dann Hand in Hand, wenn eingeschliffene Praxen der institutionellen Arbeiterbewegung erodierten und ›autonome Arbeiterpolitik‹ in Konturen sichtbar wurde - so im Gefolge der Bewältigungsstrategien der Krise von 1966/67.
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Zehn Jahre nach Seattle: Rückzug in sichere Häfen

in (12.01.2010)
Im November 1999 begann eine politische-ethische Rebellion: der Protest unterschiedlicher Gruppen aus aller Welt gegen die Folgen kapitalistischer Globalisierung, sozialer und ökologischer Zerstörung kristallisierte sich an diesem Ort des WTO-Gipfels. In den folgenden zwei Jahren entwickelte eine globale Bewegung eine effektive Kritik neoliberaler Politiken und machte Hoffnung auf einen radikalen Wandel. Dann, nach dem G8-Gipfel in Genua, bricht die Erzählung um
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Filmgeschichte als Kritik feministischer Filmtheorie

Das Argument 284 "Gewerkschaftsmacht. In der Krise" (6/2009), S. 926-34
in (11.01.2010)

Feminismus und Film - das war in der angloamerikanischen Welt seit den 1970er Jahren die einflussreiche Theorie des gendered spectatorship, die drei Jahrzehnte lang auch über die englischsprachige Welt hinaus das Verständnis von Kino geprägt hat (siehe z.B. Laura Mulvey 1975, dt. 1980)[1]. Doch bei all seiner Stärke ist diesem Paradigma etwas Wesentliches am Zusammenhang von Film und Weltkapital entgangen.

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„Living in a box“

in (10.01.2010)
Der Song mit diesem Titel schaffte es 1987 in die deutschen Charts, jetzt werden ähnliche Verhältnisse in Nordrhein-Westfalens Gefängnissen angeprangert: So kam und kommt es immer wieder vor, dass Gefangenen jeweils umgerechnet nur rund vier Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen. Mehrere Personen teilen sich dabei eine Zelle, die oft auch nur über eine Toilettenschüssel verfügt, die weder abgetrennt noch verdeckt installiert ist.
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Gegen Demokraten helfen nur Soldaten

Inlandseinsätze des Militärs haben eine unselige Tradition
„Militair- und Civilbediente sind vorzüglich bestimmt, die Sicherheit, die gute Ordnung, und den Wohlstand des Staats unterhalten und fördern zu helfen." Paragraph 1 des Allgemeinen Preußischen Landrechts von 1794 sah vor, was heute von tonangebenden „Sicherheitspolitikern" wieder vehement eingefordert wird: Um „Sicherheit", „gute Ordnung" und den „Wohlstand des Staates" zu bewahren, soll Militär im Inneren eingesetzt werden. Das Weißbuch der Bundeswehr fordert hierfür ausdrücklich die „Erweiterung des verfassungsrechtlichen Rahmens". In der Praxis wird der Rahmen schon erheblich gedehnt.
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Klima-rettende Pflanzen

Agro-Gentechnik in der Klimadebatte

Zahllose Publikationen haben in den vergangenen Jahren auf die spezielle, insbesondere die zukünftige Rolle der Agro-Gentechnik in der Klimadebatte hingewiesen. Dabei sind vor allem drei verschiedene Aspekte in der Diskussion: Die bereits angesprochene CO2-Reduktion durch den Anbau von gv-Pflanzen, die Entwicklung von gv-Pflanzen, die an den Klimawandel angepasst sind und die Steigerung des Biomasseanteils bei Energiepflanzen.

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Die unternehmerische Hochschule und der Bildungsstreik

Zwischen Anpassungsdruck und Keimen freier Assoziation

Der in den 1990er Jahren vorbereitete und in den letzten zehn Jahren auf breiter Front durchgesetzte autoritär-neoliberale Umbau der Hochschulen gleicht in seinen Dimensionen den Bildungsreformen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Begriffe wie »Ökonomisierung der Bildung« beschreiben diese Transformation nur ganz unzulänglich. Die Hochschulen wurden seit jeher den Erfordernissen kapitalistischer Reproduktion angepasst.

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