Strategie: Extrem rechte Bürgerinitiativen
Immer wieder sucht die NPD nach Strategien, verdeckt an Bürger_innen heranzutreten, um ihren Rassismus unverdächtiger platzieren zu können. Erste Versuche, mit extrem rechten Bürgerinitiativen gegen Flüchtlinge und Migrant_innen in Stellung zu gehen, gab es in den 1980er Jahren. Besonders erfolgreich war die NPD mit dieser Strategie allerdings erst seit 2013.
Krise und Geschlecht
Überlegungen zu einem feministisch-materialistischen Krisenverständnis
Mit den medialen Debatten um die „Zockermännlichkeit“ (Wichterich 2011: 139) als mögliche Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise und der These, dass die „Lehman Sisters (…) uns die Krise erspart [hätten]“ (Spiegel 2009), kam im Kontext der Krisendiskussion die Frage auf, ob es sich gegenwärtig auch um Krisenprozesse im Zusammenhang mit Geschlechterverhältnissen handelt. In der Debatte sowie den Versuchen der politischen Bearbeitung dominierte hingegen die Wahrnehmung, es handele sich um eine Finanz- und Wirtschaftskrise, die durch staatliche Bankenrettungen, die Stabilisierung der Währung, Kurzarbeit oder staatliche Unterstützung 'systemrelevanter' Wirtschaftsbereiche gelöst werden könnte.
„Wofür Raketenabwehr da ist“
Die amerikanischen Pläne für eine Raketenabwehr in Europa sowie deren Implikationen für das Verhältnis der USA und der NATO zu Russland sind in diesem Magazin schon wiederholt
Die ganze Jugend verschenkt
Erlebnisse von Jugendlichen mit teilgeschlossenen und geschlossenen Unterbringungen
Im Spätsommer 2007 fahre ich um die Mittagszeit zur Hamburger Anlaufstelle „KIDS“ am Hauptbahnhof, um dort Interviews mit Jugendlichen zu führen, die über unterschiedliche Jugendhilfeerfahrungen ve
Ende der Vorgeschichte
Die Aussicht war wohl blendend. Vor gut einem Vierteljahrhundert rief Francis Fukuyama in Anlehnung an (einen allerdings stark von Alexandre Kojèves Interpretation überfärbten) Hegel das „Ende der Geschichte“ aus. Mit Marktwirtschaft und liberaler Demokratie gemäß westlichem Vorbild als „final form of human government“ sah er die Gesellschaft an ihrem Höhe- und Schlusspunkt angelangt. So ganz daneben lag er damit nicht. Da hatte etwas seinen Zenit erreicht, eher schon überschritten.
Auf die Zukunft setzen!
Perspektiven für eine selbstverwaltete Wirtschaft
Ein Text von José Luis Carretero Miramar, Professor, Mitglied des Instituts der Wirtschaftswissenschaften und der Selbstverwaltung (ICEA) und Autor des Buches „Die lebendige Selbstverwaltung – P
Keimform und Elementarform
Die Begriffe Keimform und Elementarform werden gerne in eins gesetzt, so etwa von Robert Kurz in dem Buch „Geld ohne Wert“ (Kap. 3, S. 57-67). Er verwirft beide Begriffe grundsätzlich. Das „Problem des methodologischen Individualismus ..., hier in seiner historischen Dimension“ sieht er hier gegeben. Der methodologische Individualismus erklärt Gesamtphänomene aus der Bewegung von Einzelentitäten, also etwa die Ökonomie aus dem Handeln der nutzenmaximierenden Individuen (homo oeconomicus). Um zu klären, ob die Kritik berechtigt ist, sei die von Kurz eingeebnete Differenz zwischen Elementarform und Keimform erhellt.
Gesund altern statt ewig jung
Deutsche VertreterInnen der Anti-Aging-Medizin betonen gesundheitliche Potentiale des Alter(n)s und spitzen aktivierende Präventionsansätze und andere einflussreiche Konzepte wie die individualisierte Medizin und gesundheitliche Eigenverantwortung auf provokante Weise zu. Ein kritischer Blick auf die Anti-Aging-Medizin in der Bundesrepublik.
Von der Einhegung der Liebe zur Polyamorie?
*Vortrag beim Symposium „Schenken, Teilen und Beitragen“ in Wien, Dezember 2013
Wenn wir über Schenken, Teilen und Beitragen nachdenken, betrifft das nicht nur den Bereich der heute so genannten Produktion, die Betriebe. Es betrifft auch den davon als getrennt wahrgenommenen und organisierten Haushalt. Historisch betrachtet ist der Haushalt in der heute vorherrschenden Idee und Form eine Besonderheit. Sie ergibt sich aus der versuchten Fusion von Wirtschaftsgemeinschaft, Liebe und Sexualität. Diese Besonderheit ist im Zuge der Durchsetzung von Privateigentum, Marktwirtschaft und Kapital entstanden. Sie prägt die Gefühle der Menschen tief.
Krim-Krise und Kriegsgefahr
Zur Situation in der Ukraine und in Russland. Ein Interview mit dem libertären Sozialwissenschaftler Vadim Damier: „Wir dürfen den Herrschenden kein neues 1914 erlauben!“
In Folge der Ankündigung der Janukowytsch-Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnen zu wollen, fanden auf Kiews zentralem Majdan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit) seit dem 21. November 2013 „Euromajdan“-Demonstrationen statt (vgl. GWR 386). Nach einem Blutbad, dem Sturz der Janukowytsch-Regierung und der Machtübernahme durch eine Übergangsregierung mit faschistischer Beteiligung (am 26. Februar 2014) entwickelte sich die Krim-Krise, deren Hintergründe wir in dieser GWR ausgiebig beleuchten. Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung/IMI) analysiert in seinem Artikel „Neue deutsche Machtpolitik“ die „Ukraine als Testfall“ (Seite 11), Nicolai Hagedorn nimmt die wirtschaftliche Situation des Landes unter die Lupe (S. 9) und Nina Nadig beschreibt die Erlebnisse, die sie in den letzten Wochen auf der Krim und in Kiew hatte (Seite 10). Als Auftakt des GWR 388-Schwerpunkts dient das folgende Interview, das Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke am 16. März 2014 mit dem Moskauer Bewegungsforscher und Antimilitaristen Vadim Damier1 geführt hat. (GWR-Red.)
Ein Monat Streik, Protest und Diskussion
FAU-Arbeitskampf in Szenekneipe schlägt Wellen in der Dresdner Neustadt
Im Juli 2013 gründete sich die Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie (BNG-FAU) in Dresden, die erste FAU-Branchengewerkschaft der Stadt.


