KunstarbeiterInnen zwischen Prekarität und Widerstand.
Eine Genealogie
Historische Einflüsse und die Gegenwart
Historische Einflüsse und die Gegenwart
Stände, Klassen, Kunst. [1] In seinem Essay Die künstlerische und literarische Noblesse aus dem Jahre 1863 entwirft Xaxier Heuschling das Bild einer dem Adel allein zukommenden zivilisatorischen Mission und den Adelsstand auszeichnenden Standes-Ethos: „Diese durch und durch zivilisatorische Mission besteht darin, von Generation zu Generation Traditionen von Vornehmheit, des guten Tons, der Höflichkeit im zwischenmenschlichen Umgang, des guten Geschmacks in den Künsten, d
Keywords: whiteness, racism, colonization, postcolony, Grounded Theory, toubab, Senegal, Dakar
Schlagwörter: weißsein, Rassismus, Kolonisierung, Postkolonie, Grounded Theory, tubab, Senegal, Dakar
„Wenn du in Dakar einen weißen in einem Mini-Bus siehst, denkst du dir:
Tja! Das ist wohl ein tubaab, der pleite ist [Orig.: tubaab fauché]!“
(Mohamed[1], Mai 2009)
Populismus gibt sich anti-elitär und er ist immer anti-pluralistisch. Das populus, das Volk, in dessen Namen er sich aufschwingt zu sprechen, ist im Diskurs des Populismus immer nur ein Teil der Bevölkerung. Exklusion ist damit sein konstitutives Geschäft. So weit, so scharfsinnig sind die einleitenden Unterscheidungen von Jan-Werner Müller. Neben den Populismus-Konzeptionen geht es auch um die Praxis der PopulistInnen. Und hier scheitert das Buch, weil es zwischen Links- und Rechtspopulismus nicht grundlegend unterscheiden will.
Nach dem schrecklichen Wahlergebnis in den USA und weil viele gleich mit großen Modellen von Widerstand ankamen, schien es mir sinnvoll, über die Rolle der Kunst und selbstverständlich der Kunstwelt im Hinblick darauf nachzudenken, ob sie als öffentliche Sphäre und politischer Raum nach Trumps Triumph überhaupt existiert.
Kultur und insbesondere Trachten- und Kleidungskultur wird häufig als Gegenstand qua Tradition verstanden und legitimiert. Wer nicht das vermeintlich "richtige" Dirndl oder die "traditionelle" Lederhose trägt, gilt mancherorts oft schon als FeindIn traditionsbewusster Kultur. Dass die Trachtenkultur dennoch weithin als "unpolitisch" gilt, hat auch mit mangelnder wissenschaftlicher Auseinandersetzung zu tun. Die Geschichte des deutschen und österreichischen Trachtenwesens bedarf jedenfalls noch erheblicher Aufarbeitung, findet Yasmin Hopp.
Das Cinema Jenin war im August 2010 auf Initiative des deutschen Dokumentarfilmers Marcus Vetter in der palästinensischen Westbank mit großer westlicher Medienaufmerksamkeit als Friedenskino eröffnet worden. Anfang Januar 2011 warfen Unbekannte einen Molotowcocktail ins Büro des Kinos, was in der Presse so gut wie keine Beachtung fand, und im Dezember 2016 wurde es, begleitet von zahlreichen arabischen und manchen westlichen Medienberichten, abgerissen.
Im Oktober 2013 mutmaßte Hermann-Peter Eberlein im Blättchen angesichts der bischöflichen überkonfessionellen Umarmungen für das reformatorische Jubeljahr 2017 Arges: „Luther wird wieder katholisch und Rom behält den Sieg.“ Schulterzuckend könnte man das mit einer Anmerkung im Feuilleton abhaken, der wortgewaltige Reformator verstummte 1546. Aber mit dem Namen Martin Luthers sind Umwälzungen verbunden, die Europa letztendlich mit Macht und Gewalt und unendlichen Strömen Blut in die Moderne stießen.
Baustellen. Wer immer sich in den letzten zehn Jahren in den Großstädten und regionalen Zentren des Nahen und Mittleren Osten einschließlich Nordafrikas und Zentralasiens bewegt hat, konnte ihnen kaum entgehen. Fast schien es, als wäre ein wahres Baufieber in der Region ausgebrochen. Von Dubai bis Doha, von Mekka bis Muscat und von Kairo bis Casablanca scheinen Baukräne die Skyline zu beherrschen – selbst nach Finanzkrise und „arabischem Frühling“. Städtebauliche Megaprojekte dominieren nicht nur in Dubai die Schlagzeilen.