Bildung & Wissenschaft

Wirtschaftsfaktor Organtransplantation

Transplantationswesen und ökonomische Interessen

Die Berichterstattung in den Medien und die Werbung für die „Organspende“ gehen in der Regel vom humanitären Charakter der Transplantationsmedizin aus. Nur für die meist recht kurze Zeit, in der ein Skandal die Öffentlichkeit beschäftigt, geraten ökonomische Aspekte in den Blick. Eine kurze Übersicht über die Strukturen der Transplantationswirtschaft und die Summen, um die es hier geht.

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Brückenschläge im Spätkapitalismus

Die Rolle von Forschungsförderung und Politikberatung

Wie schon bei der Humangenomforschung vor fünfzehn Jahren wird auch der Hype um die individualisierte Medizin von einer personell und finanziell eng verzahnten Struktur getragen. Das Zusammenspiel von Forschungsinstitutionen, Beratungs- und Lobbyorganisationen und nicht zuletzt pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen erhellt der folgende Beitrag anhand einiger Schlaglichter.

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„Die anarchistische Konzeption nimmt das Gegenüber ernst“

Ein Gespräch mit Wolf-Dieter Narr. Teil 2

Der Politikwissenschaftler Wolf-Dieter Narr (* 1937) ist u.a. aktiv im Komitee für Grundrechte und Demokratie. Er reiht sich „selbst in die anarchistische Tradition ein“ und ist häufiger Autor der Graswurzelrevolution. Mit ihm sprachen GWR-Redakteur Bernd Drücke und GWR-Praktikantin Muriel Schiller. Das gekürzte Interview drucken wir voraussichtlich in drei Teilen ab. Teil 1 erschien im September in der GWR 371 unter dem Titel „Menschenrechtliche Arbeit, die nicht in der Luft schwebt“. Teil 3 erscheint im November in der GWR 373. (GWR-Red.)

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Critical Whiteness – ein falscher Freund?

Antirassistische Lehrpläne für den Unterricht aus den USA und ihre Übersetzung in Deutschland
in (15.09.2012)

Während der letzten dreieinhalb Jahre habe ich als Englisch-Lehrerin an der Berliner Schule für Erwachsenenbildung (SFE) gearbeitet und die Schüler_innen in einer selbstorganisierten linken Umgebung auf ihr Abitur vorbereitet.

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Das Grab der Guerrilleros (1)

Zum Wandel der Erinnerung an den bewaffneten Kampf der siebziger Jahre in Argentinien

Es gibt in der Geschichts- und Sozialforschung einen Ansatz, das Jahr 1968 als politische Chiffre nicht als ein mehr oder weniger zufälliges Durcheinander von Ereignissen in Europa und den USA zu begreifen, sondern als globales Phänomen, das sich auf „Studentenunruhen“ oder „Generationenkonflikte“ nicht reduzieren lasse.2  Dieser Ansatz, der eine national beschränkte Perspektive ausdrücklich verwirft und die komplexen Beziehungen zwischen sozialen Unruhen auf fünf Kontinenten in den Blick nehmen will, hat manches für sich. Wenn es aber richtig ist, 1968 globalgeschichtlich zu betrachten, so gilt dies umso mehr für das Jahrzehnt danach. Denn eine globale Perspektive verspricht im Fall von “68” zwar Erkenntnisgewinn. Im Falle der siebziger Jahre ist sie schlechterdings unabdingbar.

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