Alternativen
Logistik und Transportwesen
Ein Feld der sichtbaren und unsichtbaren Auseinandersetzungen im digitalen, globalen Kapitalismus, Teil I – von Sergio Bologna*
In: express 4/2019
Die VertreterInnen des italienischen Operaismus beschäftigen sich schon etwas länger mit dem Thema Logistik, als es populär ist. Die Primo Maggio hat bereits vor 40 Jahren eine »Geschichte des Containers« geliefert und Sergio Bologna, Autor des folgenden Beitrags, hat bereits in »Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur neuen Selbstständigkeit« (Graz 2006) auf die zunehmende Relevanz des Sektors hingewiesen.
Handeln, wenn andere das nicht tun
Ein Gespräch mit der Klima- und Menschenrechtsaktivistin Michèle Winkler vom Grundrechtekomitee
Michèle Winkler (*1984) ist Referentin der Geschäftsstelle beim Komitee für Grundrechte und Demokratie in Köln. Mit ihr sprach Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke. (1)
Gesellschaft im Aufbruch?
Editorial, Graswurzelrevolution Nr. 439, Mai 2019
Liebe Leserinnen und Leser,
die Graswurzelrevolution sieht oft anders aus als auf den GWR-Herausgeber*innentreffen geplant. Für diese Ausgabe hatten wir bei unserem Treffen in Kassel u.a. einen Schwerpunkt „Gentrifizierung und Mieter*innenkämpfe“ eingeplant. Den haben wir realisiert und in dieser GWR findet Ihr Berichte aus Polen, Frankreich und Deutschland, die das Thema aus Bewegungsperspektive beleuchten.
Gedächtnisort für Bewegung und Forschung
Ein Gespräch mit Jürgen Bacia und Anne Niezgodka vom Duisburger Archiv für alternatives Schrifttum (afas)
Anne Niezgodka ist Mitarbeiterin des Archiv für alternatives Schrifttum (afas) in Duisburg. Sie hat in der Graswurzelrevolution Nr. 424 mit ihrem Artikel „Die Vermehrung der Drückeberger“ an die Geschichte der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden erinnert. Dr. Jürgen Bacia ist Mitherausgeber unter anderem von „Bewegung bewahren. Freie Archive und die Geschichte von unten“ (1). Er hat 1985 das afas mitgegründet.
Ein unvollendetes Projekt
Postdemokratie, struktureller Populismus und Demokratie im liberalen Staat
Ausgehend von dem Aufstieg populistischer politischer Bewegungen in Europa, den USA und Lateinamerika in den letzten 20 Jahren hat sich eine lebhafte und kontroverse Debatte um die Bestimmung des Populismus-Begriffes, auch in der Zeitschrift Forum Wissenschaft, entwickelt. An frühere Debattenbeiträge knüpft Kai Mosebach an und skizziert einige kritische Bemerkungen zu der Hoffnung, Populismus per definitionem auszutreiben. Nach dem ersten Teil seines Beitrags in Forum Wissenschaft 4/2018 folgt hier der zweite Teil.
Criminalizing Hope for Peace
Die repressiven Maßnahmen gegen kritische Wissenschaftler*innen in der Türkei haben mit der Verurteilung mehrerer Kolleg*innen im Dezember 2018 eine neue Dynamik erreicht. Der BdWi unterstützt die Aktivitäten der türkischen und kurdischen Kolleg*innen mit einem offenen Brief 1, aber auch mit Möglichkeiten zur Publikation. Asli Telli Aydemir stellt im Folgenden (in englischer Sprache) die Tätigkeit der Academics for peace vor.
Statt ›innovative‹ Lehr-Lernformen
Plädoyer für eine Neuerfindung von Studium und Lehre in Zeiten der Digitalisierung
Bewertungen der Digitalisierung sind nicht einheitlich, sondern vom jeweiligen Standpunkt abhängig. Dies gilt auch für die Frage, wie sie Wissenschaft und Forschung, Studium und Lehre beeinflusst. Sie bietet Möglichkeiten zur Erfassung, Speicherung und Verarbeitung gigantischer Datenmengen - fordert aber zugleich Kriterien der Einordnung und Strukturierung. Daraus ergeben sich große Herausforderungen an Studium und Lehre, meint Ines Langemeyer und plädiert für eine Neuerfindung derselben.
»Man sollte nicht zu viel Zeit darauf verwenden von allen gemocht zu werden«
Christoph Sell von Feine Sahne Fischfilet über Gelbwesten, Kirche im Osten und Antifa auf dem Land.
pf: Ihr kommt gerade aus Paris, wo ihr ein Konzert gespielt habt. Am Tag Eures Konzerts gab es auch in Frankreich wieder Proteste der gilets jaunes, wie habt ihr das erlebt?
„Make love – not CO2“
Fridays for Future – Generalstreik für die Zukunft
Als ich am 15. März 2019 zur lokalen Fridays for Future-Demo in Münster gegangen bin, kam in mir ein Gefühl von Begeisterung, Zuversicht und Rührung auf. 5.000 Schüler*innen bestreikten an diesem Tag allein in dieser 310.000-Einwohner*innen-Stadt den Unterricht, um lautstark für eine klimagerechte Zukunft zu demonstrieren. „Liberté, Egalité et Fuck Kohlé“, „Alle elf Minuten schmelzen 5,3 Millionen Tonnen Eis in der Antarktis – Ich klimawandel jetzt.


