Solidarität

Geborgenheit und Frauenpower

Interview mit Helga, Katja und Clara Tempel über generationsübergreifende Solidarität, Utopien und Gewaltfreien Widerstand

„Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen und trägt dazu bei, dass Menschen langfristig aktiv und widerständig sein können“, schreibt Clara Tempel in ihrem im Oktober 2025 im Verlag Graswurzelrevolution erschienenen Buch „Politische Geborgenheit. vor*ankommen in sozialen Bewegungen“ (1). Die Autorin wurde 1995 in eine anarchistisch-widerständige Familie im Wendland geboren und ist mit der Anti-Atomkraft-Sonne aufgewachsen. 

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Umkämpfte Festung

Dossiereditorial iz3w 409 (Juli/August 2025)

Sie bestehen aus feuerverzinktem Stahl, aus Beton oder Stein, sind mit Klingen oder doppeltem Stacheldraht versehen oder stehen unter Strom. In den letzten 30 Jahren haben sie sich global verfünffacht: Grenzzäune und -anlagen. In Europa haben sie mittlerweile eine Gesamtlänge von über 2.000 Kilometern.

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BoatSpotting im Mittelmeer

Es ist keine Rettungsschlacht – Segeln gegen die Festung Europa

Seit dem 25. August 2023 unterstützen Aktivist:innen des CompassCollective die Rettung von Flüchtenden auf dem Mittelmeer. „Mit unserem Segelboot finden dreiwöchige Beobachtungseinsätze statt, bei denen wir Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, nach Seenotfällen Ausschau halten und bei Rettungseinsätzen von größeren (Rettungs-) Schiffen assistieren. Im Notfall retten wir“, beschreibt Katja Tempel die Arbeit ihres Kollektivs. (GWR-Red.)

 

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Eine Frage der Haltung

in (28.11.2019)

Es ließe sich einfach angehen: Jede Kunst ist politisch. Und dafür muss sie nicht politische Kunst sein. Politische Kunst ist ein eigen Ding und gerät so fürchterlich schnell in den Geruch der Parteinahme. Was ist schlimm an Parteinahme? Vielleicht nicht allzu viel, aber sie schmeckt uns nicht, wir fassen sie nur mit spitzen Fingern an. Sie riecht nach Ideologie und Vereinnahmung. 

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Revolutionäre Dringlichkeit

Sechs Thesen zu den Voraussetzungen für globale Solidarität
in (28.11.2019)

„Wir haben nicht mehr viel Zeit“, sagte Rudi Dutschke im Jahr 1968 beim Vietnam-Kongress in Berlin. Aus seiner Sicht gab es damals eine unmittelbare revolutionäre Dringlichkeit, auf die die Versammelten reagieren müssten. Heute, so scheint es, hat sich die Dringlichkeit, die Gesellschaft zu verändern, potenziert und auf ein völlig neues Niveau gehoben: Denn es bleibt nicht viel Zeit, um die irreversiblen Schäden einzudämmen, die der global entfesselte Kapitalismus verursacht und die bei einem weiteren „Business as usual“ in dramatische sozial-ökologische Verwerfungen münden könnten.

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