Al-Qaida, Sezessionsbewegung, Huthis: eine "Achse des Bösen"?

in (02.08.2010)

Wo auch immer über den Jemen berichtet wird, stehen die sicherheitspolitischen Herausforderungen des Landes im Vordergrund. In einem Atemzug werden der Huthi-Konflikt im Norden, die Sezessionsbewegung im Süden und die Terrororganisation Al-Qaida als Teile eines zusammenhängenden Konfliktdreiecks angeführt. Dies ist ganz im Sinne der jemenitischen Politik. So bezeichnete Premierminister Ali Mujawar die drei Akteure unlängst als jemenitische „Achse des Bösen".

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Sichtbarkeit zwischen allen Stühlen

Interview zur Situation von palästinensischen Lesben und Transgender in Israel
in (02.08.2010)

Im Jahr 2002 trafen sich einige palästinensische Lesben in einem Internetforum. Den Raum, in dem sie miteinander zu diskutieren und sich auszutauschen begannen, nannten sie „Safe Space“. Etwa ein Jahr später beschlossen sie, sich persönlich zu treffen. Bei diesem ersten Treffen entstand die Idee, auch in der realen Welt einen solchen Safe Space für palästinensische Frauen und Transgender zu schaffen. Neben Austausch und Diskussionen sollte dort auch Raum sein, Bedürfnisse dieser spezifischen Gruppe auszuloten und dazu dann auch politisch in Projekten zu arbeiten. Die Gruppe nennt sich ASWAT – das arabische Wort Aswat bedeutet soviel wie ‚Stimmen‘. Damit spielt sie darauf an, dass die eigenen Stimmen hörbar gemacht und die eigenen Geschichten erzählt werden sollen.

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Wirklich wahre Goldgruben

Bergbauwahn bei Multis in Mexiko – Rekordgoldpreis als Antriebsfeder

Mariano Abarca Roblero war ein erbitterter Gegner des kanadischen Bergbauunternehmens Blackfire. In seinem Heimatort, der kleinen Kreisstadt Chicomuselo im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, setzte er sich mit anderen Einwohnern dafür ein, die Ausbeutung der Barytvorkommen(Schwerspat) im Landkreis durch den Multi zu verhindern. Abarca gehörte zu den wichtigsten Figuren des landesweit organisierten Mexikanischen Netzwerks der Bergbaugeschädigten (REMA). Der vierfache Familienvater bezahlte sein Engagement mit dem Leben. Am Abend des 27. November 2009 wurde er vor seinem Haus erschossen. Der Täter entkam. Die Bewohner von Chicomuselo machen Blackfire für den Mord verantwortlich.

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Gender, Klimawandel und Biodiversität

Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Geschlechterverhältnissen
in (01.08.2010)
„Biodiversität“, die Vielfalt der natürlichen Ressourcen, wird als Begriff auch in Deutschland zunehmend bekannter – auch weil Ökosysteme durch den Klimawandel immer stärker unter Druck gera
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LeiharbeiterInnenbelegschaft kieloben

Tarifdumping per Werkvertrag - Medienmacht macht´s vor
in (30.07.2010)

In der outgesourcten Weiterverarbeitung im Druckzentrum der ›Kieler Nachrichten‹ (KN) wurde der Belegschaft zum 1. Juli gekündigt – sie hatte es gewagt, sich einen Betriebsrat zu wählen. Der Fall macht exemplarisch deutlich, wie eng die Zergliederung in der Verlags- und Druckindustrie mit Tarifflucht und Tarifdumping verbunden ist. Immer öfter bedienen sich die Unternehmensführungen dabei auch eigens zu diesem Zweck ausgegründeter Leiharbeitsfirmen, auf die – jüngster Clou – über Werkverträge das unternehmerische Risiko und der Kostendruck nicht nur, aber vor allem im Umgang mit den Beschäftigten abgewälzt werden kann.

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Organizing ist kein Zaubertrank

Ein Gespräch mit Peter Birke über "Die Große Wut und die kleinen Schritte"

Vor einigen Wochen ist das Buch des Hamburger Aktivisten und Wissenschaftlers Peter Birke über Organizing in Deutschland und in den USA erschienen.[1] Auch wenn sich das Buch gegen die Mythen und Legenden, die sich um das Konzept formiert haben, quer stellt, ist es kein durchweg negatives Buch: ›Mir geht es vor allem darum auszuloten, wo und inwiefern in Organizing-Projekten bislang wichtige Erfahrungen gemacht worden sind, die für eine kollektive Organisierung im betrieblichen Alltag bedeutend sind und aufgehoben werden sollten‹. Bart van der Steen* diskutiert mit Peter Birke über Voraussetzungen und Unterschiede zwischen verschiedenen Organizing-Ansätzen, die Frage nach der »Übersetzbarkeit« von Handlungskonzepten und nicht zuletzt darüber, was passiert, wenn die ›Poliere der Gewerkschaftsreform‹, die Organizer wieder weg sind ...

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Kalter Kaffee?

Zur Kritik des deutschen Nationalismus und WM-Patriotismus

»Die vorgestellte Gemeinschaft von Millionen scheint sich zu verwirklichen als eine Mannschaft aus elf Spielern, die alle einen Namen tragen. Der einzelne, und wenn er nur die Spieler anfeuert, wird selbst zu einem Symbol der Nation.«

Eric Hobsbawm

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Tarifeinheit im Betrieb?!

Ja, aber wo, für wen, mit wem? Zum Urteil des BAG
in (30.07.2010)

Das Bundesarbeitsgericht hat seine jahrzehntelange, 1957 freihändig, d.h. ohne rechtliche und gesetzliche Grundlage, geschöpfte Rechtsprechung zur Tarifeinheit in Betrieben und Unternehmen aufgegeben. Ab sofort können demnach mehrere Tarifverträge in einem Betrieb gelten.

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