Vorläufiges Ausbleiben eines Endes
Daraus werden Königsdramen gemacht: Zwei Herrscher vereinen ihre Reiche, um gemeinsam einem übermächtigen Dritten den Garaus zu machen.
Austreten oder nicht?
Christos Laskos, John Milios und Euclid Tsakalotos* über kommunistische Dilemmata, Teil II
Im letzten express hatten Christos Laskos, John Milios and Euclid Tsakalotos zunächst die Argumente der VertreterInnen der Forderung nach einem Austritt Griechenlands aus dem Euro vorgestellt und diskutiert – darunter vor allem die Position von Costas Lapavitsas, der prominent für die »Exit-Option« steht. Dabei gingen sie auch auf die dieser Position zu Grunde liegende Dependenztheorie ein, der sie eine gewisse »Klassenvergessenheit« attestieren. Entsprechend beschäftigen sie sich hier im Teil II mit klassenpolitischen Aspekten der Krise und der Frage nach den Möglichkeiten eines linken Internationalismus, um zum Schluss Alternativen zur Hegemonie des Kapitalismus auch ohne Austritt aus der Euro-Zone und der EU zu diskutieren.
Wenn Sparen zum Laster wird
Mit der Schaffung eines gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Währungsraumes verbanden die Gründerstaaten zwei Hoffnungen: Einerseits wollte man mit dem Euro eine Währung schaffen, die in der Weltwirtschaft eine weit gewichtigere Rolle einnimmt als jede einzelne Landeswährung, die sich der europäischen Währungsunion angeschlossen hatte.
Bluttest kurz vor der Einführung
In einem sind sich alle einig: Der pränatale Bluttest, der dieses Jahr in Deutschland auf den Markt kommen soll, wird die Rahmenbedingungen für den fötalen „Qualitätscheck“ in der Schwangerenvorsorge entscheidend verändern. Für die Markteinführung hat das Unternehmen LifeCodexx allerdings zunächst eine vorsichtige Strategie gewählt. Die mediale Aufmerksamkeit ist ihm dennoch sicher.
Präsidentschaftswahlen in Frankreich
Die Renaissance der radikalen Linken
Der Sieg des Sozialisten François Hollande bei der Stichwahl am 6. Mai beendet eine 17jährige Herrschaft konservativer Präsidenten in Frankreich. Ob damit ein Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik stattfinden wird, ist nach allen Erfahrungen mit sozialdemokratischen Regierungen in Europa fraglich.
Das Gesicht des Mörders zeigen
Die gewaltfreie Aktion des Escrache im Kampf gegen Straflosigkeit von Verbrechen der argentinischen Militärdiktatur
Die argentinische Militärdiktatur (1976-1983) war eines der großen, staatlich organisierten Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts. Menschenrechtsorganisationen vermuten, dass mindestens 30.000 Menschen dem Terror der Militärs zum Opfer fielen.
„Newo Ziro – Neue Zeit“
Ein Film, der einfühlsam aus der Graswurzelperspektive vier Sinti und die Erben Django Reinhardts portraitiert: „Musik ist unsere Sprache. Musik ist Freiheit“
Filmbesprechung
„Newo Ziro – Neue Zeit“, Dokumentarfilm von Robert Krieg und Monika Nolte, 84 Min. HD, Deutschland 2012
Die Arbeiter in Ägypten - was von der Revolution geblieben ist
Die arabischen Revolutionen in der Klemme
Dass der Westen von der tunesischen Revolution komplett überrascht war, wur- de klar, als die französische Innenministerin Michèle Alliot-Marie dem Diktator Ben Ali noch wenige Tage vor seinem Stur
Sparpolitik und Krisenmanagement
1. Gewachsene Schulden infolge der Krise
Im Ergebnis der epochalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 ist die öffentliche Verschuldung fast überall kräftig gestiegen. Bei näherer Betrachtung zeichnet sich jedoch ein differenziertes Bild: In einigen Staaten ist sie geradezu explodiert und dauerhaft zu hoch, in anderen dagegen scheint der starke Anstieg nur ein temporäres Phänomen zu sein und die eingetretene Verschuldung volkswirtschaftlich durchaus tragbar
Anmerkungen zu einer Krise
Im Zentralorgan des deutschen Kapitals, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (24. Mai 2012), tiriliert im „Leitartikel“ (so viel war’s ihnen dann doch wert) die zuständige Schreiberin, Frau Mechthild Küpper, über den „Abschied vom Lafontainismus“. Zugleich denunziert sie Kritik an derlei Schreiberei als „Legende … von der angeblich feindseligen ‚bösen bürgerlichen Presse‘ (BBP)“. Es soll sich also niemand trauen, zum Wesen des Gesagten etwas zu sagen. Ich tue es dennoch.


