Geschichte
„Die Uniform in die Jauchegrube geworfen“
Bernd Drücke im Gespräch mit dem Wehrmachtsdeserteur Rainer Schepper
Fahnenflucht ist in Deutschland bis heute nach § 16 Wehrstrafgesetz strafbar. Während des Zweiten Weltkriegs wurden von der Nazi-Justiz über 30.000 Todesurteile gegen Deserteure gefällt. Davon wurden mindestens 23.000 vollstreckt. Bis zum Kriegsende im Mai 1945 wurden viele Männer, die sich durch Fahnenflucht der Beteiligung am befohlenen Massenmord entzogen, standrechtlich erschossen. Dieser Gefahr zum Trotz desertierten während des Zweiten Weltkriegs von den 18,2 Millionen Wehrmachtssoldaten bis zu 400.000.
Subjektivität im Zeitalter der digitalen Maschinerie
Marx revisited
Prolog I – ‚im Schoß der alten Gesellschaft‘
Karl Marx heute
Kapitalanalyse und politisch-gesellschaftliche Perspektiven
Einleitung
Angriff und Beleidigung
Zu dem neuen Film von Ziad Doueiri
Verkauft am Kanal
Das afrikanische Erbe in Panama
Die Nachkommen afrikanischer SklavInnen sowie von ArbeiterInnen aus der Karibik kämpfen um ihre Gleichberechtigung in Panama. Obwohl sie ein wesentliches Fundament der dortigen Bevölkerung, Kultur und Ökonomie sind, ist das Thema marginal.
Was war noch mal gleich die Frage?
Zehn Überlegungen zur Aktualität von `68
1. Die Dialektik der Rebellion anerkennen …
Wenn wir heute nach dem Erbe von `68 fragen, können wir das in zweifacher Hinsicht tun: Entweder, in dem wir fragen, wie der neoliberale Kapitalismus Diskursfragmente des Mai `68 okkupiert und umgeschrieben hat – also wie seine Revolte abgebrochen ist. Oder wir können fragen, welche Kämpfe erfolgreich waren und was das Unabgegoltene ist, das bis heute Gültigkeit hat und (vorläufig) uneingelöst blieb.
War doch nicht alles schlecht damals
Die AfD entdeckt den deutschen Kolonialismus
In der postkolonialen Erinnerungspolitik findet die AfD derzeit ein neues Betätigungsfeld für ihren Rassismus. Gleich ob es um Straßenumbenennungen, die Restitution von geraubten Kulturgütern oder die Anerkennung des Genozides in Deutsch-Südwestafrika geht, sie vertritt zuverlässig eine kolonialapologetische Sichtweise. Wie funktioniert dies im Einzelnen und was lässt sich der AfD entgegenhalten?
Achtundsechzig war weiblich
Die Frauen wurden Achtundsechzigerinnen, indem sie sich selbst und das Land veränderten.
Für die Geschichte des weiblichen Achtundsechzig gilt: Der feministische Teil der Studentenproteste wird geringgeschätzt und als Nebenaspekt des politischen, männlichen Achtundsechzig betrachtet. Bücher über Achtundsechzig zeigen auf dem Umschlag junge Männer, allen voran Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Fritz Teufel und Rainer Langhans. Auch Talkshows und Zeitungsinterviews präsentieren fast ausschließlich männliche Veteranen, die die Geschichte der 68er als einer politischen Generation kommentieren.


