Afropolitane Kultur und Literatur

Hefteditorial iz3w 357 (Nov./Dez. 2016)

Als die Romanschriftstellerin Taiye Selasi vor über zehn Jahren in einem Essay den Begriff »Afropolitan« kreierte, löste sie eine lebendige Debatte aus.  Der semantische Ursprung ihrer Neuschöpfung liegt in den Wörtern »African« und »Cosmopolitan«. Afropolitan will Schwarze Identitäten dem Kontext von Diskriminierung, Armut und Unterdrückung entreißen und stattdessen jene empowern, die sich nicht darunter subsumieren lassen wollen. So zeichnet Selasi das Bild einer intellektuellen, urbanen Avantgarde: Eine neue Generation afrikanischer AuswanderInnen und ihrer Nachfahren, erfolgreich, gebildet und wohlhabend. AfropolitInnen sind aktive MitgestalterInnen der globalisierten Welt (und damit genau das, was People of Colour Jahrhunderte lang von rassistischer Ideologie abgesprochen wurde). Selasi definiert AfropolitInnen nicht als WeltbürgerInnen, sondern als »WeltafrikanerInnen«, die in Metropolen und zwischen scheinbar bezugslosen Welten zu Hause sind.

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Die Wahl in den USA

Don‘t follow leaders, watch the parkin‘ meters (1)

Trump: Dieser Mann ist gefährlich. Er kann der mächtigste Mensch der Erde werden. Und auch wenn er nicht Präsident der USA wird, bleibt seine Wirkung. Ob er gewinnt, könnte nun davon abhängig sein, was über Hillary Clinton noch enthüllt wird und welches Gewicht die Sexismus-Pest des Einen und die Unglaubwürdigkeits-Cholera der Anderen bei den WählerInnen bekommt. Zwei Drittel der möglichen WählerInnen in den USA verabscheuen Trump wie Clinton.

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Doing Things Together

Kooperation als Freundschaft in der Kunst?
in (25.10.2016)

Howard S. Becker – US-amerikanischer Soziologe, der viele bedeutende Studien zu den Künsten vorgelegt hat – pflegt sein Leben lang produktive Freundschaften.

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#rouhaninotwelcome

Editorial zum Themenschwerpunkt der iz3w 357 (November/Dezember 2016)

Der Besuch eines iranischen Staatsoberhauptes in Berlin ist immer ein Politikum. Als am 2. Juni 1967 Schah Pahlevi seine »Jubelperser« DemonstrantInnen niederknüppeln ließ, war dies ein wichtiges Moment bei der Formierung der Außerparlamentarischen Opposition in der BRD. Eine neue APO ist zwar kaum zu erwarten, wenn der Präsident der Islamischen Republik, Hassan Rouhani, demnächst in Berlin für gute Beziehungen zwischen Deutschland und Iran wirbt. Aber Proteste gegen den noch nicht genau terminierten Besuch sind bereits angekündigt: Iran-kritische Initiativen wie Stop the Bomb rufen für den Tag X zu einer Kundgebung auf. »Kein Roter Teppich für Rouhani« fordern sie, denn er sei »das grinsende Gesicht des Terrors«.

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Informationskrieg

Wer Hand an sich legt und versucht sich umzubringen, landet – wenn er oder sie den Versuch überlebt – in der Psychiatrie. Weil wir jemanden, der den Tod sucht, für krank halten. Weil wir solchen Menschen helfen wollen, den Weg zurück aus dem Dunkel zu finden. Da gibt es Hotlines, viele ehrenamtliche Helfer.

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Peter-Prinzip

Nachdem ich den Fakten-Teil des „Schwarzbuches“ zum Thema „Kritisches Handbuch zur Aufrüstung und Einsatzorientierung der Bundeswehr“, das von Linken als Gegenstück zum „Weißbuch“ der Bundeswehr erarb
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Reformalternative und Transformationsdebatte

Eine systemkritische und politikfähige Linke muss angesichts der bestehenden nationalen und internationalen Kräfteverhältnisse auf demokratische, soziale, friedenssichernde und ökologische Reformen innerhalb des kapitalistischen Systems orientieren. Erst im Kampf für solche Veränderungen kann es überhaupt in den Bereich des Möglichen rücken, die Überwindung des Kapitalismus auf die Tagesordnung zu setzen.

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