Bandenbosse im Rampenlicht

Hintergründe des Friedensabkommens der maras in Honduras

Frischer Wind in der Politik der öffentlichen Sicherheit?

(cw) Wenn Honduras in der internationalen Presse auftaucht, ist meistens von der Gewalt in dem kleinen zentralamerikanischen Land die Rede. Immer wieder wird betont, dass Honduras das gewalttätigste Land der Welt ist. Die Angabe der immens hohen Mordrate von 91,6 pro 100.000 Einwohner_innen für 2011 (United Nations Office on Drugs and Crime) scheint nicht nur aus der Perspektive Europas für unerträgliche Zustände zu stehen.

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Kunst als Waffe

Fremd- und Selbstbestimmung
in (30.07.2013)

Bei den meisten Demonstrationen und Protestcamps weltweit werden Plakate, Spruchbänder, Protestlieder, Graffitis und andere Formen der Straßenkunst medienwirksam eingesetzt. So auch in Tunesien, Ägypten und Syrien. Vor dem Eindruck der Diktatur wurde dies in Europa bereits als Kunst betrachtet. Handyfotos, Videomitschnitte von Demonstrationen, von Polizeigewalt und von Sit-ins sowie Berichte im Internet galten als Bürgerjournalismus und Zeichen einer neuen Freiheit. Auch wenn es all dies bereits Jahre zuvor gegeben hat. In ihrem Artikel setzt sich Irit Neidhardt kritisch mit der Beziehung zwischen Kunst und Protest auseinander.

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Juri und Miranha

- begierigen Blicken ausgesetzt, vermessen und vergessen
in (30.07.2013)

„Typisch München“

(eb) Ein Besuch in der Dauerausstellung des Münchner Stadtmuseums „Typisch München“: Neben dem „angeblichen Schlüsselbein Heinrichs des Löwen“ und „Waldi“, dem Olympiamaskottchen von 1972 hängt da in der Abteilung, in der das München des 19. Jahrhunderts repräsentiert wird, ein Bronzerelief. Es hängt dort, weil es ein frühes Werk des bedeutenden Erzgießers Johann Baptist Stiglmaier war. Auf der begleitenden Ausstellungstafel wird aber noch eine weitere Geschichte erzählt, die sicherlich eher selten als „typisch München“ betrachtet wird – die Geschichte der „Indianerkinder Juri und Miranha“, deren Grab das Relief einmal geschmückt hat.

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Bilder von Geschichte – Geschichte von Bildern

Die Bedeutung des Blicks und die Herstellung von vermeintlichen Wahrheiten am Beispiel von Fotografien aus der NS-Zeit

 

(gf)1 Fotografien sind ein wichtiger Bestandteil von Erinnerung. Auf ihnen werden Ereignisse, Situationen oder Personen bildlich festgehalten. Bilder prägen sich anders als Worte in das Gedächtnis ein. Bilder vermitteln eher als Worte einen Eindruck von Wahrheit. Das, was auf dem Bild zu sehen ist, muss – so die häufige Lesart von Fotografien – genau so geschehen sein, denn sonst könnte davon kein Bild existieren. Oder – wie Andreas Weinhold einen seiner Schüler zitiert – „Das ist ein Foto. Das zeigt ja wohl, was damals so abgegangen ist.“

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Brüche im Establishment

Die „Alternative für Deutschland”
in (30.07.2013)


Die „Alternative für Deutschland” (AfD) wird rechtsaußen heiß diskutiert. Sie entstammt demjenigen Teil des deutschen Establishments, der gegen die Krisenpolitik der Bundesregierung rebelliert, und will den Euro in seiner heutigen Form abschaffen. Von der Naziszene grenzt sie sich ab, zielt aber auf nichtnazistische Milieus rechts von Union und FDP.

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Ein Einsamer kehrt zurück

Geläuterte, Opfer und Rebellen. Der Mythos Ausstieg
in (26.07.2013)


AussteigerInnen umweht der Dunst von Gefahr und moralischer Überlegenheit. Schaut man genauer hin, bleibt oft wenig davon übrig. Dabei ist nicht nur die Motivation mancher AusteigerInnen zweifelhaft, auch jene, die sie der Öffentlichkeit präsentieren, schieben für eine gute Geschichte gerne mal jegliche Skepsis beiseite.

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Der Unbeugsame: George Ibrahim Abdallah

in (26.07.2013)

George Ibrahim Abdallah ist neben den US-amerikanischen Bürgerrechtlern Leonard Peltier und Mumia Abu-Jamal sowie dem Palästinenser Karim Younes einer der am längsten inhaftierten politischen Gefangenen. Seit 1984 wird er in Frankreich gefangen gehalten, seit 1999 könnte er ohne Weiteres freigelassen werden. Ihm wird vorgeworfen, als Führer einer revolutionären libanesischen Untergrundgruppe unter anderem für die Ermordung des US-Militärattachés Charles Ray und des israelischen Diplomaten Yacov Barsimantov Anfang der Achtziger Jahre in Paris verantwortlich gewesen zu sein. Dass die Attentate vor dem Hintergrund eines rücksichtslosen Krieges stattfanden, wird ausgeblendet. Abdallah weigert sich, seine militante Haltung zu bereuen, und die USA sind fest entschlossen, ein Exempel im Kampf gegen den Terror zu statuieren. Keinesfalls wollen sie zulassen, dass er als Held in seine Heimat zurückkehrt.

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