„Und Kain schwebt umher“
Lange Jahre betrachtete er die „Forschung als den einzigen Weg, das Geschehene zu verarbeiten“.
Lange Jahre betrachtete er die „Forschung als den einzigen Weg, das Geschehene zu verarbeiten“.
Jahrzehntelang beschwerten sich Bevölkerungswissenschaftler in der alten Bundesrepublik, ihre Disziplin sei zu Unrecht in Misskredit geraten, weil sie im Nationalsozialismus „missbraucht“ worden sei. Dabei war die 1952 gegründete Deutsche Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft ein Hort kontinuierlichen Wirkens alter Nazi-Kader und -Wissenschaftler - mit dem ersten Vorsitzenden Hans Harmsen als Organisator der NS-Zwangssterilisationspolitik oder mit dem Mitglied Siegfried Koller als hochrangigem NS-Statistiker und Rassenhygieniker.
Margaret Hilda Thatcher, britische Premierministerin von 1979 bis 1990, starb am 8. April 2013, 87jährig, an einem Hirnschlag. Wenn man sich an die Maxime halten würde, dass über Verstorbene nur Gutes gesagt werden darf, dann wäre dieser Nachruf an dieser Stelle zu Ende.
Tom Engelhardts Satire kritisiert schonungslos den von der US-Regierung geführten Drohnenkrieg. Zwar wäre „der Staat als Mörder“ in der US-Geschichte nichts neues, Mordkomplotte des CIA (gegen Fidel Castro, Patrice Lumumba usw.) hätte es schon früher gegeben, doch hätte man es jetzt mit einer regelrechten „Tötungsmaschinerie“ zu tun; die grundlagebildende Todesliste dazu mit den Terrorverdächtigen wird vom Oval Office abgesegnet. Das Ergebnis davon kann man in Pakistan und Jemen verfolgen.
Als Souleymane Ndiaye und Boubacar Boris Diop dieses Interview verabredeten, hatten sie eigentlich vor, über ganz andere Themen zu sprechen. Doch dann wurden sie von den Ereignissen in Mali eingeholt, wo am 11. Januar die französische "Operation Serval" begonnen hatte. Ihr Ausgang ist nach wie vor ungewiss, zumal es wenige verlässliche Nachrichten aus dem Kriegsgebiet gibt. Dennoch scheint Frankreich zumindest eines auf erstaunliche Weise gelungen: auch kritische Stimmen für das eigene Vorgehen zu gewinnen und die Reihen hinter sich fest zu schließen. Anders Diop, der nicht nur an die zwiespältige Rolle erinnert, die Frankreich im Mali-Konflikt von Anfang an einnahm. Veröffentlicht genau in jenem Moment, da die Präsidenten Hollande und Traoré sich anschickten, in Timbuktu ihren Sieg zu feiern, gelangt seine Analyse mehr noch zu dem Schluss, dass es gerade die Militärintervention ist, die vollends zu zerstören droht, was sie zu verteidigen vorgibt: die Einheit und Unabhängigkeit Malis.
Der Spiegel, neben FAZ und BILD eines der drei sogenannten Leitmedien dieses Landes, hat jüngst die bedrohlichen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel mit einem Ti
Wie haben in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten Herrschaft und Knechtschaft, Reichtum und Armut, Unterdrückung und Kampf um Befreiung in Marburg ihren Ausdruck gefunden?
Im Februar verkündete der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) sein Urteil: Die Staatenimmunität Deutschlands darf von italienischen Gerichten nicht durch Prozesse um Entschädigungen für NS-Massaker und Zwangsarbeit angetastet werden. Damit haben die Opfer und deren Angehörige ihren langen und hindernisreichen Kampf um die juristische Anerkennung ihrer Ansprüche endgültig verloren.
„La lucha puede empezar en cualquier punto pero nunca termina.“
„Der Kampf kann an jedem Punkt anfangen, aber er hört nie auf.“
(Zapatistische Redensart auf dem Wandbild an einem kollektiven Dorfladen in einer Unterstützungsgemeinde in Chiapas)