Deutsche AntifaschistInnen in Barcelona (1933-1939)
Lesung und Diskussion mit Dr. Dieter Nelles
Donnerstag, 7. Mai 2015, 20 Uhr im
Lesung und Diskussion mit Dr. Dieter Nelles
Donnerstag, 7. Mai 2015, 20 Uhr im
Auch ein großer Historiker muss klein anfangen. „Als ich jung war“, erinnert sich Josep Termes in seiner monumentalen Historia del anarquismo en España (1870-1980) [‚Geschichte des Anarchismus in Spanien (1870-1980)‘], „und im zerstörten Nachkriegsbarcelona gerade angefangen hatte, in einer bescheidenen Kneipe im Arbeiter- und Handwerkerviertel Gràcia zu arbeiten, sangen mir ein paar Kunden oft die revolutionären Lieder der Anarchisten vor:
Eine Schwierigkeit des Begriffs „prekär“ liegt darin begründet, dass er eine wesentliche Dimension
„Lebt wohl, ihr Wasser des Flusses/ Straße zum wilden Meer/ Lebt wohl, ihr grausamen Wasser/ Klingen, die ihr euch schärftet/ am Stein des Winters./ Meine Hände sind zerschnitten”.[1] So beginnt eines der vielleicht schönsten - und unbekanntesten - Gedichte des Spanischen Bürgerkriegs, die „Romance über Leben, Leiden und Sterben von Encarnación Giménez, der Wäscherin vom Guadalmedina“. Aber sind diese Verse ein Anfang – oder ein Ende? Womöglich gar die Bilanz des Lebens jener Frau, die sie im Juli 1937 schrieb?