Euro-Zerfallspropheten

Ein Debattenführer rund um die Zukunft der Währungsunion
in (09.11.2012)

Der Streit, ob die Krise in Europa zu einem Austritt einzelner Länder oder gar einem Zerfall der Währungsunion führen wird oder soll, hat die kontroversen Grundsatzpositionen wieder hervortreten lassen, die die Wirtschafts- und Währungsunion in Europa von Anfang an begleiteten. Interessanterweise sind beide großen wirtschaftspolitischen Lager diesbezüglich gespalten.

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Freie Medien: Alte Forderungen

Zur Selbstorganisierung und Lage der alternativen Medien in Österreich
in (09.11.2012)


Linzer Medienkonferenz? Schweigen. Vielen von uns war die 1999 stattgefundene Konferenz nicht mal vom Hörensagen bekannt. Im Alltagsbusiness bleiben die Rahmenbedingungen oft unhinterfragt, innerhalb derer wir arbeiten, und auch die Geschichte(n) der Organisierung freier Medienarbeiter_innen und Aktivist_innen fallen unter den Tisch.

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Innenansichten des Patriarchats

Über den Männerbund, Frauentausch und Countersexismus

Wie so viele Bereiche war auch die Politik lange eine reine Männerdomäne. Auch hier sind die Geschlechterverhältnisse mächtig ins Wanken geraten. Doch trotz Quotenregelungen, Doppelspitzen, erfolgreicher Frontfrauen und anderer Flintenweiber erweist sich so manche archaische Organisationsform von erstaunlicher Hartnäckigkeit.

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Patriarchales Erbe

Symbolträchtigkeit

Dass Frau Kristina Köhler-Schröder nicht meine Freundin werden wird, liegt nicht nur an ihrem reaktionären Kleidungsstil, erinnerbar ist mir ein dunkles, von oben bis unten durchgeknöpftes Kostümkl

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Verwelkter Frühling

Ermüdet von den weltgeschichtlichen Kämpfen des 20. Jahrhunderts schauten viele europäische Linke mit leuchtenden Augen auf die arabischen Länder, als die diktatorischen Präsidenten Tunesiens und Ägyptens gestürzt wurden. Nachdem die Frankfurter Allgemeine Zeitung von „Arabellion“ schrieb, schien auch das bürgerliche Lager in die Begeisterung einzustimmen.

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Shitstorm in der Unterhose

Binnenkonjunktur und Liquid-Blödheit

Menschen sind von Geburt an herzlich gern bereit, jeden unbeweisbaren Unfug zu glauben – man muss nur der erste sein, der ihn erzählt. Mein Lieblingsunfug der letzten beiden Jahre ist die Behauptung, man benötige dringend „Neue Formen der Bürgerbeteiligung“ (NFB). Seit die Piraten mit ihrem Genöle den Parteienbetrieb in helle Aufregung versetzen, darf in keinem politischen Statement die Beteuerung fehlen, man wolle sich für den Ausbau der NFB „stark machen“ und man finde die Idee der „Liquid Democracy“ sehr interessant.

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„Wir bekämpfen das System in der Art, wie wir sind“

Ein Gespräch mit Wolf-Dieter Narr. Teil 3

Der emeritierte Politikprofessor und bekannte Menschenrechtsaktivist Wolf-Dieter Narr (* 1937) reiht sich in die anarchistische Tradition ein. Mit ihm sprachen Bernd Drücke und Muriel Schiller. Teil 1 des gekürzten Interviews erschien im September unter dem Titel „Menschenrechtliche Arbeit, die nicht in der Luft schwebt“ in der Graswurzelrevolution Nr. 371, Teil 2 im Oktober unter dem Titel „Die anarchistische Konzeption nimmt das Gegenüber ernst“ in der GWR 372. (GWR-Red.)

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Trick 17 mit Selbstüberlistung

Warum die Beteiligung an der Schlichtung zu S21 ein Fehler war und wieso die Politische Mediation keine Alternative ist

Obwohl der Ausgang der sogenannten Streitschlichtung zum Stuttgarter Bahnhofsprojekt S21 ein Fiasko war und die BefürworterInnen ihr Vorhaben auf der ganzen Linie durchsetzen konnten, wird die Teilnahme daran noch immer nicht selbstkritisch infrage gestellt. Dabei wäre es an der Zeit, die Geschehnisse und insbesondere die Beteiligung an der Schlichtungsrunde politisch aufzuarbeiten, um für die Zukunft daraus zu lernen.

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Unterwegs im Text

Kritische Rückfragen zum Begriff Migrationsliteratur

Im Kontext der Übernahme des Vokabulars und Instrumentariums der postcolonial studies in die deutschsprachige Literaturwissenschaft im ausgehenden 20.

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Die Stadt, die Arbeit und die Nazis

Ludwigshafen – Soziogramm einer Großstadt mit Neonazi-Problem


Auf dem Land und im Osten sind – so die gängigen Klischees – die Neonazi-Zentren zu finden. Das Gegenteil davon ist Ludwigshafen am Rhein: eine Großstadt mit Arbeitertradition, starker Gewerkschaft und 20 Prozent der Einwohner_innen ohne deutschen Pass. Um die Frage zu beantworten, warum ausgerechnet dort eine große und stabile Neonazi-Szene entstehen konnte, muss der Blick über die Strukturen der Neonazis hinausgehen. Das Problem in Ludwigshafen ist vielschichtig und historisch gewachsen.

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