Europa

Griechisches Chaos und das Demokratieverständnis der „Demokraten“

Es ist keine neue Erkenntnis, dass das Kapital zur bürgerlichen Demokratie ein rein taktisches Verhältnis hat. Solange es die eigenen Geschäfte nicht allzu sehr behindert, wird das Wahl- und Parlamentstheater toleriert, in der Regel sogar nach Kräften gefördert. Artikuliert sich Widerspruch gegen kapitalistische Ausbeutung in der Bevölkerung, verweist man dann gerne auf die demokratische Legitimation des eigenen Handelns. Wagt es jedoch eine gewählte Regierung, sich dem kapitalistischen Diktat zu widersetzen, wird sie im Zweifelsfall durch einen Putsch beseitigt.

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Europäische Perspektiven

Am Beginn des 20. Jahrhunderts litt Europa am „deutschen Dilemma“, ähnlich dem des alten Reiches bis zum Westfälischen Frieden von 1648: Deutschland war größer und an Ressourcen reicher als jeder andere europäische Staat (abgesehen von Russland), aber schwächer als die anderen europäischen Staaten zusammen.

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Dublin II - Ein System kollabiert

Diskussion / Vortrag

betahaus, Berlin
Mit Cornelia Ernst (MdEP DIE LINKE), Dr. Silja Klepp (Uni Bremen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Küstenforschungsprojekt INTERCOAST und Autorin des Buches «Die Europäische Union zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz. Die Geografie des Flüchtlingsrechts auf dem Mittelmeer») und Frederica Benigni (Flüchtlings-Aktivistin aus Italien); Moderator: Koray Yilmaz-Günay (Referent für Migration bei der RLS)
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Sparen und Herrschen

Griechenland bleibt über seinen Schuldenerlass Anlageobjekt fürs Finanzkapital

Ende Oktober 2011 kündigte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou an, die Bevölkerung über die neuen Sparprogramme abstimmen zu lassen. Die Weltbörsen stürzten daraufhin ab. Die deutschen Medien sprachen zurückhaltendes Lob aus - es galt nicht dem Referendum als gutem Mittel der Meinungsäußerung für die Bevölkerung, sondern der griechischen Regierung, Zustimmung zu den Sparprogrammen zu organisieren.

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Eine Euro-Rochade

Bevor Donald Tusk im Herbst 2007 zum ersten Mal Ministerpräsident wurde, versprach er entschieden, Polen werde bis 2011 den Euro als seine Währung übernehmen. Er verstand dieses Ziel als das ehrgeizigste Versprechen seiner Regierungszeit, gewissermaßen als die Krönung dieser Jahre.
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