Ziviler Ungehorsam

Klimaaktivismus ist notwendig, nicht kriminell!

Ein Interview mit Lea Bonasera, die als Mitgründerin der Letzten Generation kriminalisiert wird

Lea Bonasera, geboren 1997, hat Internationale Beziehungen in Oxford studiert und schreibt dort gerade ihre Doktorarbeit zum Thema „Scheitern der Klimagerechtigkeitsbewegung“. Sie ist Autorin von „Die Zeit für Mut ist jetzt!“ (1) und betreibt mit Dalilah Shemia den Podcast „Tee & Taktik“ (2). 2021 hat Lea die Letzte Generation mitgegründet. Sie hat auf der Straße, vor Ministerien und im Hungerstreik Zivilen Widerstand geleistet.

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Kriegsdienstpflicht und Repression? Ohne uns!

Editorial, Graswurzelrevolution Nr. 509, Mai 2026

Liebe Leser*innen,

unter dem Motto „Stell dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin!“ rufen zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung rund um den 15. Mai 2026 die Graswurzelrevolution, die DFG-VK, Connection e.V., die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen und andere antimilitaristische Organisationen zum Protest gegen den „neuen Wehrdienst“ und alle Kriegsdienste in Deutschland und weltweit auf. (1) Wir wollen nicht, dass Menschen zum Töten anderer Menschen ausgebildet werden. Wir wollen keine Zwangsdienste und keine Militarisierung.

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Lernen von den »Guardias«

Integrale Sicherheit als Antwort auf multiple Gewaltphänomene in Kolumbien

Am Beispiel der »Guardias« und im Kontext des kolumbianischen Friedenskonsolidierungsprozesses soll dieser Beitrag Aufschluss darüber geben, wie Indigene, Afrokolumbianische und kleinbäuerliche Gemeinden inmitten von allgegenwärtiger Gewalt durch integrale Sicherheitssysteme kollektiven Selbstschutz praktizieren, um das (Über-)Leben ihrer Gemeinden und Ontologien zu sichern. Angesichts multipler planetarer Krisen bietet ihre Praxis wichtige Denkanstöße für die notwendige Überwindung des hegemonialen Verständnisses von (militarisierter) Sicherheit.

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Radikal gewaltfrei

Zu den Wirkungsbedingungen disruptiver Proteste

Bewegungen weltweit wenden unterschiedliche Ausprägungen von zivilem Ungehorsam an, die zum Teil mit hegemonialen Formverständnissen von Protest brechen und ein radikales Element bergen. Gleichzeitig ist die Bewertung dieser Proteste geformt von liberalen Lesarten historischer Vorbilder. Radikaler und disruptiver Protest wird dadurch oft als Gegenpol zu gewaltfreiem und demokratischem Protest missverstanden. Doch eine historische Bestandsaufnahme zeigt, dass diese Unterscheidung weder zutreffend ist, noch geeignet, um über die Legitimität von zivilen Widerstandskämpfen zu entscheiden.

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Ziviler Ungehorsam gegen Abschiebeterror

Die gelungene Gewaltfreie Aktion Nürnberger Schüler*innen

Pro Asyl schätzt, dass die „Festung Europa“ seit 1996 bereits über 60.000 Menschenleben gefordert hat. Allein 2016 sind über 5.400 Menschen durch die Abschottungspolitik der EU umgekommen. Die Menschenrechtsorganisation geht davon aus, dass alle 90 Minuten ein Mensch im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa ums Leben kommt.

 

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