Bericht und Videofilm über die Bamako-Dakar-Karawane vom 27.01. bis 06.02.2011
Infoladen der_notstand präsentiert: Zweitausend Kilometer für Bewegungsfreiheit -Für das Recht zu gehen und für das Recht zu bleiben
Durch der arabischen Frühling und den Krieg in Lybien rückt die Lage von Flüchtlinge und Migrant_innen in Nordafrika und damit das EU-Migrationsregime mit seinen tödlichen Folgen in das Licht der Öffentlichkeit.
Dazu gehört auch die weit vor die Grenzen Europas vorverlegte Migrationskontrolle. In diesem Konzept übernehmen nordafrikanische Transit-Staaten die Rolle der „Torwächter" für die EU.
Das Besondere der Karawande war nicht allein diese politische Reise von 200 Afrikaner_innen durch Afrika, sondern die Teilnahme von 50 Aktivist_innen aus Europa. Es waren Flüchtlinge und Migrant_innen dabei, die das europäische Grenz-, Lager- und Abschiebe-Regime am eigenen Leib durchlebt haben und erfolgreich dagegen kämpfen konnten.
Inhaltlich ging es bei der Karawane um die Situation und die Rechte von Flüchtlingen und Migrant_innen (in den Transitländern genauso wie an den Außengrenzen bzw. innerhalb der EU) sowie um die Hintergründe von Flucht und Migration (»Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört«).
Wesentliches Ziel ist der Aufbau transnationaler Kooperationen zwischen Basisinitiativen in Afrika und Europa.
Adjovi Boconvi und Rudi Schneider vom Transnationalen Aktionsbündnis nahmen als Aktivist_innen an der Karawane teil. Sie werden über ihre Erlebnisse und dort gemachten Erfahrungen berichten und einen Videofilm zeigen.
Weitere Infos zum Netzwerk Afrique-Europe-Interact und der Bamako-Dakar-Karawane finden sich unter: www.afrique-europe-interact.net


