Strategien gegen steigende Mieten und für eine soziale und radikaldemokratische Wohnungspolitik – eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Reihe „Unternehmen Stadt Übernehmen“ am 13. und 14. November 2009 in Berlin
Mietsteigerungen, Sanierungen und die Umwandlung von Miete in Eigentum verdrängen ärmere Mieter/innen aus der Berliner Innenstadt. Es regt sich Protest, doch minderwertigen Wohnraum zu nur verhältnismäßig billigen Mieten zu erhalten, ist zu wenig. Der Kreislauf von Aufwertung und Verdrängung wird nur durchbrochen, wenn Proteste eine alternative Stadt- und Wohnungspolitik vorantreiben, die nicht nur weniger Profitorientierung, sondern auch mehr Selbstbestimmung im Wohnen und städtischen Leben bringt. Wie das gelingen kann, ist Gegenstand einer Podiumsdiskussion und eines anschließenden Tagesworkshops.
Welcher der Ansätze, die gegenwärtig von Stadtteilinitiativen und linken Gruppen verfolgt werden, verspricht Erfolg? Eine radikale Stadtteilpolitik „von unten“, die mittels Organisierung der von Verdrängung Bedrohten eine Aufwertung der Stadtteile verhindert? Oder ein „realpolitischer“ Ansatz, der erfüllbare Forderungen an die Landes- und Bundespolitik formuliert, um so den „Einstieg in den Ausstieg“ aus dem profitorientierten Wohnen vorzubereiten? Oder schließlich der Aufbau von Projekten selbstbestimmten Wohnens, deren Grundsatz einer „Sperrminorität“ gegen Umwandlung in Eigentum auch der städtischen Privatisierungspolitik Einhalt gebieten könnte?
Am Freitag Abend werden Samira, eine Stadtteilaktivistin aus Berlin, Matthias Bernt, Stadtforscher und langjähriger Aktivist sowie Helma Haselberger und Stefan Rost vom Mietshäusersyndikat Freiburg diese unterschiedlichen Ansätze vorstellen und die damit verbundenen Fragen diskutieren. Der Tagesworkshop am Samstag wird Gelegenheit bieten, diese Diskussion zu vertiefen und Bündnisse für eine radikaldemokratische und soziale Wohnungspolitik zu schließen.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Arbeitsschwerpunkt Stadt Raum der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus). Sie ist Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Unternehmen Stadt Übernehmen“, die sich jeweils entlang von lokalen Themen und Auseinandersetzungen auf die Suche nach Mitteln und Wegen zur Abschaffung der unternehmerischen Stadt begibt. Bisher fanden Veranstaltungen in Bremen (26.9.) und in Mülheim/Ruhr (23./24.10) statt, weitere folgen in Leipzig (14./15.11.), Hamburg (19.11.) und Frankfurt/M. (3.12.).
Podiumsdiskussion: Fr., 13.11.2009 // 20 Uhr // Kreuzberg-Museum // Adalbertstr. 95a // 10999 Berlin
Workshop: Sa., 14.11.2009 // 11-15 Uhr // BV Teutoburger Platz // Templiner Straße 17 // 10119 Berlin
Mietsteigerungen, Sanierungen und die Umwandlung von Miete in Eigentum verdrängen ärmere Mieter/innen aus der Berliner Innenstadt. Es regt sich Protest, doch minderwertigen Wohnraum zu nur verhältnismäßig billigen Mieten zu erhalten, ist zu wenig. Der Kreislauf von Aufwertung und Verdrängung wird nur durchbrochen, wenn Proteste eine alternative Stadt- und Wohnungspolitik vorantreiben, die nicht nur weniger Profitorientierung, sondern auch mehr Selbstbestimmung im Wohnen und städtischen Leben bringt. Wie das gelingen kann, ist Gegenstand einer Podiumsdiskussion und eines anschließenden Tagesworkshops.
Welcher der Ansätze, die gegenwärtig von Stadtteilinitiativen und linken Gruppen verfolgt werden, verspricht Erfolg? Eine radikale Stadtteilpolitik „von unten“, die mittels Organisierung der von Verdrängung Bedrohten eine Aufwertung der Stadtteile verhindert? Oder ein „realpolitischer“ Ansatz, der erfüllbare Forderungen an die Landes- und Bundespolitik formuliert, um so den „Einstieg in den Ausstieg“ aus dem profitorientierten Wohnen vorzubereiten? Oder schließlich der Aufbau von Projekten selbstbestimmten Wohnens, deren Grundsatz einer „Sperrminorität“ gegen Umwandlung in Eigentum auch der städtischen Privatisierungspolitik Einhalt gebieten könnte?
Am Freitag Abend werden Samira, eine Stadtteilaktivistin aus Berlin, Matthias Bernt, Stadtforscher und langjähriger Aktivist sowie Helma Haselberger und Stefan Rost vom Mietshäusersyndikat Freiburg diese unterschiedlichen Ansätze vorstellen und die damit verbundenen Fragen diskutieren. Der Tagesworkshop am Samstag wird Gelegenheit bieten, diese Diskussion zu vertiefen und Bündnisse für eine radikaldemokratische und soziale Wohnungspolitik zu schließen.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Arbeitsschwerpunkt Stadt Raum der BUKO (Bundeskoordination Internationalismus). Sie ist Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Unternehmen Stadt Übernehmen“, die sich jeweils entlang von lokalen Themen und Auseinandersetzungen auf die Suche nach Mitteln und Wegen zur Abschaffung der unternehmerischen Stadt begibt. Bisher fanden Veranstaltungen in Bremen (26.9.) und in Mülheim/Ruhr (23./24.10) statt, weitere folgen in Leipzig (14./15.11.), Hamburg (19.11.) und Frankfurt/M. (3.12.).
Podiumsdiskussion: Fr., 13.11.2009 // 20 Uhr // Kreuzberg-Museum // Adalbertstr. 95a // 10999 Berlin
Workshop: Sa., 14.11.2009 // 11-15 Uhr // BV Teutoburger Platz // Templiner Straße 17 // 10119 Berlin


