Die "Große Krise" und die Gewerkschaften

Diskussionsveranstaltung mit Frank Deppe

Als die herrschenden Kapitalfraktionen den "Fordismus", den so genannten "Sozialstaat" bestatteten, lautete die von der britischen Premierministerin Thatcher propagierte Losung "TINA – There Is No Alternative". Zur Kürzung der Sozialleistungen, zur Kastrierung der Gewerkschaften, zum Regime des Neoliberalismus gäbe es keine Alternative. Nun, inmitten der Pleite des neoliberalen Modells, gilt TINA II: Zur Rettung der maladen oder bankrotten Unternehmen gäbe es keine Alternative als deren Freikauf durch Milliarden und Abermilliarden Steuergelder. Es gilt die Maxime: Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.
In der "Großen Krise" unserer Tage kommt es zu einer Neuvermessung des Verhältnisses von Ökonomie und Politik, von Kapital und Arbeit, ohne dass die abhängig Beschäftigten und ihre Organisationen bislang versucht hätten, aus ihrer Rolle als "subaltern" herauszukommen.
Worauf, fragt Frank Deppe am Beispiel Deutschlands, ist diese Lähmung der Gewerkschaften zurückzuführen und wie kann sie überwunden werden? Neben "objektiven" gesellschaftlichen Faktoren der Schwächung der Gewerkschaften sieht er auch entscheidende strategische Defizite. Nicht zuletzt werde es angesichts der "Rückkehr des Staates" für die Gewerk-schaften noch fundamentaler, ihre Interessenvertretung mit dem politischen Kampf zu verbinden.

 

Eintritt: 4 EUR / ermäßigt: 2 EUR