Die Schuldenkrise politisieren

Aktivitäten der Rosa-Luxemburg-Stiftung bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt/Main.

Ohne Re-Regulierung der Finanzmärkte ist die Krise nicht zu bearbeiten. Voraussetzung für die Verwirklichung von Alternativen ist eine tiefgehende Veränderung der Verteilungsverhältnisse. Aber Steuer- und Finanzreformen für mehr Gerechtigkeit werden sich nur in harten Kämpfen gegen die autoritär verordneten Kürzungspolitiken durchsetzen lassen. Sie treiben zahlreiche Länder in die Depression, vernichten soziale Errungenschaften und Rechte und gefährden den europäischen Zusammenhalt. Die gegenwärtige Finanzkrise zeigt, wie grundlegend die Machtposition des Finanzkapitals in Frage zu stellen ist und als wie schwierig sich dies erweist. Welches sind die aktuellen Forderungen und welche Wege muss man zu ihrer Realisierung gehen? Wie können sich Reformvorschläge und Protest europaweit verbinden? Wie lässt sich die Schuldenkrise politisieren?

Donnerstag, 17. Mai

  • 10.00-12.00 Uhr, Zelt Fraktion/RLS:
    Die Linke und Europa.
    Diskussion mit Alex Demirović, Florian Becker, Thomas Sablowski u.a. (RLS).
  • 12.00-14.00 Uhr, Zelt Fraktion/RLS:
    Neugründung Europas oder Exit? Strategien der Linken in Griechenland,
    mit Costas Lapavitsas (School of Oriental and African Studies, University of London) und N.N. (Synaspismos, griechische Linkspartei), Moderation: Thomas Sablowski. In Kooperation mit dem Krisenbündnis BlockupyFrankfurt.
  • 12.00-14.00 Uhr, Bündiszelt Paulsplatz,
    Dirty, dirty banks: Finanzmacht und 'Extreme Energy' im real existierenden Kapitalismus,
    mit Mona Bricke (gegenstromberlin), Tadzio Müller (RLS) u.a., in Kooperation mit dem Krisenbündnis BlockupyFrankfurt.
  • 17.00-19.00 Uhr, Zelt Fraktion/RLS:
    Demokratie statt Fiskalpakt,
    mit Céline Menese (Partie de Gauche, Frankreich), Margarita Tsoumo (Democracia Real, Gr+BRD), Hilary Wainwright (Red Pepper, GB), Dieter Dehm (MdB DIE LINKE), Moderation: Mario Candeias (RLS). In Kooperation mit der Fraktion DIE LINKE. (Wird evtl. auf Freitag verlegt.)
  • ab 19.30 Uhr, bei den Asambleas,
    ReferentInnen der Speakers Tour "Keine Zukunft ohne Solidarität",
    mit Daniel Bravo Nieto, Aktivist bei den Indignados, Gewerkschaft SAT (Gewerkschaft andalusischer Arbeiter_innen), Mitglied bei der antikapitalistischen Gruppe enlucha; und Shendi Vali, Studentische Aktivistin, organisiert in Unicommon (Italien weites Netzwerk unabhängiger linker Kollektive) und dem sozialen Zentrum „EscAtelier“. (Weitere Infos zur Speakers Tour im Vorfeld von Blockupy Frankfurt: www.rosalux.de/nofuture)

Freitag, 18. Mai

  • 19.00 Uhr-21.00 Uhr, Hauptbühne, OccupySpring, mit David Graeber (Occupy New York/ Goldsmiths College der University of London), Michael Hardt (Duke University) und Sandro Mezzadra (Università di Bologna), eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken, gefördert von der RLS.

 

Weitere Informationen zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt/Main: http://blockupy-frankfurt.org/