Bildung & Wissenschaft

„Im Felde unbesiegt"

Horst Haitzingers neue Dolchstoßlegende
Die deutsche Bundeswehr befindet sich in Afghanistan nicht im Kriegseinsatz. Das 2008 wieder aus der Kloake der Geschichte gefischte Eiserne Kreuz, das für „Tapferkeit" verliehen wird, hat nichts mit einer Militarisierung der Gesellschaft zu tun. Das am 8. September 2009 eingeweihte „zentrale Ehrenmal" für Bundes­wehrsoldaten, „die im Dienst ums Leben kamen" (dpa), begründet keinen Heldenkult. Und die kleinen Kinder bringt der Klapperstorch.
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„Kämpft für die Freiheit, zu leben, zu lieben und zu arbeiten, wo auch immer ihr wollt!"

Ein Interview mit dem US-amerikanischen Anarchisten Luis Fernandez, Gründungsmitglied der Repeal Coalition
Im August 2007 gründete sich in Arizona die Repeal Coalition [„to repeal" = abschaffen, außer Kraft setzen, für ungültig erklären], eine Organisation, die sich für offene Grenzen und die Rechte von Migran­tInnen in den USA einsetzt. Der Großteil der GründerInnen entstammt der anarchistischen Bewegung des Landes. Gabriel Kuhn sprach für die Graswurzelrevolution (GWR) mit Gründungsmitglied Luis Fernandez. Luis emigrierte im Alter von zehn Jahren von Nicaragua in die USA und lebt seit den 1990er Jahren in Arizona. Er arbeitet an der Northern Arizona University in Flagstaff, ist Autor des Buches Policing Dissent: Social Control and the Anti-Globalization Movement (2008) und Mitherausgeber des Readers Contemporary Anarchist Studies: An Introductory Anthology of Anarchism in the Academy (2009).
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Radikale Technikkritik

Nach Adorno und Horkheimer resultiert die Herrschaft der Vernunft in nichts anderem als der Versklavung der Natur und in der schrankenlosen Herrschaft des Wissens, wobei die instrumentelle „Technik das Wesen des Wissens“ darstellt.

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Ein beharrlicher Säer libertärer Ideen

Horst Stowasser (geboren am 7. Januar 1951 bei Wilhelmshaven - gestorben am 30. August 2009 in Ludwigshafen) - ein Nachruf
Am 30. August ist der anarchistische Schriftsteller Horst Stowasser im Alter von 58 Jahren in einem Ludwigshafener Krankenhaus an einer Sepsis gestorben. Acht Tage später fand eine bewegende Trauerfeier statt. Anknüpfend an die Trauerreden von Bernd Elsner (Projekt A), Lutz Schulenburg (Nautilus), Andreas Hohmann (FAU/Edition AV) und Dieter vom Eilhardshof hat der GWR-Koordinationsredakteur Bernd Drücke eine Trauerrede gehalten, die zusammen mit vielen Texten, Filmen und Tondokumenten auf der Horst Stowasser-Gedenkseite dokumentiert wurde.1 In dieser GWR drucken wir neben dem folgenden Nachruf von Bernd Drücke die Trauerreden von Lutz Schulenburg und Bernd Elsner, sowie die Erinnerungen von Marianne Enckell (GWR-Red.).
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Freiheitssinn

War Arminius am Ende gar ein Linker?
„Er war unstreitig Germaniens Befreier." Diesen folgenschweren Satz formulierte vor etwa 1900 Jahren der römische Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus über einen gewissen Arminius, Spross einer cheruskischen Häuptlingsfamilie und römischer Ritter, unter dessen Führung eine germanische Koalition im Jahre 9 n. Chr. drei römische Legionen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtet hatte.
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Fälschung - oder wirklich tot?

Zur Diskussion um ein Foto Robert Capas aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939)
Es ist eines der berühmtesten Fotos der Geschichte: Robert Capas „Loyalistischer Soldat im Moment des Todes", auch bekannt als „The Falling Soldier", erstmals veröffentlicht am 23. September 1936 in der französischen Illustrierten Vu, später unter anderem (am 12. Juli 1937) im US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Life, und seither eine Ikone der engagierten Kriegsfotographie. Ein republikanischer Milizionär wird in der Einöde des spanischen campo in vollem Lauf von einer tödlichen Kugel getroffen. Das Foto ist gestellt. Vermutlich.
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