Buchvorstellung

Reinhard Strecker, 1968 und der Nationalsozialismus in der bundesdeutschen Historiografie


"Die Schärfe der Konkretion. Reinhard Strecker, 1968 und der Nationalsozialismus in der
bundesdeutschen Historiografie" von Gottfried Oy und Christoph Schneider

Reinhard Strecker ist vielen bis heute kein Begriff, obwohl er einer der
Pioniere der bundesdeutschen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
ist. Bereits Ende der 1950er Jahre begann auf Initiative des damaligen
Sprachwissenschaftsstudenten an der Freien Universität Berlin eine
kleine Gruppe aus dem Umfeld des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes
(SDS) damit, Materialien über NS-Täter zu sammeln.
Sie recherchierte Dokumente zu Unrechtsurteilen aus der NS-Zeit und
veröffentlichte sie mitsamt den Namen der verantwortlichen Richter und
Staatsanwälte.
Daraus entstand die Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“. Für die Verjährungsdebatten
im Bundestag und die Diskussion personeller Kontinuitäten
in bundesdeutschen Behörden gab sie wesentliche Impulse.
Gottfried Oy und Christoph Schneider widmen sich in ihrem Buch „Die
Schärfe der Konkretion“ dieser frühen Phase der Auseinandersetzung mit
dem NS und ihren Folgen für die Neue Linke vor 1968.

 

am 1. Dezember 2013 um 18.00 Uhr

im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Franz Franz-Mehring Mehring-Platz 1
10243 Berlin
 
 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlag Westfälisches Dampfboot