Gegenstrom: Vattenfalls Cyclassic wird blockiert - Kein Platz für Greenwashing

Am 15.8. findet in Hamburg mit den Vattenfall- Cyclassics eine PR- Aktion des dreckigen Energiekonzerns Vattenfall statt. Gegenstrom kündigt an das Profirennen direkt zu stören um auf die ökologisch und sozial zerstörerische Konzernpolitik hinzuweisen.

Mit PR- Aktionen wie z.B. den „Vattenfall- Lesetagen" und der Propagandashow „Klimaakademie" versucht der Konzern von der Kritik an seiner desaströsen Umweltbilanz abzulenken. Innerhalb dieser PR- Strategie kommt den Cyclassics eine Schlüsselstellung zu: Besonders der sympathieträchtige, ökologisch tadellose Radsport ist für Vattenfall ein wichtiges Fleigenblatt, um die zerstörerische CO2- Bilanz zu verschleiern und seinem riskanten Geschäft mit der Kernenergie abzulenken. Das renommierte Radrennen wird deshalb von uns Klimaaktivisten als prominentester und zugleich angreifbarster Teil der „greenwashing"- Kampagne Vattenfalls gesehen.

 

Jens Fischer, Sprecher von Gegenstrom:

„Wenn Vattenfall mit dem Sponsoring der Cyclassics versucht, sich zur Imagepflege ein grünes Mäntelchen zu verpassen ist unser Protest nicht weit: Wir nutzen die hergestellte Öffentlichkeit dazu, auf die miese Konzernpolitik Vattenfalls hinzuweisen. Neben den angekündigten Protest- Aktivitäten eines breiten Bündnisses werden wir deshalb eine direkte Störung des Profirennens vorbereiten.

Das scheitern der UN- Klimaverhandlungen in Kopenhagen (12/09) hat gezeigt, dass wir für Klimaschutz dringend selbst sorgen müssen, die Zeit der Apelle ist vorbei. Energiekonzerne wie Vattenfall müssen enteignet werden, um Energieerzeugung entlang sozialer und ökologischer Kriterien zu bestimmen - und nicht im Sinne von Profitinteressen."

 

Gegenstrom10 kündigt an, sogenannte „Denkpausen" für die Fahrer vorzubereiten. Die Klimaktivisten haben im Vorfeld entsprechende Informationen an die Rennställe versandt, in denen diese dazu aufgefordert wurden ihre Teilnahme an dem Profirennen abzusagen. Zur Unterstützung kann eine kurze Unterbrechung des Profirennens dazu dienen, Vattenfalls PR- Strategie zu durchkreuzen. Die Aktion kann somit ein wertvoller Baustein sein, Vattenfall aus dem Cyclassics- Sponsoring herauszudrängen und somit seine Geschäftspläne empfindlich zu stören.

 

Fischer hierzu:

„Wir wollen mit unseren Aktionen nicht die Fahrer treffen. Wir sind selbst überzeugte Radfahrer. Gerade deshalb finden wir es unerträglich, dass Vattenfall versucht, die Fahrer vor seinen Karren zu spannen. Wir werden verantwortlich handeln, so dass es zu keinen Gefährdungen der Fahrer kommen kann. Mit unserer physischen Präsenz werden wir aber das Rennen so behindern, dass klar wird, dass Vattenfall sich in dieser Hinsicht verkalkuliert hat."

 

Gegenstrom10, 23.07.2010

 

Für Rückfragen (ab Samstag 24.07. 10 Uhr)

Jens Fischer 0175/6463444

 

Informationen zu weiteren Protesten gegen die Vattenfall- Cyclassics:

www.stop-greenwashing.org