Krieg & Frieden

Übt den Morgen – gegen Entmenschlichung!

Verleihung des Aachener Friedenspreises 2026 an Graswurzel-Initiativen

„Ihr habt da eine Redewendung: ‚Wehret den Anfängen!‘ Wir möchten dem noch hinzufügen: ‚Übt die Anfänge!‘ Bereitet euch auf den Morgen vor, bevor er kommt.“ Das ist es, was die diesjährigen internationalen Preisträgerinnen des Aachener Friedenspreises, Unidos MN aus Minneapolis, dem Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten „Aula Carolina“ bei der Preisverleihung, die traditionell am 1. September, dem Antikriegstag, stattfindet, mit auf den Weg gaben.

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Unzwingbar

Gegen Krieg, Militarisierung und Faschismus - Editorial Graswurzelrevolution Nr. 512

Liebe Leser*innen,

der 25. September 2026 war ein guter Tag für den Antimilitarismus. Bundesweit haben sich an den über 100 „Schulstreik gegen Wehrpflicht“-Demos 45.000 Schüler*innen beteiligt. In Münster wurde an diesem Tag Connection e.V. (1) mit dem Alternativen Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. 

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Jenseits von Suttner und Nobel

Anarchistischer Antimilitarismus – Teil 1

Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 erscheint der 600-seitige Sammelband „Anarchistische Aufbrüche. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt“ im Unrast Verlag in Münster (ISBN: 978-3-89771-664-3). Als Vorabdruck bringen wir in zwei Teilen eine gekürzte Version des Buchbeitrags von Bernd Drücke. Bei diesem Text handelt es sich um eine redigierte Abschrift eines vom A-Radio Berlin aufgezeichneten und veröffentlichten Vortrags (1) zum Thema „Anarchistischer Antimilitarismus“, den der GWR-Redakteur am 5.

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Die Mujeres Libres

Freie Frauen in der Spanischen Revolution

Im Sommer 2026 feiern wir das 90-jährige Jubiläum der Sozialen Revolution in Spanien, die auf einzigartige Weise durch die Stärke der Arbeiter*innen begonnen und knapp drei Jahre fortgeführt wurde, bis sie durch den Sieg des Faschismus zerschlagen wurde. In der Spanischen Revolution ergriffen nicht nur Männer, sondern auch Frauen die Chance, gegen den faschistischen Putsch und für eine freie Gesellschaft zu kämpfen.

 

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Zum Mitgenuss aufgerufen

Die Aktualität der Pariser Kommune von 1871

Vor 155 Jahren entstand mit der Pariser Kommune die erste Arbeiterrepublik der Welt. Zugleich herrschten in Frankreich und Deutschland Regime, die ihre Macht zum Teil mit populistischen Methoden sicherten. Florian Grams geht in seinem Beitrag den Parallelen zwischen der damaligen und der heutigen Situation nach und skizziert - mit Verweis auf die Erfahrungen der Pariser Kommune - Möglichkeiten aktuellen Eingreifens.

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Energie-Geopolitik

Das fossil-nukleare Imperium schlägt zurück

Eine sichere Energieversorgung ist mit geostrategischen Interessen verbunden und beeinflusst damit auch die Frage nach Krieg oder Frieden. Zugleich ist die Energieinfrastruktur verwundbar gegen kriegerische Auseinandersetzungen oder terroristische Angriffe. Die existenziellen Gefahren des fossil-nuklearen Systems für Mensch und Umwelt sind ein Grund mehr für eine zügige und umfassende Energiewende, findet Jürgen Scheffran.

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Trumps Iran-Krieg

Mittel zur Dominanz über Rohstoff-Transportwege

Geht es im Iran-Krieg direkt um das Öl des Landes? Wohl nicht vorrangig. Das Augenmerk der Trump-Regierung dreht sich allen Aussagen nach um eine deutlich entscheidendere Schnittstelle. Ihr ultrakonservatives Programm »Make America Great Again« benötigt nach innen die Schwächung demokratischer Organe zur Konzentration auf die Präsidialmacht. Nach außen braucht es die brachiale Erneuerung globaler US-Wirtschaftshegemonie – weniger mittels der Kontrolle der Ressourcen an sich, sondern vielmehr der Ressourcen-Transportwege.

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Umkämpfter »Frieden«

Friedensvisionen feministischer Antikriegsbewegungen

Was »Frieden« in einem aktiven Krieg bedeuten kann, ist häufig umkämpft. Im Kontext des Russland-Ukraine-Krieges dominiert in öffentlichen Diskursen meist ein Verständnis von Frieden als Waffenstillstand, Ordnung oder geopolitischem Deal. Feministische Antikriegsbewegungen stellen dem andere Vorstellungen entgegen, die auch weit über die Kritik des Kriegshandelns hinausweisen. Am Beispiel des russischen Antikriegsnetzwerks »Feminist Anti-War Resistance« zeigt der Beitrag, wie dieses Frieden als soziale, demokratische, dekoloniale praktische Utopie vordenkt – und vorzuleben beginnt.

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Jünger, europäisch und auf keinem Auge blind

Voraussetzungen für ein Wiedererstarken der Friedensbewegung

Deutschland erlebt die größte und gefährlichste Aufrüstung sowie die stärkste innergesellschaftliche Militarisierung seit 1945 mit gigantischen Kosten und Folgen für die Zukunft des Landes. Ähnliches geschieht in den meisten Mitgliedsstaaten der EU. Gegen diese gefährliche Entwicklung müssten viele Menschen demonstrieren und Widerstand leisten. Doch die deutsche Friedensbewegung brachte bei Demonstrationen der letzten Jahre nur wenige zehntausend Menschen auf die Straße. Was sind die Ursachen für diese Mobilisierungspleiten?

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90 Jahre Soziale Revolution in Spanien

1936 erhoben sich Millionen Menschen gegen den faschistischen Franco-Putsch

„Wir sind es, die wir diese Städte und Paläste – hier in Spanien und in Amerika und überall – gebaut haben. Wir Arbeiter können andere Städte und Paläste an ihrer Stelle aufrichten. Und sogar bessere. ... Wir werden die Erben dieser Erde sein ... hier in unseren Herzen tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt.“ – Buenaventura Durruti, anarchosyndikalistischer Revolutionär, 1936

 

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