Internationales

Das Dilemma der Globalisten

Man hatte es propagandistisch verhindern wollen, aber Donald Trump hat sich wieder einmal über die massierte Bedenkenträgerei der interventionistischen Globalisten und ihrer Zuträger hinweggesetzt: Der amerikanische Präsident hat sich in Helsinki mit Wladimir Putin getroffen. Dem – wenn man den Medien auch hierzulande glaubt – aktuellen „Herrn der Finsternis“. Dann gab es sogar eine gemeinsame Pressekonferenz, auf der beide gar Fragen beantworteten.

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Wer Handel treibt, schießt nicht

Wie hysterisch und schauspielerisch drittklassig, wie intellektuell untermaßig und mit Fake News gespickt die regelmäßigen Anpöbeleien des obersten Amtsträgers im Weißen Hause – gegen wen auch immer – jeweils sein mögen, mindestens geben sie immerhin ab und an Veranlassung zur Selbstvergewisserung. Wie vor einigen Wochen, als der Blondschopf mit der deutschen Kriminalstatistik um sich hieb.

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Chinas Sozialkreditsystem. Eine Hinterfragung

„Wieder einmal aufstörende Kunde aus China“, so begann Wolfram Adolphi seinen Beitrag „‚Gelbe Gefahr‘ 4.0“ in der Blättchen-Ausgabe 5/2018 und fuhr fort: „Es solle dort, so ist zu hören und zu lesen, ein bis 2020 alle Einwohnerinnen und Einwohner umfassendes gesellschaftliches Kreditpunktesystem geben. Welches erstellt werde mittels Vernetzung gesammelter Daten. Und zum Ziele habe – so die vorherrschende westliche Interpretation – die Schaffung der angepassten Bürgerin respektive des angepassten Bürgers.

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Entscheidung für das geringere Übel

In Mexiko herrscht wieder einmal ein schmutziger Wahlkampf
Drei Kandidaten haben Chancen, die Präsidentschaftswahl in Mexiko am 1. Juli für sich zu entscheiden: Der Rechtskonservative Ricardo Anaya, der Kandidat der regierenden PRI, José Antonio Meade, und der (zumindest teilweise) linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador. In dem von Korruption und Straflosigkeit geprägten Land reichen die Mittel im Wahlkampf von fragwürdigen Bündnissen bis hin zu Schmutzkampagnen gegen KandidatInnen.
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Transnational ist besser

Stand und Perspektiven des Syndikalismus
Im Mai hat sich eine neue Internationale (anarcho-)syndikalistischer Organisationen gebildet. Die Gründung fällt in eine Zeit relativen Aufschwungs alternativer Gewerkschaften. Für einen umfassenden Aufbruch braucht die antiautoritäre Linke jedoch neue Visionen, die eine Breitenwirkung entfalten können.
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Kämpfe für ein freies Leben

Notre-Dames-des-Landes. Ursachen, Abläufe und Konflikte bei den ZAD-Räumungen in Frankreich

Im Januar 2018 wurde das Projekt Großflughafen Notre-Dames-des-Landes (NDDL) bei Nantes von der französischen Regierung nach jahrzehntelangem Widerstand aufgegeben (vgl. GWR 426). Vom 9. bis 16. April wurden 29 der ca. 100 verbliebenen illegalen Höfe und Projekte selbstverwalteten Lebens und Arbeitens auf dem Gebiet ZAD (Verteidigenswerte Zone) brutal geräumt. Weitere zehn Räumungen fanden Mitte Mai statt. Die Aktivistin Camille war dabei und berichtet. (GWR-Red.)

 

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Herrschaftsgottnochmal!

Zur Ideengeschichte des Anarchismus
Der Anarchismus stand immer im Schatten von zwei konkurrierenden Strömungen der globalen Linken: Kommunismus und Sozialdemokratie. Bis heute herrscht selbst in der Linken viel Unwissen über anarchistische Strömungen. Grund genug für einen Streifzug durch deren Ideengeschichte und für die Frage: Was ist eigentlich Anarchismus?
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Anarchismus weltweit

Themenschwerpunkteditorial iz3w #367 (Juli/August 2018)
Die Utopie von der herrschaftsfreien Gesellschaft, von der Anarchie hat kaum jemand so überzeugend formuliert wie der italienische Anarchist Errico Malatesta: »Unser Ideal ist nicht eines, dessen Erfolg vom isoliert betrachteten Individuum abhängt. Es geht darum, die Lebensweise der Gesellschaft insgesamt zu verwandeln, darum, unter den Menschen Beziehungen zu schaffen, die auf Liebe und Solidarität beruhen; darum, die vollkommene materielle, sittliche und intellektuelle Entwicklung nicht etwa für einzelne Individuen oder Angehörige einer Klasse oder bestimmten politischen Partei, sondern der gesamten Menschheit zu erreichen – und das ist ein Ziel, das nicht mit Gewalt erzwungen werden kann, vielmehr muss es sich aus dem aufgeklärten Bewusstsein eines jeden von uns ergeben und kann nur durch freiwillige Zustimmung aller erreicht werden.«
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Volksregierung gegens Volk

Hefteditorial iz3w 367 (Juli/August 2018)
Ein rätselhafter Fluch liegt auf der lateinamerikanischen Linken. Zuletzt konnten wir den Niedergang des venezolanischen Regimes erleben. Dessen linkspopulistischer Anführer Hugo Chávez proklamierte noch zur Jahrtausendwende große Umverteilungspläne: »Venezuela verfügt über so viel Reichtum, der ein Jahrhundert lang an die Weltmächte verschenkt wurde, und uns blieb nur das Elend.« Die Regierung setzte auf Erdöleinnahmen und bediente die eigenen Leute mit Wohltaten. Unter Nicolás Maduro hat sich das Elend nur verschärft. Strom und Wasser werden oft abgeschaltet, im Supermarkt steht man vor leeren Regalen. Daraus entwickelte sich eine politische Krise mit Straßenunruhen und Todesschüssen. Die chavistische Regierung des Erdölstaates entmachtete das oppositionelle Parlament per »verfassungsgebender Versammlung«. Ist das der sogenannte Rohstoff-Fluch?
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