Internationales

»Kommt herunter vom Balkon«

Beobachtungen aus der 68er-Bewegung in der BRD und in Südostasien
Es war nicht allein der Vietnamkrieg, der die Protestbewegungen von 1968 entfachte. Doch spielte er eine besonders wichtige Rolle für die Politisierung junger Menschen, in Westdeutschland ebenso wie den Philippinen. Unser Autor berichtet als teilnehmender Beobachter von den Aktivitäten, Ansätzen und Problemen der damaligen AktivistInnen.
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Tötungsautomaten und Völkerrecht

Im Koalitionsvertrag von 2013 waren sich CDU/CSU und SPD einig: Autonome Waffensysteme müssen verboten werden. In der Vereinbarung von damals heißt es: „Deutschland wird sich für eine völkerrechtliche Ächtung vollautomatisierter Waffensysteme einsetzen, die dem Menschen die Entscheidung über den Waffeneinsatz entziehen.“

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Die Schließung der Balkanroute

Der Band „Flucht. Wie der Staat die Kontrolle verlor“ beginnt mit dem Hinweis, dass Österreich meist „eine seiner Größe angemessene Zuschauerrolle in der Weltpolitik einnimmt“, das Land sich in der Flüchtlingskrise zwischen September 2015 und März 2016 jedoch unversehens im Zentrum des Geschehens wiederfand, „nicht nur als Transit- und Asylland, sondern auch als Akteur auf der politischen Bühne.

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Machtkampf, Lügen und Antisemitismusvorwürfe in der britischen Labour-Partei

in (09.01.2018)
Antisemitismusvorwürfe sind auch in der britischen Politik ein beliebtes Mittel, um Machtkämpfe auszufechten. Zu welchen Auswüchsen das im Zuge der Übernahme des Parteivorsitzes der Labour-Partei durch Jeremy Corbyn geführt hat, welche Rolle dabei die Medien spielten und wie sich eine langjährige Vorkämpferin gegen die Apartheid in Südafrika, Bürgerrechtsaktivisten und Schriftstellerin plötzlich im Fokus einer Schmutzkampagne innerhalb der Labour-Partei wiederfand, bezeugt in den folgenden Ausführungen Jackie Walker.
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Die Islamische Republik Iran auf der Kippe?

Der Iran wird von einer Welle von Protesten gegen das herrschende Regime der Mullahs erschüttert. Das Regime reagiert mit der Festnahme von Demonstranten, der Drohung mit der Todesstrafe und der Organisation von Gegendemonstrationen. Mittlerweile sind mehr als 20 Tote zu beklagen, vor allem bei der Zivilbevölkerung, aber auch bei Polizei und Revolutionsgarden – alles Indizien für die Heftigkeit des Protestes.

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1968 international

Themenschwerpunkteditorial iz3w #364 (Januar/Februar 2018)
Die 2018 zu erwartenden medialen Rückblicke auf 1968 werden vor allem die Ereignisse in Westeuropa und Nordamerika thematisieren. Tatsächlich war der Aufbruch von 1968 für die Demokratisierung westlicher Gesellschaften enorm wichtig. Doch wird dabei allzu oft übersehen, dass studentische Proteste und die davon ausgehenden Entwicklungen viele Länder auf allen Kontinenten prägten.
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Eine Metapher, keine Wendemarke

Die Rolle der Dritten Welt für und während "1968"
Unter Linken wie unter GlobalhistorikerInnen gibt es die Tendenz, die 1968er-Bewegung als globales revolutionäres Subjekt zu interpretieren. Zwar habe sie sich weltweit in sehr verschiedenen Ländern und Kontexten gezeigt. Doch gerade die gemeinsame antikoloniale und antiimperialistische Stoßrichtung habe die Protestierenden in den Ländern des Nordens mit jenen in der Dritten Welt geeint. Der linke Historiker Arif Dirlik warnt demgegenüber davor, die Gemeinsamkeiten zu überschätzen. Wir präsentieren hier erstmals in deutscher Übersetzung die Kurzfassung eines Essays von ihm, der in der internationalen Literatur über 1968 viel rezipiert wurde. Der redaktionell stark gekürzte Aufsatz erschien zuerst in: Carole Fink, Philipp Gassert, Detlef Junker: 1968: The World Transformed. Cambridge University Press 1998, S. 295 – 318. Eine erheblich längere ins Deutsche übersetzte Fassung mitsamt den hier entfallenen Literaturangaben steht auf www.iz3w.org
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Editorial zur Jubiläumsausgabe (#364): 50 Jahre iz3w

50 Jahre, 500 Aktive, 5.000 AutorInnen
1968 war ein besonderes Jahr. Mit den damaligen weltweiten Aufbrüchen und Revolten lassen sich nicht nur Themenschwerpunkte füllen (ab Seite 14). Für das informationszentrum 3. welt und seinen Trägerverein Aktion Dritte Welt ist jenes Jahr noch aus einem weiteren Grund kein gewöhnliches: Im Frühjahr 1968 versammelten sich erstmals junge Studierende in Freiburg, um fortan die Ausbeutung der Dritten Welt zu beenden. Drunter wollten sie es – ganz im Geiste der Zeit – nicht machen. Die Anfänge der von ihnen ins Leben gerufenen Aktion Dritte Welt waren zwar eher sozialdemokratisch-reformorientiert denn revolutionär-antikapitalistisch geprägt. Aber auch sie waren beseelt von der 68er-Idee, die Welt umzuwälzen – und vor allem: das auch tatsächlich zu können!
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